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Rauchen und Übergewicht bei Psoriasis

Der genaue Grund für das Entstehen von Schuppenflechte (oder auch Psoriasis genannt) ist bis heute nicht bekannt. Meist sind für die Entstehung dieser Erkrankung sowohl genetische Faktoren als auch ein Zusammenspiel einer Reihe auslösender Ursachen verantwortlich. Wir haben mit dem Dermatologen Dr. Paul Sator über die verschiedenen Risikofaktoren, welche die Symptome der Psoriasis verstärken können, gesprochen.

Der Psoriasis liegt eine genetische Veranlagung zugrunde, wobei zusätzliche auslösende Faktoren dafür verantwortlich sind, dass die Krankheit schließlich ausbricht. Herr Dr. Paul Sator erklärt: „Zu einem Ausbruch der Schuppenflechte kommt es oft erst dann, wenn weitere Auslöser und Risikofaktoren hinzukommen. Dazu gehören unter anderem starker Nikotin- und Alkoholgenuss sowie Übergewicht“.

Warum verstärken Nikotingenuss und Übergewicht die Psoriasis?

„Bestimmte Entzündungszellen sind bei Psoriasis-Patienten durch die Grunderkrankung stärker ausgeprägt als bei Menschen ohne Schuppenflechte. Durch das Übergewicht und durch Rauchen werden die Entzündungsmediatoren im Körper weiter angekurbelt und dadurch können neue Schübe begünstigt werden. Zusätzlich ergibt sich daraus auch ein höheres Risiko für verschiedene Herz-Kreislauferkrankungen“, berichtet der Hautarzt.

Übergewicht bei Psoriasis

Übergewicht gilt als einer der Hauptrisikofaktoren für eine Verschlechterung der Schuppenflechte. Herr Dr. Sator sagt: „Untersuchungen haben gezeigt, dass Psoriasis in Zusammenhang mit Übergewicht steht. Der Fettstoffwechsel ist bei Menschen mit einer diagnostizierten Psoriasis meist schlechter als bei gesunden Menschen, wodurch Übergewicht leichter aufgebaut wird. Je stärker das Übergewicht, desto stärker können die Symptome der Krankheit ausfallen“. Wenn man geschichtlich zurückgeht, wird deutlich, dass während und nach Kriegen die Zahl an Psoriasis-Erkrankten aufgrund der Nahrungsmittelknappheit deutlich zurückging. Mit wachsendem Wohlstand stiegen die Psoriasis-Neuerkrankungen. Psoriasis-Betroffene sind viel häufiger vom sogenannten Metabolischen Syndrom, auch Wohlstands-Syndrom genannt, betroffen. „Dabei treten mehrere Erkrankungen gleichzeitig auf, wobei die Hauptursachen dafür Übergewicht und mangelnde körperliche Bewegung sind. Zu den typischen Krankheitsbildern des Metabolischen Syndroms zählen Fettstoffwechselstörungen mit einem niedrigen „guten“ HDL-Cholesterin und einem hohen „schlechten“ LDL-Cholesterin, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Bluthochdruck und Gicht“, erklärt der Psoriasis-Experte.

 

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Für jeden Psoriasis-Betroffenen ist es von Bedeutung, vorhandenes Übergewicht zu reduzieren, um damit die Krankheit zu lindern. Herr Dr. Paul Sator empfiehlt: „Gesunde Ernährung und Bewegung können dabei helfen, Gewicht zu verlieren. Für eine möglichst gesunde Haut und eine bessere Lebensqualität ist ein bewusster Lebensstil unverzichtbar. Es gibt für Schuppenflechte keinen generell wirksamen Diätplan, der bei jedem Betroffenen zu einer Verbesserung der Symptome führen würde. Aber eine ausgewogene Ernährung ist ganz sicher ein entscheidender Faktor für einen positiven Verlauf der Krankheit“. Wir möchten an dieser Stelle betonen, dass du dafür nicht täglich drei Stunden exzessiv Sport betreiben musst. Oft reichen bereits kleine Schritte im täglichen Leben, um deine Lebensqualität positiv zu beeinflussen. Du kannst zum Beispiel die Treppe nehmen anstatt Lift zu fahren oder immer eine Station früher aus der U-Bahn aussteigen und den restlichen Weg zu Fuß gehen. Probiere es aus!

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Starker Nikotin- und Alkoholkonsum zählen zu den größten Risikofaktoren, die die Entstehung und den Verlauf der Psoriasis negativ beeinflussen können. Der Dermatologe berichtet: „Es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass bei Rauchern die Schuppenflechte vor allem an Hand- und Fußflächen besonders stark ausgeprägt ist. Auch Passivrauchen wirkt sich schlecht auf die Psoriasis-Haut aus“. Einzig alleine ein Rauchstopp und den Alkoholkonsum auf ein Minimum zu reduzieren bieten die Möglichkeit, sich, seinem Körper und der Schuppenflechte etwas Gutes zu tun.

Wir bedanken uns beim Wiener Dermatolgen Dr. Paul Sator für die wertvollen Informationen!

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