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Die 13 größten Mythen zu Schuppenflechte

Halbwahrheiten über Psoriasis

Wer unter Schuppenflechte leidet, muss oft Aufklärungsarbeit in seinem Umfeld leisten. So glauben nach wie vor viele Menschen, dass es sich um einen ansteckenden Hautausschlag handelt beziehungsweise dieser überhaupt nur entstanden ist, weil der Patient sich nicht genug wäscht. Auch wird eifrig im Netz diskutiert, dass Knoblauch bei Psoriasis hilft. Wir haben die wichtigsten Mythen und Halbwahrheiten untersucht und stellen diese hier richtig!

Psoriasis-Betroffene kennen das nur zu gut: Die verstohlenen Blicke und das Getuschel hinter ihrem Rücken, wenn die von Schuppenflechte betroffene Haut entdeckt wird. Wer nicht an der Krankheit leidet und sich noch nie damit beschäftigen musste, der glaubt leicht, dass es sich um eine hochan-steckende Krankheit handelt, die der Betroffene aus irgendwelchen Gründen auch selbst verursacht hat. Dabei könnte nichts falscher sein. Wir haben uns die 13 gängigsten Mythen über Schuppen-flechte für dich angeschaut.

1. Ist Psoriasis mit schlechter Hygiene verbunden?

Nein, definitiv nicht: Psoriasis kann auch den reinlichsten Menschen der Welt treffen. Im Gegenteil, gerade Patienten mit Hauterkrankungen achten penibel auf Sauberkeit und Pflege. Die Krankheit kann durch eine genetische Veranlagung sowie verschiedenste Auslöser auftreten. Die Ursache ist noch nicht vollständig erforscht. Interessanterweise muss nicht jeder mit einer genetischen Veranlagung auch wirklich daran erkranken. Erst wenn bestimmte individuelle Auslöser ins Spiel kommen, beginnen die Hautzellen sich zu entzünden und unkontrolliert zu vermehren. Mangelnde Hygiene ist definitiv kein Auslöser.

2. Ist Psoriasis heilbar?

Nein, noch nicht, aber gut behandelbar: Psoriasis ist eine Autoimmunkrankheit, die nicht heilbar ist. In Zukunft wird es vielleicht eine Behandlung von genetisch bedingten Krankheiten wie Psoriasis geben, aber im Moment konzentriert sich die Medizin auf eine ständig ausgeweitete Palette von Behandlungsmethoden zur Linderung der Symptome. Je nach Art und Ausprägung gibt es für jeden Patienten eine individuelle Behandlung. Deshalb ist es so wichtig, dass auch Patienten, die die Hoffnung schon aufgegeben haben, regelmäßig zum Arzt gehen. Die Behandlungsmethoden erweitern sich ständig und irgendwann findet jeder Patient die für ihn passende Therapie.

3. Ist Schuppenflechte nur ein äußerlicher Hautausschlag?

Nein, Schuppenflechte betrifft Körper und Seele in sehr großem Ausmaß: Schuppenflechte geht über eine reine Hauterkrankung hinaus. Sie kann auch Gelenke und andere Organe betreffen. Sie ist eine chronisch-entzündliche, erblich veranlagte Hauterkrankung, die durch äußerliche oder innerliche Auslöser hervorgerufen werden kann. Außer der reinen Hautfläche können auch Fuß- oder Fingernägel sowie Gelenke befallen sein. Herz, Leber, Gefäße und Stoffwechselvorgänge sind ebenfalls betroffen. Ein großes Problem sind auch die psychosomatischen Beschwerden und die Einschrän-kung der Lebensqualität der Patienten. Daher ist Psoriasis mit einem reinen Hautausschlag nicht zu vergleichen.

4. Ist Knoblauch gut bei Psoriasis?

Ja, aber ausschließlich unterstützend: Knoblauch ist ein beliebtes Naturheilmittel. Es enthält Vitamin C und Selen und hat eine entzündungshemmende Wirkung. In Knoblauch ist das ätherische Öl Allicin enthalten, welches ein Enzym hemmt, das für die Entzündungsreaktion verantwortlich ist. Bei Psoriasis handelt es sich um eine auf Entzündungsreaktionen basierte Krankheit, daher könnte die Einnahme von Knoblauch sich positiv auswirken. Dies kann aber ausschließlich als Ergänzung gesehen werden, ohne andere therapeutische Maßnahmen werden die Symptome nicht deutlich abgemildert.

Webtipp: qualitycare.co.at

Millionen von Menschen in der ganzen Welt sind von Psoriasis betroffen, auf qualitycare.co.at erhalten Patienten kostenlos wichtige Unterstützung zu Fakten rund um die Schuppenflechte. Videos zu den Mythen und Fakten der Psoriasis geben Tipps, wie dein Umfeld und du einen besseren Umgang für die Erkrankung finden.

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5. Hilft Diät halten gegen Schuppenflechte?

Nein, aber eine ausgewogene Ernährung hilft bei der Linderung der Symptome: Es gibt nicht die eine Diät, die allen hilft. Eine ausgewogene Ernährung tut aber auch Patienten mit Schuppenflechte gut. Übergewicht gilt als einer der Trigger, die einen neuen Schub auslösen können. Übergewicht ruft Entzündungsprozesse hervor, es fördert das Schwitzen und durch ausgeprägtere Hautfalten wird die Haut verstärkt aufgerieben. Bei vorhandendem Übergewicht kann eine Gewichtsreduktion die Symptome deutlich verbessern. Vor allem ist es entscheidend, welche Lebensmittel gegessen werden, ganz unabhängig von der Kalorienzahl. Denn manche Nahrungsmittel fördern Entzündungen im Körper und andere dämpfen sie. Ganz besonders Fleisch enthält viel Arachidonsäure, die Entzündungen befeuern kann. Dasselbe gilt für fettreiche Milchprodukte und Eier. Eine pflanzenbetonte oder gar vollständig pflanzenbasierte Kost könnte die Lösung sein. Abgesehen davon gibt es Le-bensmittel, die von einem Patienten gut vertragen werden und bei anderen gar nicht. Das gilt z.B. für Zitrusfrüchte oder bestimmte Gewürze. Jeder Patient sollte selber austesten, was ihm gut bekommt und was eben nicht.

6. Ist ein Glas Bier oder Wein ok?

Nein, auf Alkohol sollten Menschen mit Schuppenflechte ganz verzichten: Generell ist ein zu viel an Alkohol nie gut, egal in welchem Gesundheitsstadium man sich befindet. Gerade Patienten mit Psoriasis müssen aber schauen, welche Trigger bei ihnen den nächsten Schub auslösen können. Alkohol steht im Verdacht, die Konzentration von gewissen entzündungsfördernden multifunktionalen Signalstoffen des Immunsystems zu erhöhen. Wissenschaftler gehen daher davon aus, dass Alkohol-konsum ein Risikofaktor für Psoriasis-Patienten ist. Leider auch schon in kleinen Mengen.

7. Ist Salzwasser gut für die Haut?

Ja und Nein, denn nicht jedem hilft Salzwasser: Ein Aufenthalt am Meer kann sich aufgrund der Kombination von Salzwasser, Sonne und Entspannung bei vielen Patienten mit Schuppenflechte besonders positiv auswirken. Meerwasser hat einen hohen Salz- und Mineraliengehalt und kann Schuppenflechte-Symptome lindern. Insbesondere das Tote Meer ist bei den Betroffenen sehr beliebt, da es mit seinem hohen Anteil an Magnesium, Kalzium, Kalium, Schwefel und Brom ent-zündungshemmend, entgiftend und heilend wirkt. Allerdings kann Salzwasser bei manchen Patien-ten die Haut auch austrocknen und damit verschlechtern, das sollte daher auf jeden Fall vorsichtig ausprobiert werden.

8. Ist Sonne gut für die Haut?

Ja, bei richtiger Anwendung und Schutz: Sonne wirkt sich grundsätzlich positiv bei Schuppenflechte aus, allerdings gibt es auch hier Einschränkungen. Denn ohne den passenden Sonnenschutz kann sie die bestehende Hauttrockenheit noch verstärken. Die ultravioletten Strahlen der Sonne hemmen Entzündungen und unterstützen den Heilungsprozess. Die UV-Strahlung kann auch dafür sorgen, dass die übermäßige Produktion von Hautzellen verlangsamt wird. Bei übermäßigen Sonnenbaden kann es aber zu Sonnenbränden kommen, die nicht nur zu Hautkrebs führen, sondern auch einen neuen Schub hervorrufen können. Daher sollte während dem Aufenthalt in der Sonne unbedingt ein passender Sonnenschutz aufgetragen werden. Der Faktor Sonne kann auch „künstlich“ verabreicht werden: Lichttherapien mit UV-Strahlen bewähren sich bei mittelschwerer bis schwerer Ausprägung seit Jahrzehnten. Der Therapeut kann dabei ganz exakt die notwendige Dosierung verabreichen und damit zählt die Lichttherapie mittlerweile zur Standardtherapie bei Psoriasis.

9. Helfen Knabberfische gegen Schuppenflechte?

Wenn es die „richtigen“ Fische sind, können diese unterstützend eingesetzt werden: Generell können Menschen mit Schuppenflechte davon profitieren, wenn ihnen die abgestorbene Haut „abgesaugt“ wird. Das passiert aber nur, wenn die Therapie mit den richtigen Fischen fachgerecht durchgeführt wird. Normalerweise werden Kangalfische (Garra rufa), auch rötliche Saugbarben genannt, dafür eingesetzt. In günstigeren Behandlungszentren werden aber Chin-Chin-Fische für die Fußbäder genutzt. Diese knabbern nicht nur die abgestorbene Haut ab, sondern hinterlassen auch winzige Hautwunden. Die neuen offenen Hautstellen können damit wieder neue Plaque-Herde auslösen. Dazu sollte bei der Wahl des Spas unbedingt auf die Hygienestandards geachtet werden. Denn wenn das Wasser nicht regelmäßig erneuert wird besteht die Gefahr, dass sich wirklich ansteckende Krankheiten anderer Patienten übertragen können. Wer zusätzlich dem Tierschutz verbunden ist, hat vielleicht auch ein Problem damit, dass die Fische auf Entzug von pflanzlicher Nahrung gesetzt werden, damit sie sich an die Hautschuppen der Menschen zu schaffen machen.

10. Kann Marihuana bei Psoriasis helfen?

Ja, es kann unterstützend eingesetzt werden: Das im Marihuana (Cannabis) enthaltene THC wirkt sich direkt auf den Stresslevel aus und entspannt, was bei Psoriasis geplagten Menschen durchaus positiv ist. Zudem werden medizinisch wirksame Cannabinoide aus dem Hanf in Salben eingesetzt, diese wirken entzündungshemmend und antioxidativ auf der Schuppenflechte-Haut. Da Hanf auch das Wasser in den Zellen bindet, verhindern Öle oder Salben desweiteren das Austrocknen der Haut. Diese positiven Effekte werden übrigens nicht durch das Rauchen eines Joints erreicht...

11. Hat die Psyche Einfluss auf Schuppenflechte?

Ja, die Psyche steht in großen Zusammenhang zur Krankheit: Es bestehen große Wechselwirkungen zwischen der Psyche und Psoriasis. Denn einerseits können Stress und Depressionen neue Schübe hervorrufen und andererseits leidet die Psyche schwer unter den Begleiterscheinungen der Krankheit. Damit ist die Psyche in zweifacher Hinsicht an der Schuppenflechte beteiligt, einmal als Auslö-ser und dann als Begleitsymptom.

Webtipp: qualitycare.co.at

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12. Ist Psoriasis ansteckend?

Nein, definitiv nicht: Da Schuppenflechte nicht durch Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten über-tragen wird, kann man sich nicht daran anstecken. Ein direkter Hautkontakt ist komplett ungefähr-lich. Leider hört man oft, dass nach wie vor viele Angst haben, einem Psoriasis-Patienten auch nur die Hand zu schütteln. Hier hilft nur Aufklärung.

13. Muss Psoriasis immer fachgerecht behandelt werden?

Ja, unbedingt: Ohne eine fachgerechte Einstufung und Behandlung der Symptome wird sich die Krankheit weiter ausbreiten. Es ist jedem Erkrankten nur zu empfehlen, eine ärztlich begleitete Therapie zu machen. Es gilt herauszufinden, was bei der individuellen Krankheitsgeschichte am besten passt. Ohne eine ärztliche Begleitung und nur in Selbstmedikation und -behandlung wird sich nie das volle Potential der Behandlungsmöglichkeiten und Therapien für den Patienten erschließen. Es ist also unbedingt anzuraten, bei den ersten Symptomen einen Arzt aufzusuchen. Und sollte der erste Arzt nicht der passende sein, dann bitte einen anderen aufsuchen. Und ein weiterer Tipp: Dranbleiben, mehr als 78% der Patienten brechen irgendwann die Therapie ab oder setzen sie nicht mehr korrekt um.

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