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Du und dein Arzt – ihr seid ein Team

Wenn deine Haut sich schuppt und juckt, kann es sein, dass du Schuppenflechte (Psoriasis) hast. Dein Hautarzt kann dir helfen, die Ursache und die richtige Behandlung für deine Beschwerden zu finden. Schuppenflechte ist zwar nicht heilbar, aber mit einer optimal auf dich abgestimmten Therapie können die Symptome und Schübe spürbar gelindert werden.

Wenn die Krankheitsanzeichen nur gering ausgeprägt sind, kann Schuppenflechte mit einer Neurodermitis, Stachelflechte, Hautpilzerkrankungen oder sogar Syphilis verwechselt werden. Bei den ersten Anzeichen einer Hautkrankheit sollte daher unbedingt ein Hautarzt aufgesucht werden. Er kann dir helfen herauszufinden, woran du genau leidest. Da Schuppenflechte eine systemische Krankheit ist, sollte auch das ganze System behandelt werden und nicht nur eine lokale Versorgung der Haut mit Salben erfolgen. Es lohnt sich, zum Arzt zu gehen, denn es gibt laufend Fortschritte in der Psoriasis-Therapie.

Was ist Schuppenflechte?

Psoriasis ist eine NICHT ANSTECKENDE chronische Erkrankung der Haut. Die meisten Betroffenen haben eine sogenannte Plaque-Typ Psoriasis (=Psoriasis vulgaris). Sie äußert sich in Form rötlicher, mit silbernen Schuppen bedeckten Hautstellen (=die sogenannten Plaques), die öfters jucken. Die Psoriasis vulgaris tritt zumeist symmetrisch an Körperstellen wie zum Beispiel Ellenbogen, Knie, am behaarten Kopf, in und um das Ohr, im Bereich der unteren Wirbelsäule, des Steißbeins, im Nabelbereich und der Analfalte auf. Aber auch andere Körperareale wie Nägel oder Gelenke können betroffen sein.

Verantwortlich für die typischen Psoriasis-Symptome ist eine permanente Entzündung im Immunsystem. Es kommt zu einer zu schnellen Erneuerung der Oberhautzellen, wodurch die typischen Schuppen entstehen. Der Verlauf der Psoriasis ist individuell sehr unterschiedlich.

Typisch ist ein Auftreten in Schüben, das heißt, es gibt Zeiten mit und ohne Krankheitserscheinungen. Das Ausmaß der Hauterkrankungen und die Häufigkeit der Schübe sind dabei sehr unterschiedlich.

Anzeichen von Psoriasis

Um sie von anderen Hauterkrankungen zu unterscheiden, wird sich dein Arzt die betroffenen Hautareale sehr genau anschauen. Bei Schuppenflechte lassen sich die oberflächlichen Schuppen leicht abkratzen. Durch das Kratzen an der sogenannten Plaques hellt sich regelmäßig die Schuppenschicht an der Kratzspur auf, wie bei einem Kerzenwachsfleck, dies nennt man Kerzenfleckphänomen. Die tieferen Schuppen sitzen sehr fest auf einer jungen, dünnen Hautschicht, dem sogenannten letzten Häutchen. Entfernt man auch diese Schuppenschicht, so treten kleine, punktförmige Hautblutungen auf. Dies nennt man in der Fachsprache den blutenden Tau. Sollte die Hautuntersuchungen kein eindeutiges Ergebnis ergeben, kann auch eine Hautprobe zur Biopsie geschickt werden, um Aufschluss über das eventuelle Vorliegen einer Psoriasis zu erhalten.

Du und dein Arzt

Ein gutes vertrauensvolles Verhältnis zu deinem Hautarzt ist sehr wichtig bei Schuppenflechte. Immerhin können die Hautstörungen auch an sehr unangenehmen, intimen Stellen auftreten. Und auch diese Stellen muss dein Arzt kennen, damit er sie behandeln kann.

Folgende Fragen können dich auf den Arztbesuch vorbereiten:

Fragen an deinen Hautarzt:
1. Kommt eine Therapie für mich in Frage?
2. Was ist der Unterschied zwischen den Behandlungsmöglichkeiten, die als Tablette ein-genommen oder unter die Haut gespritzt werden?
3. Gibt es bei den Behandlungsoptionen Unterschiede hinsichtlich der Nebenwirkungen?
4. Was könnten passende Therapieoptionen für mich sein?
5. Gibt es Therapien, die leichter anzuwenden sind als andere?

Fragen an den Patienten:
1. Welche Therapien haben Sie als Psoriasis-Patient schon erhalten?
2. Haben Sie Schmerzen in Ihren Gelenken?
3. Haben Sie Vorerkrankungen? 

Behandlungsmöglichkeiten bei Schuppenflechte

Die Behandlung von Schuppenflechte wird in die lokale und die systemische Therapie unterteilt. Bei der lokalen Psoriasis-Therapie werden die Wirkstoffe lokal auf der Haut aufgetragen.

Bei mittelschweren bis schweren Formen der Schuppenflechte werden meist ergänzend noch Medikamente eingenommen oder gespritzt bzw. per Infusion verabreicht. Schuppenflechte geht unter die Haut, das heißt Psoriasis ist eine systemische Erkrankung, die in der Regel auch systemisch behandelt werden sollte. Systemische Medikamente wirken gegen die Entzündung, die für die Hautveränderungen verantwortlich sind. Zu diesen Medikamenten zählen die sogenann-ten Biologika. Sie greifen zielgerichtet ins Entzündungsgeschehen ein, blockieren ganz gezielt Abläufe des Immunsystems, dadurch kann sich die Haut im außen wieder erholen.

Gemeinsam mit deinem Arzt entscheidest du über die passende Therapiekombination. Wenn du merkst, dass sie nicht in deinen Alltag passt oder du keine Besserung siehst, dann sprich offen mit deinem Arzt. Oft gibt es Alternativen, die vielleicht besser für dich passen. Eine Therapie kann nur wirken, wenn sie auch regelmäßig und richtig angewendet wird und du dahinter stehst. Wenn du dich bei deinem aktuellen Arzt nicht gut aufgehoben fühlst, dann such dir einen anderen Spezialisten. Es geht um deine Haut und die muss regelmäßig angeschaut werden! Versteck dich nicht und gib Psoriasis damit keine Chance.

Durchhaltevermögen beweisen

Für Schuppenflechte gibt es kein Patentrezept. Aber die Hoffnung, das Problem könne sich „von selbst“ lösen, ist meist vergeblich. Also investiere bitte die notwendige Zeit und Ausdauer in die regelmäßige Durchführung deiner Therapie. Gib nicht auf, auch wenn du nicht sofort Erfolge siehst.

Die Dauer bis zur richtigen Diagnose und Therapie ist oft ein langer Weg. Versteck dich nicht und lass dich regelmäßig von einem kompetenten Arzt anschauen. Und vergiss nicht, du bist nicht alleine mit deiner Schuppenflechte.

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