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7 Minuten mit deinem Dermatologen

Erfahre hier, wie du das Beste aus einem kurzen Termin mit deinem Hautarzt herausholen kannst! Wie du mit ihm über deine Behandlungsziele und -optionen sprechen und ihn dabei unterstützen kannst, die Person hinter deiner Haut zu sehen.

In Österreich können wir aufgrund unseres Gesundheitssystems bei jeder Konsultation oft nur 7 Minuten mit unseren Dermatologen verbringen. Auf der ganzen Welt variiert diese Frist - in einigen Ländern mit mehr Zeit und in anderen weit weniger. Es kann schwierig sein, bei einem schnellen Termin so viel zu besprechen. Aber nach vielen Jahren, in denen ich 7 Minuten mit meinem Arzt verbracht hatte, möchte ich hier einige Möglichkeiten aufzeigen, wie ich einen Arzttermin optimal für mich nutzen kann.

Die Gründe für das Verschweigen sind vielseitig

Viele Patienten verschweigen ihrem Arzt medizinisch wichtige Informationen, welche aber notwendig wären, um dem Patienten die bestmögliche Therapie verschreiben zu können. Solche Informationen betreffen meist Themen zu Symptomatik, Lebensstil oder schlechter Ernährung.

Vielen Psoriasis-Betroffenen ist es peinlich, über Psoriasis an ihren intimsten Hautstellen zu sprechen, und verschweigen deshalb medizinisch relevante Informationen. Besonders diese Symptomatik muss der Arzt aber wissen, um die optimale Therapie für deine Psoriasis zu finden.

Häufig beschreiben Patienten den Grund des Verschweigens auch damit, dass sie keinen schlechten Eindruck hinterlassen oder gar als „schwieriger Fall“ gelten wollen. So will niemand wegen eines eventuell ungesunden Verhaltens verurteilt werden. Manchmal werden auch Erklärungen und Anweisungen des Arztes einfach nicht richtig verstanden. Warum aber fragen Patienten bei Unklarheiten nicht nach oder weisen auch einmal auf eine abweichende Meinung hin? Aus meiner Erfahrung nach haben viele Patienten Angst davor entweder geringgeschätzt oder belehrt zu werden.

Einige Psoriasis-Patienten erzählen mir immer wieder, dass sie die Hoffnung bereits aufgegeben hätten, eine für sie wirksame Therapie zu finden und daher nicht aktiv mit dem Arzt zusammenarbeiten. Mein Appell: Verlier niemals die Hoffnung, auch für deine Psoriasis gibt es eine passende und zielführende Behandlung, rede mit deinem Dermatologen darüber!

Baue eine gute Beziehung zu deinem Arzt auf!

Eine gute Beziehung zu deinem Arzt hilft dir, dich zu öffnen und dich wohl zu fühlen, sowie um ein umfassendes Bild über die Auswirkungen deiner Hautkrankheit zu erhalten. Scheue dich nicht, über Psoriasis in intimen Bereichen, über peinliche Situationen oder auch über deine Hoffnungen auf ein Leben ohne Psoriasis zu sprechen. Dies ist der Schlüssel, um sicherzustellen, dass dein Arzt den besten Managementplan für dich ausarbeiten kann.

Vertrau deinem Arzt!

Das Problematische am Verschweigen von medizinisch relevanten Informationen liegt darin, dass es im schlimmsten Fall zu Fehlbehandlungen führen kann. Erzähle daher deinem Arzt alles, was für eine richtige Diagnose und erfolgreiche Therapie deiner Erkrankung wichtig ist – zum Wohle deiner Gesundheit.

Wie so oft im Leben ist die Vorbereitung die halbe Miete

Bevor ich mich mit meinem Arzt treffe, finde ich es hilfreich, über die wichtigsten Dinge nachzudenken, die ich mit dem Termin erreichen möchte. Hierzu zählt unter anderem auch meine Erwartungshaltung bezüglich einer neuen Behandlung.

Erstelle dir vor dem Termin eine detaillierte Checkliste, die du dann bei deinem nächsten Arztbesuch mitnimmst. Um zu vermeiden, dass du bei beim Termin wichtige Informationen vergisst zu erwähnen, solltest du im Vorfeld all deine Informationen und Fragen zu Symptomen sowie Beschwerden aufschreiben. Dazu gehören auch Informationen zum aktuellen Lebensstil wie Ernährungsgewohnheiten und Sporteinheiten.

Für mich hat sich das Führen eines Patienten-Tagebuchs als besonders hilfreich erwiesen. In dieses Tagebuch schreibe ich täglich all meine Beschwerden sowie Symptome und bringe dieses zum Arzttermin mit. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein Arzt durch meine Aufzeichnungen etwaige medizinische Zusammenhänge besser und vor allem schneller erkennen konnte.

Eines sollte dir bewusst sein: Je mehr Informationen du deinem Arzt gibst, desto besser kann er auf dich und deine Symptome eingehen und eine für dich optimale Therapie, welche sich auch gut in deinen täglichen Ablauf einfügt, finden.

Wie du deinen Arzttermin zu deinem Vorteil nutzt

Auch wenn die Zeit knapp zu sein scheint, nimm dir die Zeit um die wichtigsten Punkte mitzuschreiben. Mein Tipp: Zeichne das Gespräch als Audiodatei mit dem Mobiltelefon auf, dann kannst du auch zu einem späteren Zeitpunkt immer wieder nachhören, wenn dir etwas unklar ist.

Wenn du zwischendurch Fragen hast, scheue dich nicht und frage sofort nach.

  • Verstehst du, was dein Arzt dir erklärt?
  • Verstehst du die Terminologie, also die Fachbegriffe, die der Arzt verwendet?
  • Ist das Ziel deiner Behandlung klar?

Unklare Antworten können zu Verwirrung führen und sollten am Besten sofort aus dem Weg geräumt werden. Wenn ich nach dem Termin noch Fragen habe, rufe ich beim Arzt nochmal an oder recherchiere selbst.

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Karin Hafner hautinfo.at
Karin Hafner

Das Leben mit einem ernsten Hautzustand hat mich vor vielen Dingen zurückschrecken lassen, einschließlich einer offenen Diskussion darüber, wie sehr dies mein emotionales Wohlbefinden und mein soziales Leben beeinflusst. Im Zuge meiner erfüllenden Arbeit mit meiner Patienten-Plattform Hautinfo.at fing ich an, mich meinem Arzt zu öffnen. Ich durfte feststellen, dass es möglich ist, mich in meiner eigenen Haut besser und freier zu fühlen. Und ich möchte, dass du auch dorthin kommst.
Karin Hafner, Gründerin hautinfo.at

Let me be Clear

Dieser Artikel ist im Zuge einer Kooperation für die internationale Kampagne "Let me be clear" des biopharmazeutischen Unternehmens AbbVie entstanden. Als Gründerin der Plattform hautinfo.at wurde ich von AbbVie eingeladen, die Plattform aktiv mitzugestalten. Die Kampagne let-me-be-clear.com ermutigt Schuppenflechte-Patienten, "Klartext" zu sprechen.

Mein Beitrag auf Englisch

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