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Redet offen über die Erkrankung!

Es ist eine Tatsache, dass die Haut eines Psoriatikers nicht normal funktioniert und dadurch die Lebensqualität stark einschränkt, aber bei Einhaltung bestimmter Regeln kann man auf Dauer ganz gut damit leben.

Spannung, Stress und Gereiztheit für die ganze Familie! Auch für die Angehörigen von Betroffenen einer Hautkrankheit ist die Welt nicht in Ordnung. Nicht zu wissen, was man tun kann und wie man am Besten helfen kann, ist sehr frustrierend. Viele Betroffene ziehen sich in einer akuten Phase komplett zurück und wollen oft nicht einmal die engsten Angehörigen an sich heranlassen. Damit kämpft nicht nur der Betroffene selbst mit seiner Hautkrankheit, normalerweise leidet die ganze Familie mit ihm.

Es bedeutet für den Partner beziehungsweise für die Eltern und die Geschwister immer eine große Belastung. Wenn man täglich das Leid seines angehörigen Betroffenen sieht, fühlt man sich der Situation oft völlig hilflos und ratlos ausgeliefert. Wenn sich die Beschwerden über mehrere Wochen hinziehen, wird der Betroffene immer gereizter und angespannter. Das Familienleben dreht sich in solch einer Zeit meist nur noch um das Befinden des Betroffenen, und Gefühle wie Besorgnis, Ratlosigkeit und Wut wechseln sich gegenseitig ab.

Der wirklich entscheidende Punkt im Umgang mit der Psoriasis ist, dass die Krankheit nicht zum Mittelpunkt des Familienlebens wird. Der Betroffene darf nie den Eindruck gewinnen, dass die Schuppenflechte den größten Teil seiner Persönlichkeit ausmacht und dass es ohne Krankheit nicht so wichtig wäre. Es hat sich in manchen Fällen sogar gezeigt, dass damit der Betroffene trotz der Schmerzen kein wirkliches Interesse an einem besseren Hautbild entwickelt und das hat sich natürlich nicht positiv auf den Verlauf der Psoriasis ausgewirkt. Jeder Mensch hat verschiedenste Talente und diesen sollte man besondere Aufmerksamkeit entgegenbringen. Es ist einfach wichtig, dass die Familie sehr offen mit dem Thema umgeht und man darüber auch spricht, aber eben nicht immer. Der Betroffene bekommt so reelle Chancen, mit der gesonderten Situation um seine Gesundheit leichter fertig zu werden und ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln.

Verständnis zeigen!

Verständnis zeigen für den Betroffenen ist selbstverständlich! Aber keine Sonderrollen einräumen, das könnte sich kontraproduktiv auswirken! Es ist klar, dass du als Angehöriger Verständnis für gewisse Umstände, welche die Krankheit verursachen, zeigst. Aber ein Zuviel an Entgegenkommen kann destruktiv sein, denn bestimmte „Sonderrollen“ werden vom Führen eines normalen Lebens abhalten.

Die Krankheit darf nicht als Vorwand für besondere Vorteile in der Familie genommen werden! Jeder Mensch braucht Zuwendung und es ist ganz selbstverständlich, dass man als Partner dazu geneigt ist, dem kranken Partner besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Aber es darf nicht über ein gesundes Maß hinausgehen. Ein Hautproblem darf keine Entschuldigung auf Dauer für Fehlverhalten, Faulheit, Gemeinheiten und Egoismus sein. Versuche, den Partner zum Reden zu bringen.

Wenn man gemeinsam über die Probleme durch die Krankheit spricht, werden diese an sich dadurch zwar nicht gelöst, aber die gesamte Familiensituation kann sich zum Positiven entwickeln. Zeige dein Mitgefühl, lass ihn aber zeitgleich wissen, dass dies für dich auch Kraft kostet. Ihr müsst versuchen, zum Wohle der gesamten Familie das Beste aus der Situation zu machen.

Es bringt wenig, wenn man dem Betroffenen sagt, dass es gar nicht so schlimm sei und er solle sich doch zusammen reißen. Solche Aussagen können einen Betroffenen besonders schmerzen. Für jemanden, der nicht mit einer kaputten Haut und diesem schrecklichen Juckreiz leben muss, ist dies schwer nachzuvollziehen. Aber grundsätzlich bist du auf dem richtigen Weg, der Betroffene sollte erkennen, dass keiner so genau hinschaut wie er selbst. Man ist zu sich selbst immer am kritischsten. du hilfst deinem betroffenen Partner am meisten, wenn du dessen Persönlichkeitsentwicklung unterstützt und Selbstvertrauen aufbaust.

Wer nach außen eine positive Ausstrahlung haben möchte, muss sich selbst erst nach innen hin so annehmen wie er ist, mit einer schönen, aber auch mit einer nicht so schönen Haut. Zu wissen, wo die Krankheit herkommt und dass niemand Schuld daran hat, kann Angehörige entlasten und die Situation zu Hause entspannen. Oft ist es hilfreich, Erfahrungen mit alltäglichen Konflikten, Therapieversuchen oder schwierigen Situationen mit Gleichgesinnten auszutauschen. Gerade in Phasen der Verzweiflung tut es gut, zu wissen, dass man nicht alleine mit dem Problem dasteht. Wie man „richtig“ damit umgeht, ist sicher individuell unterschiedlich und kann nicht verallgemeinert werden.

Wir wollen Angehörige dabei unterstützen, die Krankheit und den Betroffenen besser zu verstehen und damit die Situation für alle Beteiligten erleichtern.

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