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Psoriasis - Mehr als eine Hauterkrankung

Die Lebensqualität wird durch Schuppenflechte oft stark beeinträchtigt. Neben Schmerzen und dem hohen Aufwand für die tägliche Hautpflege können zusätzlich psychosomatisch orientierte Störungen auftreten. Unterstützend zur medikamentösen Behandlung kann eine psychosoziale Therapie helfen, mit der Erkrankung und den verbundenen Einschränkungen der Lebensqualität besser umzugehen und Selbstvertrauen aufzubauen.

Psoriasis ist eine der häufigsten chronisch-entzündlichen Hautkrankheiten. Diese Erkrankung ist nicht ansteckend, aber auch nicht heilbar. Die Ursache für diese Hautstörung ist eine Fehlsteuerung im Immunsystem, die zu einer beschleunigten Hauterneuerung führt. Jedoch ist Schuppenflechte mit passenden Therapiemethoden meist gut behandelbar.

Menschen mit Psoriasis fühlen sich in ihrer Haut oft unwohl, da die Symptome nach außen sichtbar sind. In Zeiten von makellosen Schönheitsidealen und Schönheits-OPs vor laufender Kamera werden Hautveränderungen gerne als Makel oder Ungepflegtheit abgetan. Die Medien zeigen uns täglich vor, wie man auszusehen hätte, um akzeptiert zu werden und Anerkennung zu erfahren. Damit spielt das äußere Erscheinungsbild für unser psychisches Wohlbefinden eine bedeutende Rolle.

Das sagt die Klinische Psychologin

Frau Dr. Eva Lehner-Baumgartner, Leiterin der Klinischen Psychologie im AKH Wien, erklärt: „Eine Hauterkrankung ist für den Patienten eine hohe emotionale Belastung. Man versteckt sich, um Kränkungen zu vermeiden und sich nicht jenen Dingen auszusetzen, die eine Kränkung mit sich bringen können. Das „Einbunkern“ beeinflusst wiederum die Psyche in negativer Hinsicht, wodurch die Hautproblematik verstärkt zum Vorschein kommt. Das führt zu einer Spirale nach unten, die auch wissenschaftlich gut begründet ist. Generell sollte sich die Behandlung auch an den emotionalen und psychischen Belastungen orientieren. Der objektive Befund und das subjektive Befinden des Patienten passen oft nicht zusammen, daher gilt es ein individuelles Behandlungskonzept (Arzt gemeinsam mit Patienten) zu erstellen. Es gibt kein Generalrezept, aber es gibt ein paar Grundtipps, die das Leben einfacher machen können.“
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Der Faktor Zeit Eine frühzeitige Diagnose und eine passende Behandlung können dazu führen, die Symptome langfristig in den Griff zu bekommen. Für Auskünfte und Informationen zu Diagnose sowie zu den verschiedenen Möglichkeiten der Therapien wende dich an einen spezialisierten Hautarzt. Hier findest du Psoriasis-Experten > Sobald die richtige Diagnose gestellt ist, kann auch eine psychische Behandlung ins Auge gefasst werden. Mit einer psychologischen Unterstützung wird die Grunderkrankung nicht geheilt, aber manche Schübe können gelindert werden. hautinfo.at Tipp: „Fordere die dir zustehende Unterstützung beim Arzt ein und hole dir psychologische Hilfe, wenn es nötig ist!“

Internationale Umfrage: Diskriminierung aufgrund von Schuppenflechte

Im Rahmen einer internationalen Patientenumfrage erhob das Meinungsforschungsinstitut GfK im Auftrag der Novartis AG die Auswirkungen der Hautkrankheit Schuppenflechte auf den Alltag, sowie welche Bedeutung eine fast oder vollständig erscheinungsfreie Haut für die Betroffenen hat. Weltweit wurden hierzu mehr als 8.300 an Psoriasis erkrankte Menschen befragt.

Diese Umfrage zeigt auf, dass bereits 87% der betroffenen Österreicher Diskriminierung und Demütigung wegen ihrer Hautkrankheit erfahren mussten. In vielen Fällen ist der Grund dafür mangelndes Wissen in der Öffentlichkeit, aber auch die Betroffenen selbst sind zum Teil wenig informiert.

Laut dieser Untersuchung sind österreichische Betroffene im internationalen Vergleich schlechter informiert und weisen einen größeren Wissensmangel in Bezug auf Psoriasis auf. So wussten zum Beispiel lediglich 15% der Befragten, was ein PASI-Score ist. Dabei handelt es sich um den Index, mit dem der Schweregrad der Erkrankung bestimmt wird. In dieser Umfrage gaben mehr als die Hälfte der Betroffenen an, schon mehrmals gefragt worden zu sein, ob die Krankheit ansteckend sei. Dieses und anderes Verhalten wie Anstarren in der Öffentlichkeit und Mobbing verstärken die Diskriminierung und das Unwohlsein in der Gesellschaft.

Psoriasis stellt nicht nur eine Einschränkung der Lebensqualität der Betroffenen dar, sondern beeinträchtigt auch deren Berufsleben. In Österreich sah sich knapp die Hälfte der Betroffenen im Berufsleben durch die Krankheit beeinträchtig und 26% der Befragten hatten in den letzten sechs Monaten deshalb mindestens einen arbeitsfreien Tag. Jeder zehnte Befragte gab an, dass er Angst um den Arbeitsplatz verspürt: Neben der hauptsächlichen Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, mussten einige ihren Job wegen der Psoriasis aufgeben.

In Bezug auf die Behandlung waren die Österreicher wiederum zufriedener als die Betroffenen in anderen Ländern. Die Symptome von Psoriasis (Hautrötungen und silbrige Schuppung) sind für Außenstehende gut sichtbar. Daher ist ein wesentliches Ziel für Patienten das Erlangen einer fast oder vollständig erscheinungsfreien Haut. Jedoch gaben 27% der Österreicher an, nicht mit ihrem Hautarzt darüber gesprochen zu haben und weitere 10 % fühlten sich dabei unwohl.

Das Fazit von Dr. Wolfgang Bonitz, Medical Director Novartis Österreich: „Die Ergebnisse zeigen, dass in Österreich Nachholbedarf besteht, vor allem im Hinblick auf besser informierte Patienten.“

Auf dem neuen Informationsportal www.zeighaut.at finden Interessierte neben Informationen über Psoriasis auch Leitfäden für die Vorbereitung auf das Arztgespräch sowie eine Liste der nächstgelegenen Hautärzte in Österreich.

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