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Haut zeigen mit Schuppenflechte

Aus Scham vor ihrer erkrankten Haut ziehen sich viele Psoriasis-Erkrankte vom gesellschaftlichen Leben zurück. Besonders in der warmen Jahreszeit, wo viel Haut gezeigt wird, beschneiden sich viele so selbst in ihrer Lebensfreude. Die psychischen Belastungen führen oft zu einem Kreislauf aus neuen intensiven Schüben und verstärkter Scham. Unterstützung und Informationen können helfen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

Schuppenflechte hat die Angewohnheit, zur unpassendsten Zeit in Schüben aufzutreten. Sie reagiert damit oft auf Stress, den wir in unserem Leben haben. Sei es ein Streit mit dem Partner, Probleme im Beruf oder gar ein Todesfall in der Familie. All das kann Krankheitsschübe auslösen und dazu führen, dass die Haut mit roten, schuppigen Hautstellen übersät ist, die dazu auch noch fürchterlich jucken. Dann, wenn man es am wenigsten braucht, ist der Juckreiz am stärksten und die entzündeten Stellen am offensichtlichsten. Im Sommer, wenn die Röcke und Ärmel kürzer werden, neigen dann viele Erkrankte dazu sich zu verstecken. Das muss nicht sein!

Tipps für einen schöneren Sommer mit Psoriasis

Gerade Schuppenflechte-Haut benötigt Sonne. Es wäre daher grundlegend falsch, die erkrankte Haut im Sommer permanent zu verstecken. UV-Strahlen wirken entzündungshemmend und können Symptome abmildern.

  • Solltest du bei einem akuten Schub Hemmungen haben, deinen Körper zu zeigen, dann kannst du dir z.B. ein abgelegenes Plätzchen am See suchen, dass nicht so stark frequentiert ist.
  • Achte auf Sonnenschutz: Creme deine Haut mit einem passenden Sonnenschutzmittel ein um einen Sonnenbrand zu verhindern.
  • Vorsicht bei Chlorwasser, das kann die Haut zusätzlich angreifen.
  • Nach dem Schwimmen wird duschen und sofortiges Eincremen mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme empfohlen.
  • Hautpflege im Sommer: Passe deine Pflege an die jeweilige Jahreszeit an. Im Sommer solltest du zu feuchtigkeitsspendenden Lotionen greifen, die mit Urea oder Milchsäure die Feuchtigkeit in der Haut binden kann. Im Winter braucht die Haut mehr Fett, da sie permanent den Wechsel zwischen kalter Außentemperatur und trockener Heizungsluft ausgleichen muss.
  • Richtige Kleidung: Um die Haut bei Hitze nicht zu reizen, solltest du auf Baumwolle oder Leinen in deiner Kleidung achten. Enge Oberteile oder Hosen aus Kunstfasern unbedingt vermeiden, denn das kann die Haut zusätzlich irritieren.
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Den Sommer genießen auch mit Schuppenflechte

Wenn die Psyche Hilfe braucht

Chronische Hauterkrankungen wie Psoriasis werden durch seelische Probleme verstärkt. Schuppenflechte wird von den Patienten als starke Belastung empfunden und kann damit den nächsten Schub einleiten oder diesen verstärken.

Insbesondere Kinder und Jugendliche leiden stark unter ihrer veränderten Haut. Sie werden oftmals gemobbt und es herrscht die Angst vor, dass man sich vor ihnen ekelt und sie wegen ihrer Haut ablehnt. Diese Stigmatisierung führt zu Scham. Werden die Patienten älter, hat die Schuppenflechte dann auch Auswirkungen auf die Partnerschaft und die Sexualität.

In der Konsequenz ziehen sich Menschen mit Hauterkrankungen oft zurück und führen ein isoliertes Leben. Sie vermeiden Menschenansammlungen und kündigen teilweise auch langjährige Freundschaften auf. Dabei braucht der Mensch soziale Kontakte und auch Berührungen. Sonst geht die Seele ein Stück weit kaputt. Durch den Rückzug aus der Gesellschaft vereinsamt der Mensch noch mehr, das führt wiederum zu seelischem Stress. Dadurch können sich die Symptome der Schuppenflechte weiter verstärken. Aus diesem Teufelskreis kommen viele Betroffene nicht alleine wieder raus.

Im ersten Schritt ist es wichtig, dass die Betroffenen offen mit ihrer Krankheit umgehen und aufklären. Es glauben noch viel zu viele Menschen, dass Schuppenflechte aufgrund von mangelnder Hygiene entsteht oder ansteckend wäre. Beides kann mit einem klaren NEIN! beantwortet werden.

Wenn du selber gut informiert bist, kannst du viel besser auf Beleidigungen oder Fragen eingehen. In Selbsthilfegruppen gibt es Leidensgenossen, die dir aus persönlicher Erfahrung Tipps und Tricks im Umgang mit der Krankheit geben können. Gemeinsam kann der Teufelskreis durchbrochen werden, denn du bist nicht alleine. Im Gegenteil: in den westlichen Industrienationen sind etwa 1,5 – 2 % der Bevölkerung von Schuppenflechte betroffen. Das macht alleine in Österreich ca. 250.000 Menschen.

Webtipp: skintolivein.at

Auf der digitalen Patienten-Plattform skintolivein.at findest du viele Informationen und praktische Tipps auf deinem Weg zu mehr Lebensqualität:

  • Spezialistensuche: Finde einen Hautarzt bzw. eine Hautärztin in deiner Nähe
  • Verständliche Checklisten für ein konstruktives Arztgespräch
  • Aktuelle Infos zu modernen Therapieformen
  • Hilfestellungen bei sozialrechtlichen und psychologischen Fragen
  • Kostenfreie telefonische sozialrechtliche und psychologische Beratung
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Typische Symptome bei Schuppenflechte

Bei Psoriasis sind einzelne Hautbereiche gegen die gesunde Haut deutlich abgegrenzt und stark gerötet, wobei auf der Hautoberfläche silbergraue Schuppen, die sogenannten Plaques, sichtbar sind. Dabei leiden viele Erkrankten an starkem Juckreiz. Dieser geht oft einher mit Hyper-Nervosität oder Konzentrationsschwäche.

Psoriasis tritt nicht bei jedem gleich stark auf. Es gibt Patienten, die haben lange beschwerdefreie Phasen. Bei anderen verschwinden die Krankheitszeichen sogar immer mal wieder für eine lange Periode. Um dem nächsten Ausbruch vorzubeugen, haben die Betroffenen im Laufe ihres Lebens eine Vielzahl von Maßnahmen perfektioniert. Viele haben gelernt, dass sie Stress vermeiden sollten, sie achten auf eine anti-entzündliche Ernährung, sie verzichten so weit als möglich auf Zigaretten und Alkohol und versuchen, ihr Normalgewicht zu halten.

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Typische Psorasis Plaques

Mehr als eine Hautkrankheit

Schuppenflechte kann auch tiefer gehen und z.B. die Gelenke betreffen. Diese entzündliche Gelenkserkrankung wird auch Psoriasis-Arthritis genannt. Davon sind meist Hände, Füße und die Wirbelsäule betroffen. Einzelne Gelenke oder auch der ganze Finger oder Zehen können dabei schmerzhaft anschwellen und in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sein. Normalerweise tritt eine Psoriasis-Arthritis begleitend zu einer Schuppenflechte auf, sie kann den Hautveränderungen aber auch vorangehen.

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Gefahr, an einer Psoriasis-Arthritis zu leiden deutlich höher ist, wenn der Erkrankte an Depressionen leidet. Es wird daher empfohlen, dass bei Psoriasis-Patienten immer die Gefahr einer depressiven Erkrankung beachtet wird. Eine frühzeitige psychologische Behandlung kann nicht nur die entzündliche Gelenkserkrankung vermeiden, auch die Lebensqualität der Patienten verbessert sich dadurch.

Sprich mit einem Dermatologen

Schuppenflechte ist noch nicht heilbar. Weltweit wird aber mit Hochdruck an der Autoimmunkrankheit geforscht. Mit heutzutage modernen Medikamenten lassen sich die typischen Beschwerden weitgehend lindern und phasenweise verschwinden sie sogar. Vor einem Gespräch mit deinem Arzt solltest du dich so gut wie möglich auf den Arztbesuch vorbereiten und ihm die Möglichkeit geben, dein individuelles Krankheitsbild genau einschätzen zu können. Frag bei deinem Arzt nach den verschiedenen Therapieoptionen und überlegt gemeinsam, welche Therapie für dich am besten geeignet ist. Du wirst die Therapie über einen langen Zeitraum anwenden, daher ist es wichtig, dass diese sich gut in deinem täglichen Ablauf einfügt und von dir auch angenommen wird.

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Psoriasis: Sprich mit einem Dermatologen

Behandlungsmöglichkeiten bei Psoriasis

Bei milder Psoriasis reicht oft die herkömmliche Behandlung mit topischen Salben mit medizinischen Wirkstoffen wie z.B. Cortison und UV-Lichttherapie aus.

Schuppenflechte geht unter die Haut, das heißt Psoriasis ist eine systemische Erkrankung. Bei mittelschweren bis schweren Formen werden daher meist zusätzlich noch Medikamente eingenommen oder gespritzt bzw. per Infusion verabreicht. Systemische Medikamente wirken „im System“ gegen die Entzündung, die für die Hautveränderungen verantwortlich sind. Zu diesen Medikamenten zählen die sogenannten Biologika. Sie greifen zielgerichtet ins Entzündungsgeschehen ein und blockieren ganz gezielt Abläufe des Immunsystems. Die Haut kann sich dann wieder erholen.

Auch während einer schubfreien Zeit solltest du immer eine gute und für dich abgestimmte Basispflege verwenden. Rückfettende Ölbäder, Duschöle oder fettreiche Cremes sollten durchgehend eingesetzt werden. Dazu können Cremes und Salben eingesetzt werden, die der Haut helfen, Feuchtigkeit zu speichern, gut geeignet sind da z.B. Cremes mit Salicylsäure oder Harnstoff.

Das Leben genießen

Auch wenn es in aktiven Schubzeiten vielleicht schwerfällt: Du solltest dein Leben genießen. Helfen kann dir dabei eine bewusst positive Einstellung.

  • Du bist nicht deine Hauterkrankung, sei dir deiner persönlichen Stärken bewusst und führe dir täglich vor Augen, was alles Gutes in deinem Leben ist.
  • Ändere dein Selbstbild und definiere dich nicht über die Hochglanzbilder in den Magazinen. Niemand ist perfekt, selbst die Models haben oftmals eine sehr schlechte Haut, da sie permanent geschminkt und wieder abgeschminkt werden müssen.
  • Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Stress einer der Auslöser von neuen Schüben ist. Schau daher auf dich und versuche dich so oft wie möglich zu entspannen. Sei es mit Meditation, autogenem Training, Yoga oder einfach nur langen Spaziergängen in der Natur.
  • Sei achtsam und liebevoll zu dir selber und hole dir Hilfe, wann immer du sie brauchst. Arbeite gemeinsam mit deinem Arzt an der für dich optimalen Therapie.

Und gibt nicht auf, wenn wieder einmal ein Medikament noch nicht die gewünschte Linderung erbracht hat. Es werden laufend neue Studien gemacht und neue Wirkstoffkombinationen erprobt. Auch für dich gibt es das eine Mittel, das genau für dich passt und es dir erlaubt, auch den Sommer symptomfrei zu erleben. Dann kannst du die Sonne und das Wasser am Strand oder im Schwimmbad genießen, das ärmellose Shirt tragen und dich mit Freunden zum Beachvolleyball treffen – kurz alles machen, wozu du Lust hast. Ohne, dass du dich dabei wegen deiner Haut unwohl fühlst.

Patient.Partner Infoline: Kostenfreie Beratung

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Bei der Patient.Partner Infoline erhältst du als Psoriasis-Patient kostenfreie sozialrechtliche und/oder psychologische Beratung. Die Infoline ist ein produktunabhängiger Service und bietet  Weiterleitung an erfahrene ExpertInnen sowie Vernetzung mit Patienten- und Selbsthilfegruppen. Die kostenfreie, telefonische Beratung ist für dich unter der Nummer 0800-203909 von Montag bis Donnerstag 9.00–16.00 Uhr und Freitag 09.00–13.00 Uhr erreichbar.

Weitere Informationen auf skintolivein.at

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