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Gesellschaftlicher Schönheitswahn

Wir lassen uns täglich blenden vom perfekten Aussehen der in Photoshop retuschierten Supermodels. Auch wenn wir wissen, das ein Computerprogramm nachgeholfen hat, fühlen wir uns schlechter und minderwertiger. Es steigt der innerliche Druck und das Verlangen, auch perfekt aussehen zu wollen. Jeder will schön sein und die Haut ist ein wesentlicher Faktor für „Schönheit“. Wenn man an einer Hauterkrankung leidet, ist der Druck verständlicherweise doppelt so groß.

An einem Hautproblem zu leiden ist dabei nach wie vor ein Tabuthema in der Öffentlichkeit und die überproportional steigende Anzahl an Betroffenen fühlt sich zunehmend alleine gelassen. Menschen mit einem Hautleiden fühlen sich oft unwohl in ihrer Haut. Einerseits spürt man Symptome wie Juckreiz und Schmerzen, wodurch es zu Einschränkungen der Lebensqualität kommt. Andererseits fühlt man sich stigmatisiert durch das eigene Aussehen und man schämt sich für die eigene Haut. Der psychische Stress in Zeiten von Perfektionismus und Schönheitswahn wird immer stärker.

Mehr als der Hautausschlag!

Bei einem Menschen mit einer Hauterkrankung geht es um mehr als der Ausschlag der nach außen sichtbar ist. Pickel, Ausschlag, juckende Ekzeme – und sich dann „schön fühlen“ und selbstbewusst auftreten? Die Medien zeigen uns täglich vor, wie man auszusehen hätte, um akzeptiert zu werden und Anerkennung zu erfahren. Eine Hautkrankheit hört nicht außen auf der Haut auf sondern belastet meist auch die Psyche. Häufig schämen sich Betroffene und ziehen sich vom gesellschaftlichen Leben zurück. Dies trägt klarweise nicht zu einem gesunden Selbstwertgefühl bei. Der psychische Stress ist für viele eine größere Belastung als schmerzende Haut oder Juckreiz. Die Voraussetzung für eine Linderung der Beschwerden ist eine positive Ausstrahlung und dass man sich selbst und sein Aussehen so annimmt, wie es ist. Das ist nicht einfach, aber wir wollen dir helfen langfristig besser mit deiner Haut im Einklang zu leben!

Das sagt die Hautinfo.at Gründerin

Karin Hafner hautinfo

Bis vor ein paar Jahren habe ich geglaubt, ich bin die einzige auf der Welt mit nicht so perfekter Haut. Man schämt sich für die eigene Haut, versucht diese zu verstecken, zieht sich zurück und fühlt sich oft damit alleine gelassen. In Zeiten von perfekten Schönheitsidealen und Schönheits-OPs vor laufender Kamera werden Hautveränderungen als Makel oder Ungepflegtheit abgetan! Das äußere Erscheinungsbild spielt für unser psychisches Wohlbefinden eine große Rolle. Ein Hautproblem ist nach außen sofort für Jedermann sichtbar und in der heutigen “perfekten“ Zeit ist das Bild nach „außen“ sehr wichtig, im privaten wie im beruflichen Umfeld. Schönheit und Attraktivität sind gleichbedeutend mit Akzeptanz und Anerkennung. Die gute Nachricht: Es gibt Wege raus aus diesem Teufelskreis! Karin Hafner, Hautinfo.at Gründerin

Schönheit fängt im Kopf an!

Die Voraussetzung für eine Linderung der Beschwerden ist eine positive Ausstrahlung und dass man sich selbst und sein Aussehen so annimmt, wie es ist. Du bist gut so wie du bist und du brauchst dich für nicht für deine Haut schämen.

Du bist nicht die Krankheit, aber sie ist ein Teil deines Lebens!
Natürlich fällt es oft sehr schwer, sich und seine Haut anzuerkennen. Besonders wenn diese einmal wieder wundgekratzt ist und die Hände und das Gesicht regelrecht „erblühen“. Aber wenn du es nicht tust, ist dies ein ständiger Kampf gegen dich selbst und das wiederum kann den Krankheitsverlauf nur negativ beeinflussen. Viele Betroffene mit Hautkrankheiten definieren sich ausschließlich über ihre Haut. Eine grundsätzlich positive Einstellung zum Leben und damit auch das Anerkennen der eigenen Haut sind der erste Schritt zu einer langfristig gesünderen Haut. Wenn du nach außen eine positive Ausstrahlung haben möchtest, solltest du dich selbst erst nach innen hin so annehmen wie du bist und deine Makel an der Haut akzeptieren - als Teil von DIR. Mache dir lieber deiner vieler positiven Eigenschaften bewusst - du bist auch mit einer weniger perfekten Haut ein sehr wertvoller Mensch!

Blicke richtig deuten!
Du hast wieder einmal das Gefühl, alle starren auf deine unschönen Flecken oder Pickel auf der Haut? Auch wenn es nervt, aber wenn die Leute etwas nicht kennen, schauen sie oft ganz automatisch hin. Mache dir bewusst, die meisten Leute meinen das nicht böse! Es ist nicht persönlich gegen dich gerichtet, also sei nicht allzu streng mit deiner Umwelt. Erzähle den Leute lieber, was es mit deiner Hauterkrankung auf sich hat und vor allem, dass diese auch nicht ansteckend ist. Du wirst sehen, damit wird es für dich besser. Dazu sind die meisten Menschen (zumindest in unseren Breiten) sind viel zu sehr mit ihrem eigenen Leben und ihren Unzulänglichkeiten beschäftigt, als sich Gedanken über deine Haut zu machen. Mache dir immer wieder bewusst, keiner sieht so genau hin wie Du selbst. Deine Familie und Freunde kennen dich und sehen deine Hautveränderung oft gar nicht mehr und fremden Menschen muss man es einfach erklären. Der kritischste Betrachter deines Spiegelbildes bist immer du selbst und du darfst lernen, an diesem Punkt umzudenken.

Hole dir psychische Unterstützung!
Du kannst lernen, die Hauterkrankung anzunehmen und besser in deinen Alltag zu integrieren. Wie gehe ich mit Verletzungen und Zurückweisung um? Wie begegne ich mir selbst und wie begegne ich anderen Menschen? Wie beeinflusst die Hauterkrankung meinen Selbstwert? Wie kann ich eine Restrukturierung meines Lebens schaffen? Fragen wie diese werden im Zuge einer psychischen Therapie beantwortet. Es ist aber klar, eine Lifestyle- bzw. Lebensveränderung braucht Geduld und passiert nicht von einem Tag zum anderen. Aber langfristig gesehen wird es dir und deiner Haut besser gehen, versprochen!

Verzichte durch die Erkrankung nicht auf alles, was im Leben Spaß macht!
Du findest eine Menge „Spezialtipps“ von unterschiedlichsten Stellen. Sei vorsichtig, wenn du Ratschläge bekommst für hundertprozentig striktes Einhalten von Wunder-Diäten inklusive kompletter Kasteiung und Verzicht auf alles, was Spaß macht. Man lebt nur einmal und durch ständigen Verzicht fühlt man sich erst recht wie ein Außenseiter der Gesellschaft. Diese psychische Belastung wirkt sich dann wieder negativ auf den allgemeinen Hautzustand aus.

Wer bestimmt eigentlich ob wir schön sind, oder überhaupt schön sein dürfen?

Wer gibt uns all‘ die Ideale vor, denen wir (angeblich) zu entsprechen haben? Und am wichtigsten, wer hat die Macht über uns und unser Selbstwertgefühl übernommen und ist in der Lage uns so zu verunsichern, nur weil wir den, von irgendwelchen Menschen definierten, Schönheitsbildern nicht entsprechen. Vielleicht will ich das ja auch gar nicht. Warum überhaupt muss ich jemandem anderen gefallen, so lange ich mir gefalle? Wir leben alle in einer Zeit der unendlichen Perfektion und leider auch Manipulation. Moderne technische Hilfsmittel machen es möglich uns zu verunsichern, weil wir von der Außenwelt tagtäglich suggeriert bekommen, wie perfekt andere sind. Aber…, bist du das wirklich? Habst du ein Topmodel schon mal ganz ohne Visagistin und Fotomontage im Hintergrund auf der Straße getroffen? Nein? Das glaube ich nicht… Ich glaube, du hast es einfach nur nicht erkannt.

Das sagt die Psychologin

Dr. Sabine Schneider Psychologin Haut Neurodermitis Psoriasis Salzburg Coaching

Ich könnte dir auch ein Foto von mir schicken auf dem ich wieder aussehen würde wie maximal Mitte 20, faltenfrei, sorgenfrei, wie das blühende Leben. Und du würdest es mir vielleicht sogar abnehmen, bis du mich persönlich kennen lernst und dir denken wirst, das Foto ist aber echt auch schon „drüber“. Haben wir das Not? Ich persönlich möchte gar keine Mitte 20 mehr sein. Auch, wenn ich nicht alle meine Falten mag. Trotzdem gehören sie zu mir und sind Teil meiner Geschichte. Hätte ich also weniger Falten, hätte ich auch weniger Lebenserfahrung. Und auf die möchte ich keinesfalls verzichten, weil genau diese Erfahrungen mich als Mensch ausmachen. Dr. Sabine Schneider, Psychologin in Salzburg

Zu dieser Lebenserfahrung gehört auch die Erkenntnis, dass es den „perfekten und fehlerfreien“ Menschen gar nicht gibt. Ganz im Gegenteil. Die Menschen, die uns das weiß machen wollen, sind im Normalfall so dermaßen oberflächlich, dass ich sie gar nicht in meinem Leben haben will. Also muss ich dir auch nicht gefallen! Mein persönlicher Grundsatz als Frau und Psychologin ist zudem der, dass wahre Schönheit von innen kommt. Wahre Schönheit widerspiegelt nämlich auch Charakterstärke, Selbstliebe und Empathie – sich selbst und anderen Gegenüber. Mit und ohne kleinen Schönheitsfehlern. Und wenn mich jemand als Mensch nicht zu schätzen weiß, nur weil ich dem einen oder anderen Schönheitsideal vielleicht nicht so entspreche, dann schlage ich vor, dass sich diese Person fortan am besten nur noch mit der Scheinwelt zufrieden gibt, die ihm / ihr von außen suggeriert wird. Diese Scheinwelt ist nämlich gleich oberflächlich wie die Person die sich von ihr blenden lässt. Und für oberflächliche Menschen habe ich in meinem Leben definitiv keinen Platz! Du…? Ich persönlich finde, dass jeder Mensch, der zu sich selbst und seinem Äußeren steht, das auch ausstrahlt. Und genau darum geht es. Um Ausstrahlung! Die kann einem nämlich kein einziges Computersystem und Fotomontagetool der Welt geben. Die hat man, oder eben nicht. Lerne dich selbst (wieder) anzunehmen, so wie du bist. Das wirst du auch ausstrahlen und alle anderen mit ihrer positiven Ausstrahlung anstecken. Und niemand mehr wird deine Schönheitsfehler sehen. Nicht einmal du selbst. Versprochen!

 

 

Videotipp: Den inneren Kritiker loslassen

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