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Psoriasis - Spiegel der Seele

Die Haut, unser größtes Organ, gilt oft als „Spiegel der Seele“. Die Salzburger Psychologin Frau Dr. Elisabeth Adleff erklärt, warum die Psyche bei der Entstehung und beim Verlauf von Schuppenflechte eine Rolle spielt. Fazit: Sehr interessant.

Für das Verständnis von menschlichen Erkrankungen generell erscheint es wesentlich, von der klassischen Sichtweise, die von Rene Descartes vor etwa 400 Jahren eingeführt wurde, abzurücken: Die Trennung von Körper und Psyche als zwei unabhängig voneinander existierende Entitäten ist ein Paradigma, welches in Zeiten von Psychoneuroimmunologie und Neuropsychotherapie längst obsolet ist: Der Mensch ist eine psychophysische Einheit! Insofern spielt in der Entstehung von Krankheiten immer der gesamte Organismus – also Körper, Geist und Psyche – eine Rolle!

Aus dieser Einheit heraus, entwickeln sich – abhängig von der Umwelt in der man sich bewegt – zeitweise oder dauerhaft dysfunktionale Zustände. Das heißt es tauchen Symptome auf. Manchmal ist der Schauplatz auf dem die Symptome ausgetragen werden die Psyche, häufiger ist es der Körper. Im Falle von Hauterkrankungen können wir Folgendes bemerken: Rein phänomenologisch betrachtet dient die Haut als Grenze zwischen dem eigenen Ich und der Umwelt, in der wir uns bewegen.

Psoriasis, Neurodermitis, Urtikaria und die damit einhergehenden Hautsymptome haben in der Regel etwas damit zu tun, wie wir in Hinblick auf unsere eigenen Grenzen organisiert sind: Sorgen wir auf psychischer Ebene - bewusst oder unbewusst - für eine gute Regulierung von Nähe und Abstand, so sind wir diesbezüglich in einem guten Gleichgewicht. Gibt es eine Schieflage, so beginnt sich die Psyche mehr und mehr über den Körper auszudrücken, und dieser stellt Symptome bereit, um auf diese Schieflage hinzuweisen.

Viele Menschen mit Psoriasis leiden unter der gesellschaftlichen Stigmatisierung durch die nach außen sichtbaren Symptome an der Haut. 

Schuppenflechte-Patienten können ein besseres Körperbewusstsein sowie Selbstbewusstsein erlernen, um von außen weniger angreifbar zu sein und dadurch ihr psychisches Gleichgewicht zu halten. Es kommt sehr stark darauf an, welche inneren Haltung und welche Einstellung der/die Betroffene hat: Stigmatisierung beginnt zunächst im Kopf. Und zwar im eigenen: Hier fangen wir an uns selbst auszugrenzen, uns selbst zu begrenzen. Was hilft ist das bewusste Herausarbeiten dieser Glaubenssätze, die oftmals ihren Ursprung sehr früh in unserer Biografie haben! Erst wenn wir bereit sind diese alten Überzeugungen „wie wir zu sein haben“ über Bord zu werfen, werden wir auch entsprechende gute soziale Erfahrungen machen können. Und das trotz oder obwohl Hauterkrankung!

Die Schuppenflechte Behandlung sowie das Erlernen eines psychischen Gleichgewichtes erfordert vom Patienten viel Geduld und Durchhaltevermögen. Aus psychologischer Sicht haben wir alle Anteile in uns, die wir ablehnen, die wir abwerten und verurteilen. Und die wir am liebsten möglichst schnell wieder loswerden wollen. Wie z.B. eben die Symptome von Psoriasis. Der dahinter liegende psychische Prozess, der die damit verbundenen Abwertungsstrategien am Laufen hält, erfordert täglich sehr viel Kraft und bindet Energien. Wir verbrauchen also Kräfte, um uns etwas – im wahrsten Sinn des Wortes – vom Leib zu halten.

Dabei ist den Betroffenen häufig nicht bewusst, dass das genaue Gegenteil angesagt ist: Uns mit den Anteilen, die wir nicht mögen, die wir am liebsten loswerden wollen, die wir ablehnen auf freundliche Art und Weise in Kontakt zu bringen. Sicher eine Herausforderung! Darum macht es Sinn sich bei diesem Prozess professionell und kompetent von psychologischen oder psychotherapeutischen Fachleuten begleiten zu lassen!

Die hautinfo.at Expertin: Dr. Elisabeth Adleff

Das Leben ist wie eine Busfahrt: Warten, einsteigen, manchmal keinen Fahrschein besitzen und es trotzdem riskieren. Ungeschoren davon kommen oder dafür die Rechnung bezahlen. Aussteigen, die Linie wechseln, neue Eindrücke sammeln. Und irgendwann dort sein, wo man möglicherweise noch nie gewesen ist … Wer das Glück sucht, kommt viel herum! Auch hinein in das eigene Ich. Ich lenke für Sie nicht den Bus, helfe Ihnen aber aus manch verfahrener Situation. Wenn Sie sich die Welt nicht mehr erklären können. Wenn irgendetwas im Hirn oder dem Bauch sagt: “Schluss jetzt!”. Wenn dem “Ich könnte eigentlich und müsste” nichts mehr folgt, dann sollten wir uns kennenlernen.
Dr. Elisabeth Adleff – Psychologin, Psychotherapeutin und Coach in Salzburg
Kontakt und Terminvereinbarung: 
Höglwörthweg 82 A, 5020 Salzburg-Gneis 
telefonisch unter +43 664 1718116 
E-Mail: office(at)neuro-psychotherapie.at

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