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Auslöser von Juckreiz

Wenn die Haut juckt, gibt es dafür einen vorangegangenen Auslöser und die Nerven gaben dem Hirn das Signal "Kratzen". Was ist der Juck-Kratz-Juck-Kratz-Kreislauf und was sind eigentlich die Ursachen und Auslöser für Juckreiz?

Der Juckreiz kann einen in den Wahnsinn treiben! Juckreiz und das daraus resultierende, zwanghafte Kratzen ist oft schlimmer zu ertragen wie die eigentliche Hauterkrankung. Er raubt den Schlaf und entfacht einen Teufelskreis: Denn die Haut wird durch die Kratzattacken blutig geschoren, die offenen Stellen entzünden sich und heizen den Juckreiz noch mehr an. Dennoch entkommt man dem Kratzen kaum und folgt dem unwiderstehlichen Drang. 

Der Juckreiz ist als ein Alarmsignal der Haut auf eine geänderte äußere oder innere Situation zu erklären. Er kann durch verschiedene mechanische, physikalische und chemische Einflüsse verursacht werden. Eigentlich handelt es sich um eine Missempfindung, die das Verlangen nach Kratzen auslöst. Der Juckreiz verleitet zum Kratzen der betroffenen Stellen und kurzzeitig stellt sich auch eine Linderung des Juckreizes ein, aber die Haut wird immer stärker gereizt. Es ist keine Seltenheit, dass der Betroffener solange kratzt, bis die Haut an der gekratzten Stelle blutig ist und der Schmerz den furchtbaren Juckreiz überlagert. Damit beginnt ein fataler "Juck-Kratz-Juck-Kratz-Kreislauf.

Juck-Kratz-Juck-Kratz“-Kreislauf

  • Je mehr man kratzt, desto stärker wird der Juckreiz!
  • Die Hautbarriere wird weiter zerstört und wird anfälliger für diverse Infektionen, da sich Bakterien, Viren und sonstige Mikroorganismen auf der kaputten Haut sehr wohlfühlen.
  • Oftmals lässt der Juckreiz auch in der Nacht nicht nach und stiehlt somit den Betroffenen besonders in einer Schubphase den notwendigen Erholungsschlaf. Es wird auch unbewusst während des Schlafs gekratzt. Dies ist wie ein natürlicher Reflex, der willentlich kaum zu bezwingen ist.
  • Die psychische Belastung beim Betroffenen steigt. Man ärgert sich über die Tatsache, dass man nicht die nötige Willensstärke besitzt, um nicht zu kratzen. Nach jeder Kratzattacke nimmt man sich fest vor, dass man sich beim nächsten Juckreiz zusammenreißen wird und meist endet es doch wieder mit dem nächsten Kratzanfall. Und damit wird die Psyche des Betroffenen nochmals weiter beleidigt.
  • Die Menschen in der direkten Umgebung können sich nicht vorstellen in welchem Teufelskreis man sich befindet und Aussagen wie „das kann ja nicht so schwierig sein sich zu beherrschen“ bringen einen Betroffenen nicht wirklich weiter in seinem Kampf.

Das Juckreiz-Gedächtnis

Neben einem Schmerz-Gedächtnis gibt es ein Juckreiz-Gedächtnis, welches dich mit jedem neuen Juckreizattacke den Juckreiz als stärker empfinden lässt. Das große Problem ist, dass mit dem automatischen Aufkratzen der Haut das Muster Jucken-Kratzen sich im Gehirn einbrennt und damit mit der Zeit das automatische Kratzen zu einer festen Gewohnheit im Alltag wird. Aber damit schaden wir unserer schon geschädigten Haut nur noch weiter und geben ihr eigentlich gar keine Chance auf ein Abheilen. Daher gilt: du musst versuchen, nicht einfach darauf los zu kratzen, wenn es zu jucken beginnt! Denn mit der Zeit wird das automatische Kratzen zu einer festen Gewohnheit im Alltag und diese Gewohnheit wieder wegzubringen ist sehr schwierig.

Trockene bis sehr trockene Haut

Trockene Haut ist ein Hauptfaktor bei der Neurodermitis und Psoriasis. Durch eine gestörte Hautbarriere und die daraus resultierende verminderte Talgproduktion kann die Haut kein Eigenfett speichern und fühlt sich ständig "trocken" an. Durch das laufende "Nachschmieren" wird die Haut aber oftmals noch trockener, da sie es komplett verlernt, selbst Talg zu produzieren. Durch die gestörte Hautbarriere gibt es keine Abwehrfunktion und Fremdkörper können leicht in die Haut eindringen, sich entzünden und Juckreiz auslösen. Die tägliche Hautpflege gilt als das Um und Auf in der Behandlung einer trockenen Haut.

Kleidung

Kleidung aus Materialen wie Wolle und Synthetik können die Haut reizen und sollten daher unbedingt vermieden werden. Auch zu eng anliegende Kleidungsstücke können Juckreiz auslösen und sollten aus dem Kleiderschrank verbannt werden. Textilien des täglichen Lebens werden vorwiegend in den Billiglohnländern in Asien hergestellt und die Kontrollen entsprechen nicht den europäischen Standards. Es werden künstliche Farbstoffe und Materialen verwendet, welche die besonders empfindliche Haut stark reizen können.

Schwitzen

Bei vielen Betroffenen wird Juckreiz durch stärkeres Schwitzen ausgelöst. Vor allem in den oft von Hautausschlägen betroffenen Hautstellen wie Arm- und Ellbeugen, Kniekehlen, Hals und Augen schwitzt man oft besonders stark und dort tritt dann der Juckreiz auch als erstes auf. Daher können einige Betroffene nur bestimmte Sportarten ausüben, die nicht so stark zum Schwitzen anregen.

Allergien

Wenn du an einer (oder mehreren) Allergien leidest, kann schon ein flüchtiger Kontakt mit dem Allergen zu einem Juckreiz führen. Daher ist es wichtig, dass du deine Allergien kennst, um diese vermeiden zu können. Es gibt verschiedene Allergietests, die deine Allergien bestimmen können. Tipp! Eine Allergieambulanz in deiner Nähe kann dir hier weiterhelfen. hautinfo.at Tipp: allergycare.at >

Histaminhaltige Lebensmittel

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Histamin ist ein Botenstoff, das einerseits vom Körper selbst produziert wird und andererseits in Form von bestimmten Nahrungsmitteln in den Körper gelangt. Entsteht im Körper ein Histamin-Überschuss, kommt es zu einer Überreaktion und der Körper reagiert mit Juckreiz, Hautausschlägen, Kopfschmerzen, Atembeschwerden, Übelkeit oder Durchfall. Du kannst deine Juckreizattacken sicher in den Griff bekommen, indem du histaminhaltige Nahrungsmitteln in Zukunft von deinem Speiseplan reduzierst.

besonders histaminhaltige Nahrungsmittel:

  • Sekt, Wein, Liköre, Bier
  • Käse
  • Rohwurst, Salami, Dosenwurst
  • Nüsse: vor allem Haselnüsse
  • bestimmte Gemüsesorten wie Sauerkraut, Aubergine, Spinat, Avocado Tomaten
  • Tomatenmark, Ketchup
  • bestimmte Obstsorten wie Erdbeeren, Kiwis sowie Zitrusfrüchte aller Art
  • Produkte aus Germteig
  • Dosenfisch, geräucherter Fisch
  • Schokolade
  • Emulgatoren, Geschmacksverstärker und Süßstoff

Alkohol- und Nikotingenuss

Es ist nichts Neues, dass übermäßiger Alkohol- und Nikotingenuss auch für Menschen ohne Hautkrankheit nicht gesund ist. Menschen mit einer Neurodermitis oder Psoriasis sollten sich weitestgehend von diesem Genuss fernhalten, da sowohl Alkohol als auch Nikotin sich negativ auf das Immunsystem auswirken und den Juckreiz regelmässig anheizen.

Medikamente

Bestimmte Medikamente wie zum Beispiel Antibiotika, Anti-Baby-Pille oder Aspirin können den Juckreiz ebenfalls stark anheizen. Wenn Dir Dein Arzt ein Medikament verschreiben möchte, frage sicherheitshalber nach, ob dieses Medikament einen stärkeren Juckreiz verursachen kann.

Kontakt mit chemischen Mitteln

Aggressive chemische Mittel können Juckreiz anheizen und sollten damit weitestgehend vermieden werden. Vorsicht ist in jedem Fall geboten bei Kontakt mit/Verwendung von folgenden Substanzen:

  • Weichspüler/Waschmittel
  • Reinigungsmittel
  • diverse Farben
  • Seifenlösungen
  • Spül- und Putzmittel
  • Haarfärbemittel
  • Lösungsmittel wie Alkohol, Benzin, Aceton
  • Berufliche Reizfaktoren entstehen durch Berührung von diversen Stoffen, Staub, Sand, Papier, Dauerwellenmittel, Haarfärbemittel, Lösungsmittel, aber auch durch zu viel Wasserkontakt

Stress und psychischer Druck

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Ein sehr bedeutender Triggerfaktor für Juckreiz ist negativer beruflicher oder privater Stress. Wenn der psychische Druck steigt, wirkt sich dies meist mit innerer Unruhe und Nervosität aus, damit werden meist auch die Juckreizattacken wieder stärker. Wenn du dann zusätzlich damit kämpfst, dass andere dich wegen deiner Krankheit oder wegen deiner Kratzattacken meiden, dann führt dies zu einem Anstieg des psychischen Stress und der Juckreiz verstärkt sich nochmals. Versuche negativen Stress zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren. Es gibt viele Entspannungstechniken, die dir wirklich helfen können, dass du in einer akuten Juckattacke nicht zu kratzen beginnst. Denn wenn du mal begonnen hast, steckst du schon mitten im Teufelskreis. Für welche Entspannungstechnik du dich entscheidest, hängt von deinem Typ und von deinen Interessen ab.

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