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Effiziente Hautreinigung bei Psoriasis

Wie Schuppenflechte Patienten die Haut am besten reinigen

Die richtige Hautreinigung legt den Grundstein für die wirkungsvolle Behandlung von Schuppenflechte (Psoriasis). Für die tägliche Reinigung und Pflege gibt es einiges zu beachten. Wir zeigen dir, wie du richtiges badest und welche Hausmittel deiner Haut helfen können.

Psoriatiker kennen es nur zu gut: die Blicke ihrer Mitmenschen, wenn die Schuppenflechte sichtbar ist. Oftmals wird dann unterstellt, dass eine mangelhafte Hygiene für die Hautveränderungen verantwortlich ist. Dies ist ein weitverbreitetes Unwissen. Dabei wird Psoriasis nicht durch eine schlechte Hygiene, sondern durch eine genetische Veranlagung hervorgerufen. Gerade Psoriasis-Patienten achten besonders darauf, ihre Haut kontinuierlich zu reinigen und zu pflegen.

Typische Symptome der Psoriasis-Haut

Bei Schuppenflechte sind einzelne Hautareale gegen die gesunde Haut scharf abgegrenzt und stark gerötet, wobei auf der Hautoberfläche silbergraue Schuppen, die sogenannten Plaques, sichtbar sind. Dazu tritt bei manchen Betroffenen ein starker Juckreiz auf. Dieser geht oft einher mit Konzentrationsschwäche oder Hyper-Nervosität, beides Anzeichen nach außen für starken Juckreiz.

Schuppenflechte tritt nicht bei jedem gleich stark auf. Es gibt Patienten, die haben lange beschwerdefreie Phasen. Bei anderen verschwinden die Krankheitszeichen sogar immer mal wieder für sehr lange Zeit.

Um dem nächsten Ausbruch vorzubeugen haben die Betroffenen im Laufe ihres Lebens eine Vielzahl von Fähigkeiten aufgebaut. Viele haben gelernt, dass sie Stress vermeiden sollten, sie achten auf eine antientzündliche Ernährung, sie verzichten so weit als möglich auf Alkohol und Zigaretten und streben ein Normalgewicht an.

Ein wichtiger Baustein für das Leben mit Schuppenflechte ist die richtige Hautpflege - und hierzu zählt die Hautreinigung. Denn so lassen sich die nächsten Psoriasis-Schübe rauszögern.

Die richtige Hautreinigung bei Schuppenflechte

Bei Menschen mit Schuppenflechte reagiert die Haut besonders empfindlich und wird leichter spröde, trocken und rissig. Ungeeignete Reinigungs- und Pflegemittel verstärken diese Neigung.

Kontinuierliche Reinigung mit feuchtigkeitsspendenden Produkten

Um der Haut die richtige Pflege zukommen zu lassen, braucht es eine kontinuierliche Reinigung – auch in schubfreien Zeiten. Empfohlen werden feuchtigkeitsspendende und beruhigende Produkte. Anstatt Seife solltest du besser ein Syndet (ein synthetisches Reinigungsmittel) mit rückfettenden Eigenschaften wählen.

Seife strapaziert selbst gesunde Haut

um den natürlichen Säureschutzmantel nach der Reinigung wiederaufzubauen, braucht die Haut zwischen 30 Min. bis hin zu 3 Stunden bei einer vorgeschädigten Haut. In dieser Zeit ist die Haut Reizstoffen, Krankheitserregern und Bakte-rien ausgeliefert und trocknet aus.

Test den Härtegrad deines Wassers

Wir alle nutzen Leitungswasser zum Waschen. In vielen Gegenden in Europa sprudelt recht hartes Wasser aus der Badezimmerarmatur. Ab 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter im Wasser, spricht man von hartem Wasser. Hartes Wasser kann dazu führen, dass der hohe Anteil von Kalk und evtl. Chlor zu einer weiteren Reizung der Haut führt. Dein örtliches Wasserwerk kann dir sagen, welchen Härtegrad dein Wasser hat. Entkalkungsanlagen können helfen!

Wenn normale Seife mit diesem Wasser verwendet wird, kann es zu sogenannten Kalkseifen kommen. Kalkseifen sind in Wasser schwer lösliche Calcium- oder Magnesium-Salze, welche die Waschwirkung verringern. Für die Produktion von Syndets werden ersatzweise waschaktive Substanzen genommen, die nicht verflocken oder zu schlechter Waschwirkung führen.

Richtige Verwendung von Reinigungsprodukten

Egal, zu welchem Reinigungsprodukt du auch greifst, geht damit sparsam um und verwende ausschließlich lauwarmes Wasser. Damit verhinderst du, dass die Haut nicht austrocknet und der Säuremantel der Haut erhalten bleibt. Trockne nach der Reinigung den Körper nur vorsichtig trocken, auf gar keinen Fall sollte die Haut hart abgerubbelt werden. Auch wenn vielleicht die Versuchung groß ist, dadurch die Schuppen gleich mit abzureiben.

richtiges Baden und Duschen Neurodermitis Psoriasis
Richtiges Baden unterstützt die Behandlung bei Psorasis

Bäder: was du beachten solltest

Generell sollten Menschen mit Hauterkrankungen heiße Duschen und Bäder vermeiden. Aber ein Bad ist mehr als nur eine Reinigungsform, es ist auch immer Balsam für die Seele. Gute Badezusätze können helfen den Juckreiz zu lindern, die Abheilung der Entzündung zu fördern und der trockenen Haut das Spannungs- und Trockenheitsgefühl zu nehmen. Es gilt aber einige Regeln zu beachten.

Wichtige Baderegeln bei Schuppenflechte

  • Max. einmal in der Woche ein Vollbad bei max. 35°C
  • Max. Badedauer von 15 bis 20 Minuten, sonst trocknet die Haut aus
  • Finger weg von Waschlappen oder Luffaschwämmen, die können die Haut zusätzlich reizen
  • ausschließliche Verwendung von Spezialshampoos für die Kopfreinigung
  • keine Seifen verwenden, nur im Ausnahmefall (wenn sich der Schmutz mit klarem Wasser nicht entfernen lässt und dann eher ein Syndet)
  • keine parfümierten Schaumbäder, diese wirken zu aggressiv auf deiner Problemhaut
  • danach vorsichtig abtrocknen (nicht abrubbeln) und sofort gut eincremen. Anstelle von Creme kannst du auf die noch feuchte Haut ein hochwertiges Öl, z.B. Mandelöl, zur Hautpflege auftragen und einmassieren
  • Spezialbadezusätze können der Haut zusätzlich Feuchtigkeit und Pflege zuführen

Wirksame Badezusätze bei Psoriasis

Tägliche, heiße Bäder werden, wie bereits gesagt, bei Schuppenflechte nicht empfohlen. Möchtest du aber trotzdem nicht darauf verzichten, dann können bestimmte Badezusätze sowie Natur- und Hausmittel in der Wanne deiner Haut Feuchtigkeit und Pflege zukommen lassen.

Basenbad entschlackt den Körper

Ein Basenbad entspannt, lindert Hautreizungen und kann bei leichten Formen von Schuppenflechte das Hautbild verbessern. Der Mix aus basischen Mineralsalzen, Stein- und Meersalz hilft dabei, über-schüssige Säuren aus dem Körper zu schwemmen und den Säure-Basen-Haushalt in Balance zu halten. Dabei wird die Haut bis in die kleinste Pore gereinigt. Nach einem Basenbad fühlt die Haut straffer an und ist besser durchfeuchtet. Sprich vorher mit deinem Hautarzt, ob diese Form des Bades für dich geeignet ist. Da dafür eine hohe Badetemperatur empfohlen ist und auch die Dauer von der empfohlenen Maximaldauer abweicht, kann es darüber hinaus z.B. bei Bluthochdruck zu gesundheitlichen Beschwerden kommen.

Anwendungsempfehlung für ein Basenbad:

  • maximal ein Bad pro Woche
  • das Badewasser sollte sehr heiß sein (mindestens 37 Grad) um den Stoffwechsel anzukurbeln
  • die Badedauer sollte 20 bis 30 Minuten sein
  • ca. 3 EL Basenbadpulver (erhältlich in Apotheke oder Drogeriemarkt)

Bittersalzbad

Eine Variante des Basenbades ist das Bittersalzbad. Das Magnesium im Bittersalz hilft Schwellungen zu verringern, es sorgt für einen ausgeglichenen Feuchtigkeitsgehalt, es beschleunigt den Heilungsprozess und beruhigt auch das Nervensystem. Dazu soll es die Entgiftung und Entschlackung des Körpers anregen. Für ein Bittersalz-Bad gibt man etwa zwei Tassen Bittersalz und zusätzlich ein natürliches Öl wie Olivenöl oder Kokosöl ins Badewasser und entspannt darin für ca. 15 bis 20 Minuten.

Hafermehlbad

Dieser Badezusatz besteht aus 100% kolloidalem Hafermehl, wirkt besonders juckreizlindernd und beruhigt die entzündliche Haut. Die Haut wird sanft gereinigt und keine zusätzlichen Seifenprodukte sind notwendig. Das Hafermehl wird in das warme Badewasser gegeben und löst sich von selbst auf. Auch wird eine Badezeit von max. 20 Min. empfohlen.

Der Klassiker: Totes Meer Badesalz

Schuppen können sich nach einem Bad in Meersalz besser lösen. Das macht einen Aufenthalt am Toten Meer so beliebt. Die Inhaltsstoffe dieses Salzes enthalten wichtige Mineralien und sind völlig frei von künstlichen Zusatzstoffen. Das Salz entzieht der Haut Wasser, ohne sie dabei auszutrocknen. Danach fühlt sie sich gestrafft an und der Juckreiz lässt meist nach.

Anwendungsempfehlung für ein Totes Meer Bad:

  • 1 kg Totes Meer Badesalz in der Wanne auflösen
  • maximal zweimal die Woche ein Vollbad
  • max. 20 Minuten Badedauer bei ca. 35 Grad - um die Haut geschmeidiger zu machen, kannst du zusätzlich dieses Bad mit zum Beispiel Olivenöl oder Buttermilch anreichern
  • als Abschluss die Haut gut eincremen
  • mindestens eine halbe Stunde ruhen

Mavena Bade- und Duschöl bei geröteter, juckender und trockener Haut

Mavena Bade- und Duschöl Psorasis Neurodermitis
Mavena Bade- und Duschöl

Das Mavena Bade- und Duschöl kann bei Psoriasis, Waschekzemen, Kontaktekzemen, und Altersjuckreiz  eingesetzt werden. Kurz: Bei Hautkrankheiten, die mit einer leicht entzündeten, unangenehm spannenden, geröteten, juckenden und trockenen Haut einhergehen. Dieses Produkt enthält Glycine Sojaöl mit mehr als 50% ungesättigten Omega-Fettsäuren, die auf natürliche Weise der Haut Feuchtigkeit zuführen und den Lipidmantel wiederherstellen. Eine Anwendung etwa alle zwei bis drei Tage bringt die beste Wirkung. Das Mavena Bade- und Duschöl kommt ohne den Einsatz von Kornblütlern, Parabenen und Duftstoffen aus und ist deshalb unter anderem auch als Baby-Bad für Säuglinge ab einem Alter von vier Wochen geeignet.

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Medizinische Ölbäder: Rückfettung trockener Haut

Ölbäder bewirken eine Rückfettung der Haut. Die Haut wird bei einem warmen rückfettenden Ölbad gut durchblutet, die Poren öffnen sich und so kann die Feuchtigkeit besser in die Haut einziehen. Das lindert den Juckreiz und führt zu einer deutlichen Verbesserung des Hautzustandes. Es gibt eine große Auswahl an medizinischen Badezusätze aus der Apotheke. Du kannst aber auch einfach einige Tropfen Mandelöl, Lavendelöl oder Olivenöl dem Badewasser zusetzen. Ein Bad mit dem Lieblingsgeruch entspannt dazu noch und tut der Seele gut. Auch hier gilt die Regel, dass diese Bäder nicht zu oft, nicht zu lang und vor allem nicht zu heiß genossen werden sollen.

Altbewährtes Hausmittel bei Psoriasis: Schwarzer Tee

Schwarzer Tee enthält einen natürlichen Gerbstoff, der dafür sorgt, dass sich die Poren zusammenziehen. Die adstringierende Wirkung führt zu einem Rückgang der Entzündung und lindert den Juckreiz. Diese Variante ist eher für ein Teilbad geeignet, da der schwarze Tee stark verfärbt. Dafür mindestens 10 Teebeutel mit einem Liter kochend heißem Wasser überbrühen und für 10 Minuten ziehen lassen. Dann dem Badewasser zuführen.

Sitzbad mit Stiefmütterchenkraut bei Psoriasis an Beinen oder am Gesäß

Das Heilkraut wirkt antientzündlich, antioxidativ und coritisonähnlich. Ursprünglich empfohlen als Sitzbad bei Hauterkrankungen und Schuppenbildungen an Beinen oder dem Gesäßbereich, kann es aber auch als Vollbad probiert werden. Dazu werden ca. 10 gr. Stiefmütterchenkraut aus der Apotheke mit ca. 2 Liter heißem Wasser vermischt. Nach ca. 15 Minuten abseihen und dann dem Badewasser zugeben. Auch dieses Sitzbad nicht öfter als 1 x Woche für ca. 20 Minuten anwenden.

Richtiges Abschuppen: Übergang von Reinigung zu Pflege

Damit im nächsten Pflegeschritt die medizinischen Inhaltsstoffe der Psoriasis-Cremes in die Haut eindringen können, müssen die Schuppen vorab von der Haut entfernt werden. Das Entfernen der Schuppen stellt den letzten Reinigungsschritt vor dem Auftragen der Pflegeprodukte dar. Für die Schuppenentfernung gibt es eine Vielzahl von Produkten mit medizinischen Wirkstoffen wie Harn-stoff/Urea oder Salicylsäure. Sanfter, aber dafür nicht so schnell wirksam, sind kosmetische Mittel.

Mehr Infos zum richtigen Abschuppen

Nach der Reinigung beginnt die Hautpflege

Nach der sanften Reinigung steht die Hautpflege an. Denn egal wie sanft die Reinigung war, sie hat der Haut auf jeden Fall Feuchtigkeit und Fett entzogen. Dafür eignen sich dann Cremes oder Salben, die z.B. feuchtigkeitsbindenden Harnstoff enthalten. Mit einer hautschonenden Reinigung bereitest du deine Haut gut für das nächste Pflegeprogramm vor. Und kannst so den nächsten Schub hoffentlich noch etwas herauszögern.

Wen trifft Schuppenflechte?

Den ersten Kontakt mit den typischen Flecken auf der Haut haben die meisten Betroffenen zwischen dem 15. und dem 30. Lebensjahr. Sie leiden damit an Typ-1 oder dem sogenannten Frühtyp der Schuppenflechte. Lediglich ca. 30% der Betroffenen sind an Typ-2 erkrankt, auch Spättyp der Schuppenflechte genannt. Diese tritt erstmalig nach dem 40. Lebensjahr auf, mit einem Erkran-kungsgipfel um das 58. Lebensjahr. Es gibt eine Vielzahl von Formen der Schuppenflechte. Wenn du dir unsicher bist, ob es wirklich Schuppenflechte ist oder welcher Form sie hat, kann ein Hautarzt dich entsprechend beraten.

Psoriasis Symptome und Formen

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