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Was tun bei Nagelpsoriasis

Die Hälfte der Psoriatiker entwickelt auch Nagelpsoriasis, bei Psoriasis Arthritis kommt diese Begleiterkrankung noch öfter vor. Die Betroffenen leiden besonders darunter, denn schöne und gepflegte Hände gehören in der heutigen Welt dazu. Wenn man einen Menschen kennenlernt, schaut man auch auf die Hände und sind die Nägel nicht eben und sauber, macht das Minuspunkte. Wer also nicht so schöne Nägel hat, leidet nicht nur an dem Fakt an sich, sondern auch an dem schlechten Eindruck, den er hinterlässt.

Was ist Nagel Psoriasis?

Psoriasis ist eine chronisch entzündliche Krankheit. Sie ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. Je schneller sie erkannt wird, desto effizienter wirken die Therapien. Die Schwierigkeit bei der Diagnose ist allerdings: Psoriasis kann vielfältige Forman annehmen kann und wird daher in manchen Fällen nicht sofort diagnostiziert wird. Das gilt vor allem für Psoriasis an Finger- und Zehennägeln oder an Gelenken und Knochen. Her ist die Abgrenzung zu anderen Erkrankungen, wie Nagelpilz oder Beschwerden aufgrund normaler Knochen- und Gelenks-Abnützungserscheinungen oft nicht so einfach.

Die Ursache für Nagelpsoriasis liegt meist in einer Störung der Kreatinbildung, wodurch es zu Verhornungsstörungen kommt und sich das Aussehen sowie die Farbe und die Form der Nägel verändert. Keratin ist ein Hauptbestandteil der Finger- sowie der Zehennägel und macht diese fest. Hände und Füße können gleichermaßen von der Erkrankung betroffen sein, doch die Fingernägel erkranken häufiger.

Wann tritt eine Nagelpsoriasis auf?

Bei der Nagelpsoriasis sind zwei Dinge besonders beachtenswert: Die Diagnose ist nicht einfach, da die Symptome so vielfältig und mit anderen Erkrankungen verwechselbar sind. Ein früher Gang zum Hautarzt lohnt sich also. Und zweitens: Bei einer Schuppenflechte an den Nägeln besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass früher oder später auch eine Psoriasis Arthritis auftritt. Dasselbe gilt auch umgekehrt: 70% der Patienten mit Psoriasis Arthritis sind von einer Beteiligung der Nägel betroffen.

Oft fällt es dem Arzt schwer, die Krankheit zu diagnostizieren, da die Symptome auch im Rahmen anderer Erkrankungen, wie zum Beispiel bei einem herkömmlichen Nagelpilz, Mangelernährung oder Allergien gegen Nagellack oder Medikamente auftreten können. Hier schafft nur eine Biopsie Klarheit.

Die Ausprägung der Nagelpsoriasis hängt meist mit der Schwere der Psoriasis-Arthritis zusammen, wobei die Veränderungen der Nägel in einigen Fällen bereits vor der eigentlichen Psoriasis-Arthritis ersichtlich sein können.

Welche Symptome treten auf?

Nagelpsoriasis Fingernägel
Nagelpsoriasis Symptome und Diagnose

Es gibt eine ganze Reihe von Merkmalen, die jedoch teilweise mit den Symptomen bei Nagelpilz identisch ist. Eine Laboruntersuchung bringt dir Sicherheit.

Die Sympome von Nagelpsoriasis sind vielseitig und können von einer Ablösung des Nagels bis hin zu einer Weißfärbung reichen. In manchen Fällen sind die Nägel durch Risse sehr schwer geschädigt und es auch zu Schmerzen beim Greifen kommen.

Nagelpsoriasis kann aber auch von Entzündungen begleitet werden, die beim Betroffenen starke Schmerzen verursachen. Kleine Grübchen in der Nagelplatte (Tüpfelnägel) können ebenso auftreten wie weiße Verfärbungen (Leukonychie), eine Ablösung (Onycholyse), eine Zerstörung der Nagelplatte (Krümelnägel) und runde Stellen auf dem Nagel, die aussehen, als wäre dort ein Tropfen Öl aufgebracht worden (Ölflecken).

Tüpfelnägel

Dabei erscheinen im Nagelbett kleine punktförmige Einbuchtungen, die sichtbar werden, wenn du den Nagel schräg hältst. Ob es sich dabei um andere Ekzeme oder einen Pilz handelt, entscheidet dein Hautarzt.

Krümelnägel

Wie der Name schon sagt, kann sich dabei der Nagel „krümmen“ (weil sich Schuppen unter der Nagelplatte bilden und diese leicht anheben. Mit der Zeit wird der Nagel hier „krümelig“, also bröselig bzw. bröckelig. Dabei kann es auch zu Schmerzen und Druckempfindlichkeit kommen. Außerdem kann der Nagel einreißen, wodurch wiederum leichter Pilze eindringen und sich festsetzen können. Eine häufige unangenehme Begleiterkrankung bei Nagelpsoriasis.

Ölfleck

Auch hier handelt es sich um ein Phänomen, das entsteht, weil für die Psoriasis typische schnell wachsende Zellen unter dem Nagelbett nicht mehr genug Platz haben. Der „Ölfleck“ ist meist rotbraun oder gelbbraun. Und auch hier gilt: Das Symptom unterscheidet sich äußerlich kaum von dem eines Pilzbefalls.

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Wie wird eine Nagelpsoriasis behandelt?

Gerade auf dem Gebiet der Nagelpsoriasis hat die moderne Pharmakologie große Fortschritte gebracht, es gibt für jeden einzelnen Patienten die individuell auf ihn abgestimmte optimale Lösung. Eine rechtzeitige Behandlung ist wichtig und erfordert viel Geduld, da diese unter Umständen Einfluss auf die Schwere einer weiteren Psoriasis-Erkrankung nehmen kann.

Bei leichten Fällen reicht meist eine Behandlung von außen aus. Präparate mit Urea (Harnstoff) oder dem Inhaltsstoff Hydroxypropylchitosan und einem Extrakt aus dem Ackerschachtelhalm werden als Wirkstoffe in durchsichtige Nagelpflaster oder Nagellacken. Durch die Pflaster werden Wasser und Fette im Nagel zurückgehalten. Diese werden wöchentlich vom Arzt oder einer Fachkosmetikerin auf die betroffenen Nägel geklebt. Das Pflaster hat auch den Vorteil den Nagel vor zusätzlichen Infektionen und Pilzbefall zu schützen. Bei regelmäßiger Anwendung sind gute Ergebnisse zu erzielen.

Auch werden von außen Kortison-Lösungen auf die Nagelpfalz aufgetragen. Das Kortison wird oft in Kombination mit 3% Salicylsäure oder mit Calcipotriol (Vitamin D3) in Form einer Tropfen- oder Tinktur-Kur verschrieben. Aufgrund des langsamen Wachstums der Nägel dauert so eine Kur allerdings viele Monate. In schwereren Fällen wird das Kortison auch direkt unter den Nagel eingespritzt. Doch diese Therapie, ist schmerzhaft und wird heute seltener angewandt.

Im Zuge einer schweren Nagelpsoriasis kommt eine innerliche Behandlung zum Einsatz. Die Medikamente enthalten verschiedene Wirkstoffe wie Fumarsäureestern, Methotrexat (MTX) oder Kortison. Nicht zuletzt kommen bei schwer Nagelpsoriasis immer öfter Biologika zum Einsatz. Sie helfen schnell und sicher und werden im allgemeinen auch gut vertragen.

Tipps bei Nagelpsoriasis

Bei der Behandlung einer Nagelpsoriasis stellt die Hygiene einen wichtigen Punkt dar. Bakterien und Pilze können aufgrund der Risse oder anderer Veränderungen am Nagel leicht eindringen und Entzündungen hervorrufen.

  • Achte auf die Handhygiene und schütze deine Hände bei der Arbeit unbedingt vor äußeren Einflüssen durch Handschuhe.
  • Nach dem Händewaschen die Hände gut mit einem sauberen Küchenpapier abgetrocknen. Denn auch Feuchtigkeit kann den Nägeln schaden.
  • Halte deine Nägel möglichst kurz, um das Hängenbleiben an Gegenständen oder Kleidung zu vermeiden und dadurch Infektionen wenig Angriffsfläche zu bieten.
  • Querrillen oder verdickte Nägel können von erfahrenen Kosmetikerinnen abgefräst werden
  • Füße und/oder Hände täglich in lauwarmen Salzwasser baden
  • Nägel immer gut eincremen, besonders den Bereich der Nagelwurzel ausreichend rückfettem
  • Trage nur leichtes und weites Schuhwerk, das nicht drückt

Die psychische Belastung bei Nagel-Psoriasis

In allen Fällen ist die psychische Belastung für die betroffenen Patienten hoch. Verfärbte, bröckelige oder verformte Nägel fallen auf. Oder zumindest erscheint es uns so. Jeder Handgriff vor Zeugen, etwas nach dem Salzstreuer oder Kugelschreiber, ist uns peinlich. Jeder Blick auf die Hände oder Nägel treibt uns die Schamesröte ins Gesicht. Die psychische Belastung kann deshalb, neben der Schmerzen und dem unangenehmen Druckgefühl, schnell überhandnehmen. Depressionen, Rückzug bis hin zur sozialen Isolation können die Folge sein.

Leide nicht still, such dir Unterstützung

Sobald du eine auffällige Veränderung an deinen Nägeln feststellst, geh zu einem Hautarzt! Es gibt Therapien, die Besserung bringen! Außerdem kannst du so verhindern, dass sich die Psoriasis auf Gelenke und Knochen ausdehnt.

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