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Welche Salbe hilft bei Psoriasis

Die tägliche Hautpflege ist für Menschen mit Schuppenflechten Pflicht! Die vermehrten Hautschuppen sind entgegen der Meinung unwissender Mitmenschen kein Zeichen mangelnder Hygiene, bedürfen aber einer speziellen und regelmäßigen Hautpflege. Dadurch bessert sich das allgemeine Hautbild, die schubfreien Intervalle dauern länger an und der Einsatz von schweren Medikamenten lässt sich auf Akutfälle reduzieren.

Was du über die Hautpflege bei Schuppenflechte wissen musst

Die Haut eines Psoriasis Patienten zeichnet sich durch scharf von der gesunden Haut abgegrenzte Plaques (gerötete Hautstellen mit silbrig glänzenden Schuppen) aus. Die Haut wächst an diesen Stellen bis zu sieben Mal schneller als normal. Bei einem gesunden Menschen benötigt die Haut 28 Tage zur Erneuerung, bei Menschen mit Schuppenflechte dauert dieser Vorgang lediglich 4 Tage.

Dazu stellt sich oft unterträglicher Juckreiz ein, durch das Kratzen reißt die Haut ein, blutet und es entstehen Infektionen.

Die tägliche Hautpflege der Psoriasishaut ist die Basistherapie und Grundlage jeder lokalen Behandlung. Zu dieser Basistherapie gehören neben der milden Hautreinigung die Rückfettung und die Hydratisierung (=Befeuchtung) der Haut sowie das Anbringen von Wirkstoffen, welche die Schuppen entfernen und die Entzündungen bekämpfen.

Die Basistherapie sollte bei Schuppenflechte mindestens einmal, besser zweimal täglich nach dem Duschen oder Baden angewandt werden. Nur durch die konsequente tägliche Basispflege (auch in der schubfreien Phase!) kannst du deine Schuppenflechte langfristig in den Griff bekommen. Wobei die Therapie mit äusserlich angewendeten Salben und Cremes nur eine von verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten der Psoriasis darstellt.

Die mittlerweile große Vielfalt an verschiedenen Psoriasis Salben mit unerschiedlichen Wirkstoffen verunsichert, daher ist es wichtig, dass du dich mit diesem Thema vor dem Kauf beschäftigen solltest.

Die Auswahl der Cremes hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • akuteller Hautzustand: Je nach aktueller Schubphase (akut oder schubfrei) braucht die Haut unterschiedliche Hautpflege. Im akuten Zustand benötigst du demnach andere Inhaltsstoffe als in der akutfreien Phase.
  • betroffene Körperstelle: Die Haut ist nicht an allen Körperstellen gleich dick. Hand-und Fußsohlen zeichnen sich durch eine sehr dicke Haut aus und benötigen andere Cremes wie die Behandlung der sehr dünnen und empfindlichen Gesichtshaut oder der Intimhaut. So solltest du zum Beispiel Cortison-Cremes bei dünnen Hautbereichen nur vorsichtig und nicht langfristig verwenden. Schuppenflechte am Kopf sollte wiederum mit völlig eigenständigen Präparaten behandelt werden.
  • Alter des Patienten: Erwachsene brauchen eine Cremes als sehr junge Patienten. Die Hautbeschaffenheit ist je nach Alter verschieden und führt zu unterschiedlichen Bedürfnissen.
  • Jahreszeit: Passe den Fettgehalt der Salbe der jeweiligen Jahreszeit an. Im Winter braucht die Haut mehr Fett und deshalb sind Salben im Winter fettreicher und im Sommer werden fettärmere Lotionen verwendet.

Basissalben vom Hautarzt

Gegen die trockene Haut verschreibt der Hautarzt Basissalben zur täglichen Hautpflege. Diese bestehen aus einem Gemisch aus Wasser und Öl sowie verschiedenen Hilfsstoffen wie Emulgatoren (binden Wasser und Öl) und Konservierungsstoffen, welche die Salbe haltbar machen. Es gibt verschiedene Basissalben, die dabei als Salbengrundlage für viele medizinisch gemixte Salben dienen. Diese werden an die individuellen Hautbedürfnisse durch das richtige Mischverhältnis von Wasser und Öl individuell angepasst. Je nach Beschaffenheit der Haut und jeweiliger Jahreszeit werden unterschiedliche Basis-Pflegeprodukte angeboten.

Richtige Anwendung von Salbe, Creme und Gel

Da die Psoriasis-Haut selbst nicht genug Feuchtigkeit halten kann, um geschmeidig zu bleiben, solltest du regelmässig Feuchtigkeit von außen zuführen. Lotionen, die einen hohen Wasser- und niedrigen Ölanteil haben, können die Trockenheit durch Verdunstung verschlimmern. Benutze daher Cremen beziehungsweise Salben mit einem niedrigem Wasser- und einem hohem Ölanteil.

Je nach Jahreszeit und der betroffenen Körperstelle kommen unterschiedliche Formen zum Einsatz. Ein Gel wird zum Beispiel für die Kopfhaut verwendet, eine Salbe mit dem hohem Fettanteil wird dagegen bei sehr feuchtigkeitsarmen und schuppenden Hautstellen am Körper angewendet. Cremes haben den Vorteil, dass diese nicht so fettig sind und dementsprechend rascher in die Haut einziehen.

Achte auf die richtige Anwendung deiner Hautpflege, bei Unklarheiten sprich deinen Arzt oder Apotheker darauf an: Die meisten Präparate werden zwei bis dreimal täglich auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Cortisonhaltige Salben sollten nur einmal täglich dünn und nur exakt auf den betroffenen Hautstellen angewendet werden. Cremes mit pflanzlichen Inhaltsstoffen dürfen auch großflächig und dick aufgetragen werden.

Welche Wirkstoffe helfen bei Schuppenflechte

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Es gibt viele verschiedene Wirkstoffe um die verschiedenen Symptome von Schuppenflechte zu lindern.

Viele Betroffene versuchen vorab aber lieber pflanzliche Inhaltsstoffe als medizinische, diese sind nebenwirkungsfrei. Pflanzliche Öle haben einen Fixplatz in der Basispflege, gute Beispiele dafür sind Kokosöl, Nachtkerzenöl und Neemöl. Öle machen die Haut weicher und versorgen diese mit Vitaminen, zB kann Vitamin D3 in Form von Ölen gut zugeführt werden.

Bewusst muss aber sein, dass pflanzliche Wirkstoffe meist nicht die selbe rasche  Wirkung zeigen wie medizinische Wirkstoffe. Dazu dauert es länger, bis die Wirkung einsetzt.

Für Erwachsene eignen sich andere Präparate als für Kinder, so eignen sich bei Kindern zum Beispiel Cortison und Vitamin D3 besser als andere medizinische Cremes. Welche zum Einsatz kommen entscheidet der Hautarzt.

Produkte, die mit Harnstoff (=Urea) angereichert sind, haben sich in der Psoriasis Basis-Hautpflege als besonders gut erwiesen. Mithilfe des Harnstoffes kann die Haut mehr Wasser speichern. Wir empfehlen eine Harnstoff-Konzentration von 5 bis 15% bei Erwachsenen, bei Kindern maximal 5%. Da Harnstoff nach dem Auftragen zu Hautbrennen führen kann, solltest du Cremes mit Harnstoff in einem akuten Schub vermeiden.

Weitere wertvolle Inhaltsstoffe als Zusätze in der Basistherapie

  • Ceramide
  • Niacinamid
  • Thermalwasser
  • Panthenol
  • Glycerin
  • Hyaluronsäure
  • Allantoin
  • Polidocanol
  • Menthol

Dithranol

Dithranol ist eine Form von Teer und ist einer der am längsten eingesetzte Wirkstoff in der Behandlung von Psoriasis. Dithranol wird künstlich hergestellt und hemmt die Zellteilung und damit die vermehrte Schuppung der Haut. Cremes und Salben mit Dithranol helfen bei leichter bis mittelschwerer Psoriasis und können langfrisitg angewendet werden. Dieser Wirkstoff wird gerne kombiniert mit Salicylsäure eingesetzt.

Cortison

Cortison wird für alle Arten der Schuppenflechte eingesetzt und es gibt diese in unterschiedlicher Art und Dosierung. Cortison zeichnet sich dadurch aus, dass die Entzündung rasch bekämpft wird. Für einen langfristigen Behandlungserfolg muss das Cortisonpräparat richtig angewendet werden. Zu Beginn der Behandlung wird konsequent einmal täglich die betroffene Hautstelle mit einer starken Cortisonsalbe eingecremt, nach Abklingen der Symptome dann regelmässig alle paar Tage. Cortison darf nicht über einen sehr langen Zeitraum angewendet werden, da es sonst zu Hautverdünnung kommen kann. Sprich bei Fragen dazu deinen Hautarzt darauf an!

Calcineurin-Inhibitoren

Zu den sogenannten Calcineurin-Inhibitoren zählen die beiden Wirkstoffe Tacrolimus und Pimecrolimus. Diese sind zwar für die Behandlung von Psoriasis nicht offiziell zugelassen, werden aber im "off-label-use" verschrieben und von vielen Psoriasis Anwendern geschätzt bei der äußerlichen Behandlung von Symptomen an Hautfalten oder im Gesicht.

Vitamin D3

Cremes und Salben mit konzentriertem Inhaltsstoff Vitamin D3 gelten als Alternative zu Cortison und können die Syptome von leichter bis mittelschwerer Psoriasis lindern. In diese Gruppe zählen auch die Wirkstoffe Calcipotriol und Tacalcitol, welche allerdings bei zum Beispiel Schuppenflechte am Kopf wenig Wirkung zeigen. Vitamin D3 kann langfristig angewendet werden.

Abschuppung der Haut

Doch all diese guten Inhaltsstoffe können nur dann in die Unterhaut vordringen und ihr Wirkung entfalten, wenn die Schuppen-Plaques nicht allzu dick darüber liegen. Daher muss die Haut regelmässig entschuppt werden. Es kommen abschuppende Präparate mit keratolytischen (= Schuppen lösenden) Zusätzen zum Einsatz.

Hierfür können zum Beispiel salicylsäurehaltige Mischungen dick aufgetragen werden. Salicylöl weicht die abgestorbenen Hautzellen auf und löst ihre Verklebung untereinander. Unter einem wasserdichten Verband wird dieser Prozess beschleunigt. Anschließend lassen sich die Schuppen leicht abwaschen und eine fettige Creme bildet den Abschluss dieser aufwändigen Behandlung.
Achtung: Salicylsäure
sollte bei kleinen Kindern und Patienten mit Nieren- und Leberfunktionsstörungen sehr zurückhaltend zum Einsatz kommen.

Unser Tipp: PsoriBene Gel® ist ein schuppenlösendes Oleogel (Ölgel) zur äußerlichen Behandlung vermehrter Hautschuppen an Kopfhaut und Körper. Durch das Oliven- und Jojobaöl werden die talghaltigen Schuppen sanft und effektiv gelöst und der Juckreiz wird rasch gelindert. Der große Vorteil im Vergleich zu Ölmischungen ist dass die Haare nach der Anwendung nicht ölig oder fettig werden!

Vor einiger Zeit hatten einge Psoriatiker auch große Hoffnung in einen australischen Laufvogel. Es wurde geschrieben, dass das Unterhautfett des Emu der Psoriasis-Haut besonders gut tun würde. Letztendlich wurde die anfänglich vermutete entzündungshemmende Substanz aber nicht gefunden und große Erfolge blieben aus.

Weitere Informationen zur richtigen Abschuppung

Tipp: Schuppenentfernung mit PsoriBene® Gel

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PsoriBene Gel® wird angewendet zur Schuppenentfernung bei erkrankter Haut, zB bei Psoriasis. Es handelt sich um ein schuppenlösendes Oleogel (Ölgel) zur topischen (äußerlichen) Behandlung vermehrter Hautschuppen und Plaques bei leichter bis mittelschwerer Schuppenflechte an Kopfhaut und Körper.

Durch das Oliven- und Jojobaöl werden die talghaltigen Schuppen sanft und effektiv gelöst und der Juckreiz wird rasch gelindert. Diese Anwendung bietet eine ideale Vorbereitung auf eine eventuell anschließende topische Therapie mit Medikamenten.

Die Anwendung ist einfach in die täglichen Pflegerituale einzubauen und sollte für ein optimales Ergebnis für eine Dauer von 3 - 7 Tagen einmal täglich wiederholt werden. PsoriBene Gel® ist in allen Apotheken erhältlich.

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Wie wird Schuppenflechte Haut richtig gereinigt?

Da die Psoriasis-Haut von Naur aus extrem trocken und leicht reizbar ist, mag diese keine langen und sehr heiße Duschen sowie keine parfumierten Schaumbäder. Das wenige Fett, das sie zu ihrem eigenen Schutz halten kann, geht unter einem heissen Wasserstrahl und alkalischer Seife schnell verloren. Zudem können Duftstoffe die Hautentzündung antriggern und sollten daher unbedingt vermieden werden.
Wir empfehlen die sparsame Verwendung eines unparfumierten, sehr milden und rückfettenden Präparats. Öl- und Salzbäder werden in der Regel auch gut vertragen. Am besten sollte insgesamt eine Dauer von 5 Minuten nicht überschritten werden. Nach der Dusche/dem Bad trage sofort rückfettende Pflegeprodukte auf die Haut. Nur so kann die Psoriasis-Haut vor dem Austrocknen bewahrt werden und am besten geschieht dies, wenn die Haut noch feucht ist.

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Welches Schuppenflechte Produkt soll ich nun kaufen?

Es gibt eine große Anzahl an Pflegeprodukten, welche speziell für die Psoriasis-Haut entwickelt wurden. Aber es gibt kein Generalprodukt bei Schuppenflechte! Eine Spezialsalbe, welche einem Psoriasis-Betroffenen gut hilft, kann bei einem anderen gar nicht helfen. Du kannst nur verschiedene Produkte testen und selbst entscheiden, ob du es gut verträgst oder eben nicht.

Wichtig: Du solltest Produkten ohne Duftstoffe klar den Vorzug geben!

Weiters solltest du wissen, es muss nicht immer das teuerste Produkt sein, welches deiner Haut den meisten Nutzen bringt! Nur weil ein Produkt sehr teuer ist und eine schöne edle Verpackung aufweist, bedeutet dies leider noch nicht, dass es automatisch für die sehr empfindliche Schuppenflechte-Haut geeignet ist. Viele Produktanbieter bieten kostenlose Proben zum Testen an, frage daher vor dem Kauf nach einer gratis Probe!

Was sonst noch helfen kann

Neben der Basistherapie können auch weitere leicht anzuwendende Maßnahmen die Lebensqualität verbessern. Für viele Betroffenen ist weiche Kleidung, am besten aus Baumwolle, Leinen oder Seide sehr angenehm. Gerade bei Psoriasis ist lockere Kleidung hilfreich, da zu enge Kleidung durch Druck und Reibung einen Schub hervorrufen kann.

Bei Psoriasis ist eine regelmäßige Betreuung durch den Hautarzt wichtig. Sollten die Pflegemaßnahmen nicht ausreichen bzw. ein starker Schub der Erkrankung bestehen, gibt es zusätzlich die Möglichkeiten einer medikamentösen Therapie von innen. Bestens bewährt hat sich hier die Behandlung mit Biologika, diese Therapie kann einen Psoriasis Betroffenen weitgehend von seinen Beschwerden befreien. Eine mögliche weitere äusserliche Therapie bei Psoriasis ist die Phototherapie, wobei eine Lichttherapie mit bestimmtem UV-Licht die Entzündungen in der Haut reduzieren lässt.

Schuppenflechte belastet häufig Körper und Seele

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