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Aromatherapie bei Hauterkrankungen

Bei Neurodermitis, Psoriasis und Akne wartet die Aromatherapie mit Hilfestellungen auf - Für die Basispflege der Haut bis hin zur Duftlampe um Körper, Geist und Seele gleichermaßen positiv zu beeinflussen. Doch in der Auswahl der Öle ist so Einiges zu beachten. Wir haben mit Sandra Frank, einer Aromatologin und selbst Aknepatientin aus Niederösterreich, gesprochen.

Ätherische Öle sind hoch konzentrierte Wirkstoffe die oft durch Wasserdampfdestillation aus Blüten oder Blättern gewonnen werden. Alleine für einen Liter Rosenöl benötigt man z.B. vier Tonnen Rosenblätter. Aus der Vielfalt der erhältlichen Öle gibt es etliche, die durch ihre Inhaltsstoffe in der Hautpflege gut verwendet werden können. Dazu zählen z.B. Lavendel oder Rose. Diese Wirkstofföle werden in der Aromatherapie nur in geringsten Konzentrationen eingesetzt, mit Trägerölen gemischt und erst dann auf die Haut aufgetragen. Diese Trägeröle, auch fette Pflanzenöle genannt, haben ebenfalls Wirkungen, die die Hautregeneration unterstützen können. Hier sind vor allem Mandelöl aber auch Kokos- oder Jojobaöl oder Weizenkeimöl zu nennen. Ein Nebenprodukt der Ölgewinnung durch Wasserdampfdestillation sind sogenannte Hydrolate, also Pflanzenwässer. Sie werden in der Hautpflege oft als Feuchtigkeitsspender eingesetzt.

Wirkweise von Ölen auf der Haut

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Unsere Haut besteht aus der Oberhaut, der Lederhaut und dem Unterhautfettgewebe und erfüllt in ihrer Gesamtheit mehrere Funktionen wie z.B. Schutz gegen Hitze, Wahrnehmung wie Kälte, oder Abwehr gegen Krankheitserreger. Ätherische Öle können über die Ausgänge der Schweißdrüsen und Haare entlang in die Haut eindringen und dort ihre Wirkung entfalten. Je nach Öl können das entzündunghemmende, zusammenziehende, hautberuhigende oder juckreizstillende Eigenschaften sein.

Fette Pflanzenöle als Basispflege

„Mir ist aufgefallen, dass viele Menschen mit dem was sie von Ärzten oder von Apotheken bekommen nicht mehr weiterkommen, dann im Internet suchen und sich an mich wenden. So sind meine Naturkosmetikkurse entstanden“, erzählt Sandra Frank, Aromatologin aus Niederösterreich. „Im einfachsten Fall helfen z.B. bei Neurodermitis schon eine Mischung im Verhältnis 1:1 aus Jojobaöl und Kokosöl um eine gute Basispflege gegen Juckreiz herzustellen“, sagt Frank. „Es gibt natürlich auch gute Naturkosmetik auf dem Markt, aber für eine Problemhaut ist es manchmal wirklich besser die Pflege individuell anzupassen“.

Die Akne in den Griff bekommen

Akne am Dekolette

Akne ist hartnäckig, das weiß auch Sandra Frank: „Ich verwende selbst seit 2008 nur mehr natürliche Produkte wie z.B. eine selbst gemischte Basispflege aus Mandelöl mit ein Prozent Lavendel- oder Grapefruitöl“. Zudem schwört sie auf die hautberuhigende Wirkung von Rosenhydrolat. „Das Pflanzenwasser trage ich kurz vor der Basispflege auf um meiner Haut zusätzlich Feuchtigkeit zu geben.“

Vom Duschgel bis zum Make-up …

Die Bandbreite der Anwendung ist riesig und reicht von der Reinigung der Haut mit einem Duschgel über Salben und Lotions, Make-up bis hin zu Hydrolaten. „Vorteil der selbstgemachten Pflegeprodukte ist, dass ich mir dann nach Lust und Laune Düfte hinzufügen kann, die mir im Moment gerade guttun“.

… und der Duftlampe gegen Stress

Und wer sich gar nicht traut ein Wirkstofföl auf die Haut aufzutragen, wohlgemerkt nie pur, sondern immer gemischt mit einem fetten Pflanzenöl, der kann auch sein Lieblingsöl in der Duftlampe einsetzen und so auch etwas für die Seele tun. Denn nicht von ungefähr lautet ein bekanntes Sprichwort „Die Haut ist das Spiegelbild der Seele“. Alle von Hauterkrankungen Betroffenen können da wohl auch ein Lied davon singen, denn Akneschübe treten leider immer wieder auf und vor allem dann wenn man sie gar nicht brauchen kann, auch bei Sandra Frank: „Also wenn ich grad Stress habe oder mit einer Situation überfordert bin, dann blüht meine Haut richtiggehend auf, da tut am Abend eine halbe Stunde Duftbad mit meinem Lieblingsöl richtig gut“.

Tipp für eine einfache Neurodermitis Pflege

Neurodermitis Symptome

Rosenhydrolat auf die Haut aufsprühen und dann auf die nasse Haut einen selbstgemachten Balsam auftragen. Das Rezept für den Neurodermitis Balsam: 25g Kokosöl und etwas Avocadoöl werden mit 25g Sheabutter mit dem Stabmixer zu einer Sheasahne gemixt. Bei Verträglichkeit und wenn man es duftend mag noch 5 Tropfen Lavendel fein oder Rosenöl dazumischen.

Rezepte so individuell wie möglich

Wichtig ist Sandra Frank allerdings zu sagen, dass es keine Patentrezepte gibt. Als verantwortungsvolle Beraterin legt sie großen Wert auf die individuelle Auswahl der Öle und auch in ihren Kursen für Naturkosmetik gibt es keine vorgefertigten Rezepturen. Die Teilnehmerinnen entscheiden selbst nach Riechtests und gegebenenfalls Hauttests welche Basisöle und hautpflegende Wirkstofföle verwendet werden sollen. „Je nach Kontraindikationen, die ich selbstverständlich bei jedem Öl auch parat haben muss, kann ich dann das passende Öl empfehlen, sagt Frank. „Meiner Erfahrung nach ist es so, dass der Duft der einen gerade besonders anspricht auch der ist den ich gerade brauch“.

Tipp für eine Pflege bei Psoriasis

Schuppenflechte am Kopf

Man nimmt als Basisöl zb. 100ml Mandelöl und gibt ca. 20 Tropfen (1%) Wildrosenöl dazu. Ätherische Öle die sehr hautpflegend und regenerierend wirken, können in geringer Dosierung, also einige Tropfen, hinzugefügt werden, z.B. Karottensamenöl, Lavendel, Weihrauch, Rose.

Qualität steht an erster Stelle

Mit ein Grund für immer wieder heiß diskutierte Unverträglichkeiten oder Hautreaktionen von ätherischen Ölen sei aber auch der derzeit boomende Markt für Ätherische Öle. „Was da alles angeboten wird ist oft haarsträubend. Ich verstehe Laien, wenn sie sich da gar nicht auskennen“. Einen Rat hat sie: „Achten Sie auf unraffinierte Öle aus kontrolliert biologischem Anbau. Auf dem Etikett sollte mindestens das Herkunftsland der Pflanze, die Gewinnungsart des Öles und die Chargennummer angegeben sein“. Wichtig ist es außerdem, auf die Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen der Flasche zu achten. Oder haben Sie etwa gewusst, dass Teebaumöl nur ungefähr drei Wochen haltbar ist und durch Oxidation verdirbt und dann sogar Hautreizungen verursachen kann?

Die Expertin Sandra Frank

Sandra Frank Aromatherapie

Tel: +43 699 150 103 96
E-Mail: [email protected]

spiritus-natura.at

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