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Besser leben mit Neurodermitis

Ob Unwohlsein in der Gesellschaft oder negativer Stress... du musst lernen besser mit der Neurodermitis umzugehen! Damit stabilisierst du deine Psyche und kannst dich langfristig wieder wohler fühlen in deiner Haut. Wir haben für dich einige Tipps zusammengestellt wie das auch dir gelingen kann!

In einer akuten Schubphase kreisen die Gedanken nur um die Haut und der ständige Blick in den Spiegel wird zur halbstündlichen Routine. Du versteckst dich in den eigenen vier Wänden aus Angst vor unangenehmen Blicken der Mitmenschen. Die Einnahme eines Antihistaminikums verschafft ebenso nur kurzfristige Linderung wie eine der zahlreichen Cremes. Nach ein paar Stunden der Hoffnung erscheinen die Symptome wieder. Und die Haut im Gesicht oder am Hals ist von roten, juckenden und zum Teil nässenden Ausschlägen durchzogen. Dazu kommt in dieser schwierigen körperlichen Phase der psychische Stress, da man durch die vielen Krankenstandstage Angst vor einem Jobverlust haben muss. Und nicht zuletzt quält der fürchterliche Juckreiz, welcher dich auch in der Nacht nicht zur Ruhe kommen lässt. Die Nerven liegen daher meist blank und dein Umfeld, das am allerwenigsten etwas dafür kann, bekommt die ganze Ladung an psychischem Stress ab. Damit setzt nun auch das schlechte Gewissen ein und belastet dich zusätzlich. Wenn scheinbar nichts mehr hilft und du immer mehr verzweifelst - du darfst nicht aufgeben!

Haut und Psyche Hautleiden Neurodermitis Schuppenflechte Psoriasis Selbsthilfegruppe

Genau in diesen Situationen solltest du nun versuchen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Ablenkung ist die beste Therapie! Es gilt der oft zitierte Satz "Beachtung bringt Verstärkung". Das heißt, je mehr du dich auf deinen Schub konzentrierst, desto stärker wird dieser Schub ausfallen. Daher gilt es jetzt die ganze Aufmerksamkeit auf die schönen Dinge zu lenken und deine Haut einfach Haut sein zu lassen. Das fällt am Anfang sicher schwer, aber diese Neufokussierung ist erlernbar. Am besten funktioniert die Ablenkung, wenn du Dinge machst, die dir Spaß machen. Das kann eine Yogastunde sein, das Hören deiner Lieblingsmusik, das Schauen deiner Lieblingsserie oder ein schöner Spaziergang. Wichtig ist, dass du etwas unternimmst, das dich ablenkt. Diese Taktik baut nicht nur den Stress ab, sondern hat auch den Vorteil, dass sich deine Symptome lindern, weil du deiner Haut weniger Beachtung schenkst.

Das nicht Akzeptieren und dagegen ankämpfen ist mit einem ständigen Kampf mit sich selbst gleichzusetzen und das wiederum kann den Krankheitsverlauf nur negativ beeinflussen. Du bist nicht die Krankheit, aber sie ist ein Teil deines Lebens! Natürlich fällt es oft sehr schwer, sich und seine Haut anzuerkennen, wenn diese einmal wieder wundgekratzt ist und die Hände und das Gesicht regelrecht erblühen. Eine grundsätzlich positive Einstellung zum Leben und damit auch das Anerkennen der eigenen Haut ist der erste Schritt zu einer langfristig gesünderen Haut. Du kannst lernen, deine Gefühle in Bezug auf deine Haut zuzulassen und dich nicht davon "unterkriegen" zu lassen. Hier findest du ein paar erste Tipps. Für die positive Umsetzung braucht es eine Zeit lang, aber du wirst auf Dauer lernen, mit deiner Hauterkrankung besser umzugehen.

Das Unwohlsein in der Gesellschaft ablegen

Wer kennt das Gefühl besser als du, dass Mitmenschen nur auf deine nicht perfekte Haut schauen und du dich in Gesellschaft wieder einmal gar nicht wohlfühlst. Aber du kannst beruhigt sein, zum Glück liegst du da falsch. Die meisten Menschen (zumindest in unseren Breiten) sind viel zu sehr mit ihrem eigenen Leben und ihren Unzulänglichkeiten beschäftigt, als sich Gedanken über deine Haut zu machen. Wenn du wieder einmal einen Schub hast, gehe offen auf die Menschen zu, und erkläre ihnen, was es mit deiner Neurodermitis auf sich hat und glaub mir, alle werden Verständnis zeigen und dich auch so akzeptieren. Und wenn das alle anderen können, dann kannst du das auch! Der kritischste Betrachter deines Spiegelbildes bist immer du selbst.

 

Negativen Stress vermeiden

Stress, ob beruflich oder privat, ist ein nachgewiesener Auslöser und Verstärker von verschiedenen Symptomen bei Hautkrankheiten. Versuche dein Wohlbefinden zu steigern und regelmäßig Stressabbau durch eine Entspannungsmethode zu erreichen. Dein Stress kann so gut eingedämmt werden und du bekommst das Gefühl, deine Krankheit besser kontrollieren zu können.

Verzichte durch die Neurodermitis nicht auf alles, was im Leben Spaß macht

Du solltest in jedem Fall neben den "normalen" Behandlungen auch etwas für dich als Person tun, sprich dein generelles Wohlbefinden stärken. Wenn du dir regelmäßig etwas Gutes rein für dich gönnst, wirst du dich von Grund auf wohler fühlen und über kurz oder lang wird dir das dein Spiegelbild positiv danken. Du findest eine Menge "Spezialtipps für Neurodermitis" von unterschiedlichsten Stellen. Sei vorsichtig, wenn du Ratschläge bekommst für hundertprozentig striktes Einhalten von Wunder-Diäten inklusive kompletter Kasteiung von allem, was Spaß macht. Man lebt nur einmal und wenn man ständig verzichten muss, fühlt man sich erst recht wie ein Außenseiter der Gesellschaft. Diese psychische Belastung wirkt sich dann wieder auf den allgemeinen Hautzustand aus.

 

Gestehe dir deine Gefühle ein

Wenn du deine nicht so schöne Haut betrachtest, ist es ganz normal, dass du Gefühle wie Wut, Frust und Trauer empfindest. Versuche nicht, diese Gefühle zu unterdrücken, diese bringen dich dann nur in einen Teufelskreis aus neuen Schüben.

Verwende die Neurodermitis nicht als Vorwand

Oft nimmt man ganz unbewusst die Neurodermitis als Vorwand für unangenehme Dinge im Leben. Das macht man einerseits, um ein bestimmtes Risiko nicht eingehen zu müssen und andererseits, wenn man eine bestimmte Sache nicht erledigen oder zu einem bestimmten Ereignis nicht gehen möchte. Es ist doch der sehr einfache Weg für einen selbst, dann die Schuld wieder einmal der Krankheit zu geben. Nimm dich bei deiner eigenen Nase und versuche bewusst Risiken einzugehen, welche du früher umgangen hättest. Du wirst erstaunt sein, wie gut es dir gehen wird, nachdem du nicht die Neurodermitis als Ausrede verwendet hast.

 

Die Neurodermitis nicht als großen Lebens-Missetäter verantwortlich machen

Kennst du das Gefühl, dass du bewußt oder auch unbewusst die Neurodermitis vorschiebst für alles, was in deinem Leben nicht gut läuft? Wenn man zum Beispiel einen bestimmten Job nicht bekommen hat oder die Person, in die man sich verliebt hat, hat sich für jemand anderen entschieden. Du machst es dir recht einfach, wenn du die Schuld dafür der Neurodermitis gibst, ganz nach dem Motto "weil ich die Neurodermitis habe, bin ich in dieser und jener Lebenslage erfolglos". Es wird Zeit, deinem Selbstmitleid ein Ende zu setzen und dich auf deine Stärken zu konzentrieren. Nur damit kannst du dem Teufelskreis entkommen und trotz der Neurodermitis in eine gute Zukunft blicken kannst!

 

Gib nicht auf!

Du konntest dich wieder einmal nicht beherrschen und hast gekratzt, bis das Blut kam? Es ist nicht schön, aber du darfst dich jetzt nicht unterkriegen lassen oder dich dafür hassen. Es wird schwer werden, aber du darfst nicht aufgeben und musst kontinuierlich weiter an dir arbeiten und irgendwann wirst du es geschafft haben.

Nimm Unterstützung an

Du schaffst das alles nicht alleine? Es ist keine Schande um Hilfe zu bitten, mit einer Neurodermitis klar zu kommen ist keine leichte Sache. Hole dir Unterstützung bei Menschen denen du vertraust, egal ob Familienmitglieder oder gute Freunde. Die Hauptsache ist, dass du das Gefühl bekommst, nicht alleine zu sein.

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