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Wie du Neurodermitis bei deinem Kind linderst

Hilfe, mein Kind hat Neurodermitis! Ist dein Kind an Neurodermitis erkrankt, leidet nicht nur der kleine Patient, die gesamte Familie ist davon betroffen. Zur Sorge und zur finanziellen Belastung durch die Behandlung kommt oft das Gefühl der Ohnmacht, des „Nicht-Helfen-Könnens“. Umso wichtiger ist es, dir rechtzeitig Unterstützung und Zuspruch zu holen!

Neurodermitis ist eine häufige und sehr belastende Erkrankung im Kindesalter. Durch ständigen Juckreiz und die damit verbundenen Schlafstörungen ist die Lebensqualität deines Kindes massiv eingeschränkt. Hinzu kommt, dass Kinder die notwendige Behandlung oft als sehr problematisch empfinden. Arztbesuche, das häufige Eincremen der trockenen Haut, Ölbäder oder Lichttherapie nehmen viel Zeit in Anspruch – die Freizeit kommt dabei oft zu kurz. Als pflegender Elternteil musst du viel Geduld und Überredungskunst anwenden, um dein Kind zu motivieren.

Unser Tipp: Versuche zum Beispiel das Eincremen mit einem angenehmen Ritual oder einer Massage zu verbinden und reserviere genügend Zeit dafür, damit daraus kein Stress entstehen kann.

Neurodermitis verursacht erhöhte Kosten

Willst du dein Kind optimal behandeln, belasten Mehrausgaben dein Haushaltsbudget. Auch wenn die meisten Therapien (z. B. Lichttherapie) von der Krankenkasse bezahlt werden – allein die vielen Rezeptgebühren für Salben und Cremen mit und ohne Kortison gehen ordentlich ins Geld.
Unser Tipp:
Erkundige dich bei deiner Krankenkasse ob ihr einen Zuschuss für die zusätzlichen Ausgaben bekommt.

So kannst du deinem Kind helfen - Tipps zur Linderung

  • Richtig eincremen ist die halbe Miete: Der Juckreiz ist für Kinder mit Neurodermitis oft unglaublich quälend. Um einen neuen Schub zu vermeiden, ist es unerlässlich, die Haut täglich mit rückfettenden Produkten zu pflegen – so bleibt sie geschmeidig.
  • Ist der Juckreiz bei einem akuten Schub gerade besonders schlimm, bringt ein fett-feuchter Umschlag Linderung. Dazu die Haut mit Pflegecreme einschmieren und ein in Wasser oder Schwarztee getränktes Baumwolltuch auflegen. Bei starken Schüben macht auch die Behandlung mit einer kortisonhaltigen Creme Sinn. Dein Hautarzt kann dir entsprechend kindgerechte Produkte empfehlen.
  • Um zu vermeiden, dass dein Kind kratzt, kannst du die betroffenen Stellen massieren und die gesunden Hautstellen rundherum sanft zwicken. Dadurch entsteht der gleiche Schmerzimpuls wie beim Kratzen. Dieser gelangt über die Nervenbahnen ins Gehirn und blockiert dort den Juckreiz.
  • Gönn deinem Kind regelmäßig ein Vollbad, in das du rückfettende und Juckreiz lindernde Badezusätze beimengst. Das Baden lenkt ab, tut der Seele gut und pflegt gleichzeitig die Haut.

Wenn die Seele leidet

Die psychische Belastung durch Neurodermitis ist groß – sowohl für dich als auch für dein Kind. Untersuchungen von der Aktion „Zufriedener Patient“ besagen, dass die Stimmung bei den kleinen Neurodermitis-Patienten sehr häufig getrübt ist. Auch ihre Eltern kämpfen mit emotionalen Problemen wie Depression, schlechtem Gewissen oder Frust. Dies betrifft vor allem Mütter: In der Mehrzahl der Fälle sind sie es, die das Kind zum Arzt begleiten, die Therapie durchführen und die Essgewohnheiten des Kindes kontrollieren muss. Und das kann sehr belastend sein: Schließlich musst du als pflegender Elternteil darauf achten, dass dein Kind keine Lebensmittel isst oder Kleidung trägt, die einen neuen Schub auslösen. Darüber hinaus gilt es alle möglichen Trigger zu vermeiden, die sich negativ auf die Neurodermitis auswirken könnten. Konflikte in der Eltern-Kind-Beziehung sind also fast unvermeidlich.

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Die psychische Belastung bei Kindern mit Neurodermitis.

Holt euch psychologische Unterstützung

Kinder und Jugendliche, die unter Neurodermitis leiden, wissen, dass ihre Haut anders ist und spüren tagtäglich die Auswirkungen auf ihre Lebensqualität. Wichtig ist, dass du deinem Kind vermittelst: Es ist selbstverständlich einmal traurig oder wütend zu sein, oder sich einfach nur zurückziehen zu wollen. Gebt diesen Gefühlen gemeinsam Raum. Wenn du den Eindruck hast, dir wächst alles über den Kopf, kann dir ein einfühlsamer Psychologe mit kompetentem Rat helfen. Er unterstützt dich unter anderem dabei, die Krankheit deines Kindes nicht ausschließlich in den Mittelpunkt deines Denkens zu stellen. Damit erreichst du bereits eine wesentliche Entspannung der Situation.

Das sagt die hautinfo.at-Expertin

Eva Schröder Psychologin Graz

Hypnose-Psychotherapie bringt aus meiner Erfahrung bei Kindern mit psychosomatischen Erkrankungen zumeist sehr gute Ergebnisse. Sind sehr kleine Kinder von Neurodermitis betroffen, sind es oft die Eltern, die Hilfe suchen. Sie leiden in erster Linie darunter, dass sie ihrem Kind die Anlage zur Atopischen Dermatitis vererbt haben könnten. Auch die Tatsache, dass sie dem Kind nur eingeschränkt helfen können, belastet Eltern oft sehr. Hinzu kommt der dauerhafte Stress, dem die Eltern ausgesetzt sind: Sie fühlen sich oft belastet, niedergeschlagen und „schuldig“. Mit der ganzen Familie arbeite ich daran, die Krankheit als gegeben anzunehmen und keine Fragen nach dem „Warum“ zu stellen. Es geht darum, dass sowohl die Eltern als auch das Kind die Tatsachen akzeptieren. Weiters können in einer psychotherapeutischen Behandlung Blockaden und Verkrampfungen gelöst werden (zum Beispiel mit Hypnose). Bei Kindern ist es außerdem besonders wichtig, dass sie lernen sich mit der Krankheit selbst zu lieben und dass sie viel bewirken können, indem sie aktiv an der Therapie mitarbeiten.
Mag. Eva Schröder ist Psychotherapeutin in Wien

Gut zu wissen: Neuer Therapieansatz bei Erwachsenen

Solltest du selbst zu den von Neurodermitis betroffenen Erwachsenen gehören, kann dir vielleicht eine neue Therapie helfen. Der Monoklonale Antikörper Dupilumab ist zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis bei Erwachsenen und Jugendlichen ab dem vollendeten 12. Lebensjahr zugelassen. In Studien brachte das neue Medikament, das in die Bauchdecke gespritzt wird, bei ca. 30 % der Patienten die Neurodermitis gänzlich zum Verschwinden. Bei den übrigen Patienten wurde eine wesentliche Besserung erreicht. Dein Hautarzt informiert dich über die neue Behandlungsmöglichkeit von Neurodermitis und bespricht mit dir, ob diese Therapie auch für dich geeignet ist.

Lass dir gezielt helfen!

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Auch in schwereren Fällen von Neurodermitis (atopischer Dermatitis) gibt es mittlerweile wirksame und gut verträgliche Medikamente. Nütze die Chance, bei Neurodermitis Beschwerdefreiheit oder zumindest eine spürbare Verbesserung zu erlangen. Dein Dermatologe kennt die neuesten Wirkstoffe – sprich ihn beim nächsten Arztbesuch darauf an und lass dich beraten!

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