Soziale Netzwerke
FacebookGoogle+YouTube
Suche Hautlexikon Newsletter

Nichts mehr verpassen!
Der hautinfo.at-Newsletter

* Pflichtfelder

Forum

Sonnenschutz für Kinder

Braucht Kinderhaut mehr Sonnenschutz? Und was hilft bei einem Baby mit Neurodermitis?

Es ist 12 Uhr mittags und dein Kind will partout nicht vom Spielplatz heim? Und natürlich knallt die Sonne erbarmungslos auf den unbeschatteten Sandkasten? Neben der Überlegung, wer um Himmelswillen eigentlich Spielplätze ohne Bäume oder Sonnensegel entwirft, stellt sich jetzt die Frage, wie die Haut deines Lieblings am besten geschützt werden kann.

Denn Kinderhaut ist anders: dünner, durchlässiger und viel empfindlicher bei Sonnenstrahlen. Die oberste Hornschicht verdickt sich erst ab dem zweiten Lebensjahr. Und erst ab da lernt die Haut zu bräunen. Bis zur Pubertät müssen daher Kinder im Sommer vor der Sonne besonders geschützt werden. Mit spezieller UV-Schutzkleidung, Sonnenhut, Sonnenbrille und Sonnenschutzmitteln mit hohem Lichtschutzfaktor. Denn gerade kleine Kinder haben oft noch nicht die Instinkte, in den Schatten zu gehen. Wenn es denn welchen gibt auf dem Spielplatz…

Kinderhaut vergisst nichts

Babys haben in den ersten ein bis zwei Jahren generell nichts in der prallen Sonne verloren. Aber selbst im Schatten schadet ein Sonnenschutz nicht. Hier in Österreich wird für Kinder ein Lichtschutzfaktor (LSF) 30 empfohlen. Je weiter du nach Süden kommst, desto eher solltest du aber zu LSF 50 greifen. Achte darauf, dass die Sonnencreme einen zertifizierten UVA- und UVB-Schutz hat. UVA-Filter schützen vor Sonnenunverträglichkeitsreaktionen, Erbgutschäden und vorzeitiger Alterung der Haut, UVB-Filter vor Sonnenbrand und seinen längerfristigen Folgen. Und bitte nicht das Nachcremen vergessen. Auch wenn die Kleinen jammern, wenn sie regelmäßig wieder bei der Mama vorstellig werden müssen: alle zwei Stunden sollte nachgecremt werden. Und zwar nicht nur am Strand von Grado, sondern auch im eigenen Garten. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Creme reichhaltig aufgetragen wird; mehr Creme bedeutet auch mehr Schutz.

In der Kindheit bereits späteren Hautkrebs vermeiden

Sommer Sonne Eucerin Hautpflege Sonnencreme Neurodermitis bei Kindern
Sonnencreme für Kinder

Schätzungen von Forschern haben ergeben, dass zwischen 25 und 50% der UV-Strahlung in der Kindheit und Jugend aufgenommen wird. „Die in der Kindheit und Jugend erworbenen UV-Schäden der Haut sind maßgeblich für das spätere Entstehen von Hautkrebs verantwortlich“, sagt Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (ADP). Daher sollten wir unsere Kinder vor der Sonne gut schützen. Und auch mit gutem Beispiel vorangehen und selber zu passender Kleidung und Kopfbedeckung greifen. Denn die Kinder lernen von uns.

Welche Sonnencreme ist geeignet?

Auch wenn einige Experten den Einsatz von Sonnencremes für die Kleinsten ablehnen: Um einen Sonnenbrand zu vermeiden - und die Haut vor Hautkrebs und vorzeitiger Hautalterung zu schützen - kommt man in südlichen Gefilden nicht um eine gute Sonnencreme herum. Wenn du ganz vorsichtig sein willst, dann creme beim Baby nur die Körperteile ein, die nicht durch die Kleidung geschützt sind. Denn im Vergleich zu uns Erwachsenen haben Babys eine größere Hautoberfläche. Und nehmen dadurch prozentual gesehen mehr Chemie über die Sonnencreme auf als wir. Auch müssen Babys noch lernen zu schwitzen und so den Körper abzukühlen. Sonnencreme erschwert das zusätzlich. Für Kinder geeignete Sonnencreme sollte vor einem breiten Strahlungsspektrum schützen, keine Duftstoffe enthalten und wenn möglich zusätzlich pflegende und feuchtigkeitsspendende Substanzen enthalten, die die Hautbarriere stärken. Wasserabweisende Produkte verzögern das Abwaschen und bieten so einen zeitlich begrenzten Schutz beim Baden oder starken Schwitzen.

Mineralische Filter für die Kleinen

Mineralische Sonnencremes kommen ohne chemische UV-Filter aus, die wie Hormone gebaut sind. Diese stehen im Verdacht, Körperfunktionen und Entwicklungsprozesse zu beeinflussen. Besonders empfindlich reagieren Kleinkinder, aber auch schon die ungeborenen Kinder im Mutterleib, auf diese hormonell wirksamen Stoffe. Auf gar keinen Fall sollten Sonnenschutzmittel auf Basis von Pflanzenölen verwendet werden, da sie über einen viel zu geringen Lichtschutzfaktor verfügen.

Mineralischen Sonnenschutzfiltern auf den Grund gegangen

Neurodermitis und Sonne

Um die richtige Sonnencreme insbesondere bei Neurodermitis zu finden, braucht es viele Versuche. Jede Haut reagiert je nach Zustand, Klima und Zeitpunkt des Auftragens anders. Was für die Schwester gut passt, muss also für den kleinen Bruder nicht unbedingt auch geeignet sein. Bei mineralischen Sonnencremes besteht die Gefahr, dass sie die Haut austrocknen und es zu Ekzemen kommt. Bei Kindern mit trockener Haut, Neurodermitis oder einer Erkrankung, die mit äußerlichen Kortisonpräparaten behandelt wird, sind daher Sonnenschutzprodukte mit chemischen Filtern vorzuziehen. Das bedeutet in diesem Fall abzuwägen, was für das Kind besser ist: chemische Produkte mit all den bekannten unschönen Nebenwirkungen wie Allergien und Hautreizungen oder mineralische Produkte, die die Haut austrocknen und zu noch mehr Hautreizungen führen können. Hat dein kleiner Liebling gerade einen aktuellen Schub, dann wird höchstwahrscheinlich gar kein Produkt passen. Dann gibt es nur eines: raus aus der Sonne.

Und wenn’s mal brennt?

Hausmittel Tipps Neurodermitis Schuppenflechte Akne Aloe Vera
Aloe Vera Gel hilft bei Sonnenbrand

Und jetzt ist es doch passiert: Das Kind hat ein bisserl zu viel Sonne abbekommen. Jetzt heißt es schnell ins Haus und Kühlen. Am besten mit einem feuchten kalten Handtuch oder Waschlappen. Auch kalter Topfen oder Joghurt kann auf den betroffenen Stellen für Linderung sorgen. Bei einem leichten Sonnenbrand helfen Aloe Vera-Gels aus dem Kühlschrank. Sollten sich schon Blasen gebildet haben, bitte umgehend mit dem Kind zum Arzt gehen. Das Kind sollte jetzt auf jeden Fall viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen und die Heilung der Haut zu unterstützen.

Mach den Produktcheck

Du willst wissen, was in deiner Sonnencreme steckt? Unter www.codecheck.info findest du eine genaue Analyse der Inhaltsstoffe und ihre Bewertung. So siehst du auf einen Blick, welche Emulgatoren, Konservierungsstoffe, Allergene oder Duftstoffe in deiner Sonnencreme stecken.

codecheck.info

UV-Index-Karte für Österreich

Um die Gefahr der UV-Strahlung besser einschätzen zu können, wurde der UV-Index entwickelt. Daran lässt sich ablesen, wie hoch die aktuelle Strahlenintensität ist. Unter www.uv-index.at findest du eine stets aktuelle UV-Index Karte für Österreich.

uv-index.at

6 Bewertung

5,83
Durchschnitt von 6 Bewertungen

  • 6 Sterne
    5
  • 5 Sterne
    1
  • 4 Sterne
    0
  • 3 Sterne
    0
  • 2 Sterne
    0
  • 1 Stern
    0
Anzeige

Hautforum - Du bist nicht alleine!

Wenn du ein neues Thema erstellen möchtest, musst du dich registrieren. Eine Registrierung kostet nichts und ist in wenigen Minuten erledigt, du kannst dann sofort deine Frage ans Forum stellen oder deine Tipps abgeben. Wenn du bereits registriert bist, dann melde dich hier an.

Jetzt registrieren

Die hautinfo.at-Experten

hautinfo.at Experten