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Schulanfang ist doppelter Stress für hautkranke Kinder

Wenn dein Kind Neurodermitis hat, lernst du mit der Zeit, Juckreiz zu lindern und Ablenkungen zu organisieren. Alles, was den nächsten Schub auslösen kann, versuchst du selbstverständlich zu ver-meiden. Aber manche Situationen lassen sich nicht umgehen, so wie der Stress zum Schulanfang. Die Angst vor Bloßstellungen, Versagen oder Hänseleien kann dazu führen, dass die Haut besonders sensibel reagiert. Wir geben Tipps, wie du dein Kind mit Neurodermitis für die Schule vorbereiten kannst.

Neurodermitis ist heutzutage kein Einzelfall mehr: Fast jedes 7. Kind leidet bereits unter der chronischen Hauterkrankung. In vielen Fällen bessert sich die Erkrankung bis zum Schulalter, bei einigen dann in der Pubertät und bei manchen Menschen bleibt die Neurodermitis ein ganzes Leben lang bestehen. Wissenschaftlich lässt sich bis heute nicht vollständig klären, wie es zu der Hauterkrankung kommt. Forscher reden von einer multifaktoriellen Ursache für die chronische Erkrankung. Eine Mischung aus genetischer Veranlagung, einer überschießenden Reaktion des Immunsystems und unterschiedlichen Umwelteinflüssen kommen als Ursache in Frage.

Insbesondere eine gestörte Hautbarriere ist für die Entstehung der Krankheit verantwortlich. Daraus entsteht ein Feuchtigkeitsverlust, der zu den typischen Symptomen trockene Haut, Juckreiz und Hautentzündungen führt. Durch diese nicht intakte Barrierefunktion der Haut können Bakterien und Viren von außen leichter in den Körper eindringen und wiederum zu Hautirritationen führen. Im Vergleich zu gesunder Haut ist die Talgproduktion verringert und die Schweißregulation gestört.

Stress verstärkt Neurodermitis

Die Beschwerden mit Neurodermitis können durch Stress und psychische Belastung verstärkt werden. Gerade für Kinder entsteht dann oft ein Teufelskreis. Denn der Juckreiz ist sehr belastend und führt zu verstärkter Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche und Schlaflosigkeit. Das wiederum verstärkt nicht nur die schlechte Laune des Kindes und seines Umfeldes, sondern auch die Neurodermitis.

Entgegen vorherrschender Meinung ist Stress mitnichten ein Problem von überarbeiteten Managern. Stress kann jeden plagen: von der Hausfrau über den Selbstständigen oder Arbeitsnehmer bis hin zum Kind. Die heutigen Zeiten sind generell stressiger und fordernder geworden. Für Patienten mit Neurodermitis ist es daher umso wichtiger, Stress zu vermeiden oder abzubauen.

Schulstress nicht ignorieren

Wenn Studierende oftmals gestresster sind als Arbeitnehmer, sagt das eine Menge über unser Bildungssystem aus. Mit Sorge beobachten Psychologen, dass der Druck bereits bei den Kleinen in der Schule beginnt. Da müssen Fremdsprachen genauso gut wie Randsportarten beherrscht werden und es gibt immer jemanden in der Klasse, der mit Unterstützung von Nachhilfelehrern ein bisschen besser ist. Dank Internet können Heranwachsende sich mit ein paar Klicks mit anderen vergleichen - und bei den geschönten Bildern aus den sozialen Medien kommt ein normales Kind meist nicht gut weg. Dazu üben Meldungen über Wunderkinder und Unternehmensgründungen noch vor dem Schulabschluss einen permanenten Druck aus. Und das ist nur der Stress, den ein Kind oder Jugendlicher mit einer intakten, oft makellosen Haut hat.

Wenn jetzt noch eine Hauterkrankung wie Neurodermitis dazu kommt, steigt der Stress bei Kindern noch zusätzlich. Kleinere Kinder sind oft den unwissenden Hänseleien ihrer Mitschüler ausgesetzt. Werden sie älter, schämen sie sich, ihren Körper zu zeigen und ziehen sich vor sportlichen Aktivitäten zurück. Der permanente Juckreiz während der Schübe lässt sich nicht verstecken und kann die Zielscheibe von verletzenden Bemerkungen sein. In der Folge schlafen die Betroffenen schlecht, sie sind unkonzentriert und nervös. Wenn die Krankheit zu schlechteren Noten führt, kommen sie noch mehr unter Stress und die Spirale dreht sich noch schneller.

Tipp: Physiogel Daily Moisture Therapy

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Die Hautpflege-Serie von PHYSIOGEL bietet speziell auf empfindliche Haut abgestimmte Pflegeprodukte ohne Parfüm und Farbstoffe. Die PHYSIOGEL-Pflegeprodukte enthalten die fortschrittliche BioMimetic Technologie, welche die lamellare Struktur der Haut nachahmt und so die Haut-Lipid-Barriere durch hautverwandte Lipide regeneriert und stärkt. Feuchtigkeit wird eingeschlossen, so dass empfindliche Haut geschmeidig und weniger trocken wird. Hochwertige Inhaltsstoffe pflegen und schützen die Haut vor weiterer Reizung. Die Hautpflegeserie von PHYSIOGEL ist auch für die empfindliche Baby- und Kinderhaut geeignet. PHYSIOGEL Daily Moisture Therapy bekommst du rezeptfrei in deiner Apotheke.

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Was kannst du als Elternteil tun?

Rede mit deinem Kind. Zeig ihm, dass du hinter ihm stehst. Es ist wichtig, dass die kleinen Patienten so früh wie möglich ein Verständnis für die Krankheit bekommen. Je besser sie Bescheid wissen, warum ihre Haut so ausschaut, umso besser können sie es ihrem Umfeld erklären. Denn wenn die Klassenkameraden wissen, dass die Krankheit nicht ansteckend und auch nicht durch mangelnde Hygiene entstanden ist, werden sie sie akzeptieren und in der Folge dann auch ignorieren.

Werden die Kinder größer ist es wichtig, den Fokus etwas von der Krankheit zu nehmen. Lass nicht zu, dass dein Kind sich nur über die Krankheit definiert und stärk sein Selbstwertgefühl. Gerade in der Pubertät neigen Kinder zur Schwermütigkeit und sind besonders anfällig für Weltschmerz und depressive Phasen. In dieser Zeit neben vielleicht Akne auch noch Neurodermitis zu haben, ist eine Riesenbelastung. Ein Gespräch mit dem Lehrer kann helfen, ein Verständnis im Umfeld aufzubauen und die größten Mobber etwas einzufangen. Es ist die Pflicht der Lehrer, bei starkem Mobbing ein-zugreifen.

3-Säulen-Therapie bei Neurodermitis

Bei den ersten Anzeichen von Neurodermitis bei deinem Kind solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Die Wissenschaft entwickelt permanent neue Therapiemöglichkeiten und Lösungsansätze. Ein guter und vertrauensvoller Arzt kann dein Kind mit einer individuell angepassten Therapie behandeln und ihm somit die Chance geben, die Symptome so gut wie irgend möglich in den Griff zu bekommen. Dazu wird der Hautarzt eine dreistufige Therapie vorschlagen.

In der sogenannten Basistherapie wird auch in den schubfreien Phasen die Haut zweimal täglich von Kopf bis Fuß mit rückfettenden Produkten gut eingecremt. Wichtig ist dabei die passende Pflege zu finden. Cremes mit hautverwandten Lipiden ziehen besonders gut ein und können den Fett- oder Feuchtigkeitsverlust der Haut gut ausgleichen. Da jeder Patient anders reagiert, wirst du vielleicht ein paar ausprobieren müssen, bis du die richtige findest. Für dein Kind kannst du aus dem Eincremen eine Art Ritual daraus machen, kombiniert mit einer angenehmen Massage oder dem Erzählen einer kleinen Geschichte.

Die zweite Säule ist das Vermeiden der bekannten Auslöser. Die sogenannten Trigger sind bei je-dem Patienten unterschiedlich und können z.B. Hausstaubmilben umfassen, Lebensmittel wie Milch oder Ei oder auch Haustiere oder bestimmte Waschmittel. Ein großer Trigger ist Stress und alles, was auf die Psyche schlagen kann.

Die dritte Säule der Behandlung ist die medizinische Betreuung durch einen Hautarzt. Neurodermitis kann nicht durch Selbstmedikation behandelt werden. Die Entzündung der Haut muss unbedingt medizinisch behandelt werden, oft ist ein leichtes Cortison-Präparat das einzige, was die Leiden deines Kindes schnell lindern kann. Wenn die ersten Medikamente nicht helfen, gilt es nicht aufzugeben. Nicht jedes Medikament wirkt bei jedem Patienten, oftmals muss man ein bisschen ausprobieren.

Tipp: Hautpflegeserie Physiogel A.I.

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Die Hautpflegeserie Physiogel A.I. ist nicht nach dem herkömmlichen Öl-in-Wasser- oder Wasser-in-Öl-Prinzip aufgebaut, sondern weist eine innovative lamellare Struktur auf. Diese ist identisch zur menschlichen Haut-Lipid-Barriere und daher besonders gut zur Beruhigung trockener, juckender und gereizter Haut geeignet. Sie enthält ausschließlich hautverwandte Lipide pflanzlichen Ursprungs, die leicht in die Epidermis transportiert werden und den Fett- beziehungsweise Feuchtigkeitsverlust der Haut ausgleichen. Die schützende Hautbarriere wird gezielt und langanhaltend regeneriert, was für die Therapie der Neurodermitis sehr wichtig ist. Auf Parfüm und Farbstoffe wird zur Gänze verzichtet. Wissenschaftlich nachgewiesen: Bei regelmäßiger zweimal täglicher Anwendung der Physiogel A.I. können Neurodermitiker ihren Juckreiz deutlich lindern und ihren Cortison-Bedarf reduzieren. Du bekommst Physiogel A.I. rezeptfrei in deiner Apotheke.

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Wertvolle Tipps für den Alltag

Für einen entspannteren Umgang mit Neurodermitis gibt es ein paar grundsätzliche Verhaltensweisen. Denn auch wenn die chronische Hauterkrankung nicht geheilt werden kann, können die Symptome heutzutage recht gut behandelt werden. Wichtig ist dabei, dem Kind eine tägliche Routine vorzuleben. Die Behandlung der Neurodermitis muss für den kleinen Patienten selbstverständlich werden.

  • Tägliche Hautpflege: Die Haut sollte täglich, besonders nach dem Duschen oder Baden, mit einem rückfettenden Pflegeprodukt eingecremt werden.
  • Kurze, nicht zu heiße Ölbäder oder rückfettende Badezusätze können ein Austrocknen der Haut zusätzlich verringern.
  • Duschen statt Baden: Sobald das Kind alt genug ist, sollte es eher geduscht als gebadet werden, da dies die Haut weniger austrocknet.
  • Kurze Fingernägel: Um ein Aufkratzen der Haut zu vermeiden, sollten die Fingernägel so kurz wie möglich geschnitten sein.
  • Vorwäsche: Neue Kleidung unbedingt mehrfach vor dem ersten Tragen waschen und gründlich ausspülen.
  • Natur statt Plastik: Ist die Kleidung zu eng, kann das die Haut zusätzlich reizen. Statt Kunstfasern oder kratzenden Materialien wie Wolle besser einen leichten, weiten Stoff aus Baumwolle, Leinen oder Seide wählen.
  • Lieber kühler als heißer: Schwitzen verstärkt den Juckreiz, daher vermeide überhitzte Räume.

Morgen geht die Schule los

Was tun, wenn das Kind unter Tränen nicht zur Schule gehen will? Die Krankheit kannst du deinem Kind leider nicht abnehmen. Das stresst natürlich auch dich als Elternteil. Wichtig ist jetzt, dass sich dein Kummer und der Stress rund um die Krankheit nicht auch noch auf das Kind überträgt. Gemeinsam mit dem kleinen Patienten gilt es, den richtigen Umgang mit der Krankheit zu lernen. Wenn die Eltern sich zusammen mit den Kindern mit der Krankheit beschäftigen und ausprobieren, was Linderung bringt, unterstützt das die Kinder im Umgang mit der Krankheit. Gemeinsam lernt die Familie, gelassener an den Alltag heranzugehen. Zu wissen und zu akzeptieren, dass es keine perfekte Lösung für Neurodermitis gibt, kann eine Menge Druck rausnehmen.

Wenn das Kind erkennt, dass sich die Neurodermitis verstärkt, wenn es sich auf Stress einlässt, ist bereits ein großer Schritt getan. Übe mit ihm, wie es sich entspannen kann. Bring ihm bei, dass die Krankheit nicht gewinnen darf. Als Elternteil wirst du die Hänseleien und Tuscheleien leider nicht unterbinden können. Aber du kannst dafür sorgen, dass dein Kind das notwendige Selbstbewusstsein aufbaut. Dann kann es hoch erhobenen Hauptes den Gang durch das Schultor gehen.

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