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Hände weg wenn´s juckt

Der Juckreiz ist bei Kindern mit Neurodermitis bereits oft unglaublich quälend. Dieser Juckreiz versetzt die Kleinen in eine Stresssituation. Durch das Kratzen wird die Haut aufgerissen und die Hautbarriere wird weiter geschädigt. Damit treten wieder neue Entzündungen auf, welche wiederum den Juckreiz anheizen. So können Eltern ihren Kindern helfen!

Wissenswertes zum Juckreiz

Der Juckreiz ist als ein Alarmsignal der Haut auf eine geänderte äußere oder innere Situation zu erklären. Er kann durch verschiedene mechanische, physikalische und chemische Einflüsse verursacht werden. Eigentlich handelt es sich um eine Missempfindung, die das Verlangen nach Kratzen auslöst. Der Juckreiz verleitet zum Kratzen der betroffenen Stellen und kurzzeitig stellt sich auch eine Linderung des Juckreizes ein, aber die Haut wird immer stärker gereizt. Es ist keine Seltenheit, dass der Betroffener solange kratzt, bis die Haut an der gekratzten Stelle blutig ist und der Schmerz den furchtbaren Juckreiz überlagert. Der Juckreiz und das daraus resultierende, zwanghafte Kratzen ist oft schlimmer zu ertragen wie die eigentliche Hautkrankheit. Dieser Juckreiz sollte wie jedes andere Symptom auch konsequent behandelt werden. Juckreiz begleitet eine Neurodermitis meist konsequent. Er raubt den Schlaf und entfacht einen Teufelskreis: Denn die Haut wird durch die Kratzattacken blutig geschoren, die offenen Stellen entzünden sich und heizen den Juckreiz noch mehr an. Dennoch entkommt man dem Kratzen kaum und folgt dem unwiderstehlichen Drang. Es bringt auch kurzfristig Erleichterung, aber kurz darauf fühlt man sich nach jeder Kratzattacke unwohl in seiner Haut. Es ist wörtlich zum aus der Haut fahren. Der Juckreiz kann letztlich zu physischer und psychischer Erschöpfung führen.

Es beginnt ein fataler „Juck-Kratz-Juck-Kratz“-Kreislauf

  • Je mehr man kratzt, desto stärker wird der Juckreiz!
  • Die Hautbarriere wird weiter zerstört und wird anfälliger für diverse Infektionen, da sich Bakterien, Viren und sonstige Mikroorganismen auf der kaputten Haut sehr wohlfühlen.
  • Oftmals lässt der Juckreiz auch in der Nacht nicht nach und stiehlt somit den Betroffenen besonders in einer Schubphase den notwendigen Erholungsschlaf. Es wird auch unbewusst während des Schlafens gekratzt. Dies ist wie ein natürlicher Reflex, der willentlich kaum zu bezwingen ist.

Eucerin AtopiControl hilft bei Neurodermitis

Eucerin Anti Juckreiz Creme

Die AKTIV CREME beruhigt die gereizte und gerötete Haut und durchbricht den Juck-Kratz-Kreislauf der atopisch-trockenen Haut. Die Haut wird intensiv gepflegt, gerade auch während eines akuten Neurodermitis Schubs. Ein einzigartiger Komplex mit regenerierenden Omega-6-Fettsäuren, hautberuhigendem Licochalcone A und antibakteriellem Decandiol wirkt erfolgreich gegen Juckreiz. Der SPRAY lindert - wie der Name verspricht - sofort den Juckreiz und die irritierte und gerötete Haut wird pflegend beruhigt. Die besondere Pflegeformel enthält Menthol, das zusätzlich eine kühlende Wirkung aufweist. Eucerin AtopiControl ist für Kinder ab drei Jahren geeignet.

Weiterführende Informationen auf eucerin.at

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Nützliche Tipps, wie du dein Kind unterstützen kannst

"Nicht kratzen!“ - zu diesem Ausspruch neigt man sehr schnell im Umfeld, kann aber nur von jemanden kommen, der diesen immensen Juckreiz nicht nachvollziehen kann. Dabei ist „Nicht kratzen!“ alles andere als einfach für den kleinen Patienten. Der Juckreiz und der Impuls, ihn mittels Kratzen zu bekämpfen, ist einfach da. Aber es gibt ein paar gute Maßnahmen, um Juckreiz zu lindern.

Sorge für kurze Fingernägel: Da sich das Kratzen nicht immer vermeiden lässt, sollten die Fingernägel des Kindes jeden zweiten Tag geschnitten werden, um die Verletzungen der Haut durch das Kratzen so gering wie möglich zu halten.

Liebevoller Umgang: Trotz mehrmaliger Aufforderung kratzt dein Kind weiter und du könntest wieder einmal die Nerven verlieren? Auch wenn es in dieser Situation schwer fällt: Hier ist Gelassenheit gefragt, um dein Kind zu beruhigen und die Ruhe zu übertragen.

Für Ablenkung sorgen: Der Fokus auf das Jucken verstärkt das Jucken und so gilt es dein Kind abzulenken. Kinder sind schnell zu begeistern und dankbar für jede Abwechslung. Welche Methode am besten wirkt und ob dein Kind lieber körperlich oder mental beschäftigt werden mag, ist ganz individuell. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. CDs hören oder spannende Geschichten vorlesen sind nur zwei von vielen Beispielen.

Streicheleinheiten: Es reicht manchmal schon, wenn du die juckende Stelle mit massieren, liebevollem streicheln oder zwicken bearbeitest, bevor dein Kind seine Fingernägel in die Haut rammt. Anstatt auf dem Ekzem direkt zu kratzen, kann auch die umliegende gesunde Haut gekratzt oder gezwickt werden. Beim Kratzen entsteht ein Schmerzimpuls, der über die Nervenbahnen ins Gehirn geleitet wird und dort den Reiz und die Empfindung des Juckreizes blockiert.

Kauf eines Kratzklötzchens: Aus der Psychologie entstand die Idee eines Kratzklötzchens. Anstelle des Kratzens kann die juckende Haut massiert, gedrückt oder beklopft werden. Dem Hirn wird dadurch suggeriert, dass gekratzt wird und der Juckreiz lässt nach. Dem Kind wird dadurch eine Alternative zum Kratzen geboten, die langfristig zu einer neuen Gewohnheit wird. Anstelle eines Kratzklötzchens kann auch ein Kuscheltier verwendet werden.

Spezielle Tamagotchi: Man kennt diese kleinen Computereier noch aus den 90igern. Mitterlweile wurden spezielle Tamagotchis für Kinder entwickelt, die in einer Akutsituation ablenken.

Kühle Umschläge: Eine zumindest kurzfristige Linderung des Juckreizes erreichst du bei deinem Kind durch kühle Umschläge (zum Beispiel aus schwarzem Tee) oder kühles Duschen.

Volle Wanne: Gönne deinem Kind ein 10-minütiges Vollbad mit ca. 35Grad warmen Wasser, das du mit rückfettenden und juckreizlindernden Zusätzen anreicherst. Das verschafft deinem Kind Entspannung für die Haut und für die kleine Seele. Direkt im Anschluss muss die Haut gut eingecremt werden und es sollte angenehme, nicht enganliegende Baumwollkleidung anziehen.

Wirksames Antihistaminikum: Neben den äußerlichen Anwendungen, kannst du deinem Kind auch ein Antihistaminikum verabreichen, das eine Linderung des Juckreizes bringt. Erkundige dich bei eurem Hautarzt, welches Antihistaminikum gut geeignet ist.

Und zu guter Letzt: das Kind loben Wenn es dein Kind schafft sich erfolgreich gegen den Juckreiz durchzusetzen, dann hat es ganz viel Lob verdient! Kratzt sich das Kind dennoch, das wird sehr wahrscheinlich öfter vorkommen, darfst du nicht schimpfen. Schuldgefühle helfen dem Kind überhaupt nicht. Kinder können ab dem Alter von ca. vier Jahren selbst beginnen, Verantwortung für ihre Haut zu übernehmen. So sollte das Kind sobald als möglich über die notwendige Hautpflege informiert werden. Je älter sie werden, umso häufiger können sie das Eincremen selber übernehmen und du darfst dein Kind ruhig auch in die Produktauswahl bei der Pflegecreme miteinbeziehen.

Juckreiz in der Nacht

Häufig ist in der Nacht der Juckreiz besonders schlimm, wir haben ein paar Tipps:

  • das abendliche eincremen ist erledigt
  • das Kind ist in einen hautverträglichen und weichen Pyjama gekleidet
  • die Zimmertemperatur sollte zwischen 15 und 19 Grad liegen
  • wenn das Kind noch sehr klein ist: unbedingt hingehen, mit ihm sprechen, die juckende Haut streicheln oder mit Coolpacks kühlen.
  • grelles Licht dabei vermeiden, dies hindert am raschen Wiedereinschlafen
  • wenn das Kind schon älter ist und sich selbst helfen kann (ab ca. 5 Jahre): es sollte sobald wie möglich lernen, Selbstverantwortung für die Neurodermitis zu übernehmen. Die Creme wird abends neben das Bett gelegt und es weiß selbst, wo die Coolpacks zu finden sind. Das klingt vielleicht hart, aber eine langsame Entwöhnung von der nächtlichen Aufmerksamkeit der Eltern kann einem Kind liebevoll "verkauft" werden: Du hast es nicht weniger lieb, ganz im Gegenteil du bist stolz darauf, dass es schon so groß ist und sich selbst versorgen kann, wenn der Juckreiz kommt. Und wieder loben, wenn es gut klappt!

Das Juckreiz-Gedächtnis

Neben einem Schmerz-Gedächtnis gibt es ein Juckreiz-Gedächtnis, welches dich mit jeder neuen Juckreizattacke den Juckreiz als stärker empfinden lässt. Das große Problem ist, dass mit dem automatischen Aufkratzen der Haut das Muster Jucken-Kratzen sich im Gehirn einbrennt und damit mit der Zeit das automatische Kratzen zu einer festen Gewohnheit im Alltag wird. Aber damit wird die schon geschädigte Haut nur noch weiter geplagt und gibt ihr eigentlich gar keine Chance auf ein Abheilen. Daher gilt: wenn dein Kind beginnt, darauf los zu kratzen, versuche es vom Kratzen abzulenken. Denn mit der Zeit wird das automatische Kratzen zu einer festen Gewohnheit im Alltag.

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