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Richtige Ernährung bei Neurodermitis

Sorge für eine ausgewogene Ernährung! Es gibt keine generell wirksame Diät bei Neurodermitis, die bei jedem Betroffenen zu einer Verbesserung der Symptome führen würde. Eine bewusste Ernährung ist aber ganz sicher ein entscheidender Faktor für einen positiven Verlauf der Krankheit.

Eine falsche Ernährung kann Neurodermitis verstärken. Neurodermitis ist oft gekoppelt mit einer Allergie auf verschiedene Nahrungsmittel. Um diese Hauterkrankung gut zu therapieren, solltest du wissen, welche Lebensmittel bei dir eine Allergie auslösen können. Sehr häufig werden zum Beipsiel Allergien bei histaminhältigen Lebensmitteln festgestellt. 

Schon Hippocrates sagte: „Eure Heilmittel sollen Eure Nahrungsmittel und Eure Nahrungsmittel Eure Heilmittel sein.“ Dieses Zitat ist selbsterklärend und soll lediglich darauf hinweisen, wie wichtig eine gesunde und ausgewogene Ernährung für den gesamten menschlichen Körper ist. Eine bewusste und für jeden Einzelnen individuell abgestimmte Ernährung ist ganz sicher ein entscheidender Faktor für einen positiven Verlauf der Neurodermitis.

Achte auf eine genügende Flüssigkeitszufuhr! Du brauchst täglich mindestens 2 Liter Flüssigkeit, um die Haut von innen vor dem Austrocknen zu bewahren. Am besten eignet sich dafür Wasser oder ungesüßter Tee. Wenn du zuwenig trinkst, darfst du dich nicht überhaupt nicht wundern, wenn deine Haut sehr trocken ist. Genug Flüssigkeit ist Grundvorraussetzung für eine stabile Haut.

Entgifte regelmäßig deinen Organismus! Der gesamte Organismus ist nach medikamentösen Therapien und unserem wohlstandsverwöhnten Lebensstil geschwächt. Nicht nur dein Zuhause freut sich über einen jährlichen gründlichen Putz, auch dein Körper hat eine regelmäßige Entgiftung verdient.

Die Haut ist ein Spiegelbild des Darms - ein gesunder Darm ist Voraussetzung für eine schönere Haut.  Die Darmsanierung solltest du nicht erst bei akutem Durchfall oder Verstopfung ins Auge fassen. Probiotische Bakterien sorgen im Darm für eine geregelte Verdauung und den Abtransport von Giftstoffen sowie die Aufnahme wichtiger Vitamine und Spurenelemente. Die einfachste und günstigste Variante ist die tägliche Zufuhr von drei Litern Wasser oder Kräutertee. Damit können viele angesammelte Giftstoffe über die Niere ausgeschieden werden und belasten nicht die Haut. Wir empfehlen das Trinken eines basischen Kräutertees, welchen du dir in der Apotheke zusammenstellen lassen kannst. Folgende Kräuter mit basischer Wirkung sind empfehlenswert: Brennnessel, Zinnkraut, Königskerze, Thymian, Kamille, Löwenzahn, Pfefferminze, Melisse oder Ingwer.

Versuche histaminhältige Lebensmittel zu meiden

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In folgenden Nahrungsmitteln ist Histamin verstärkt zu finden:

  • Sekt, Wein (vorwiegend Rotwein), Bier
  • Käse
  • Salami, Rohwurst, Dosenwurst
  • Nüsse aller Art (vor allem Haselnüsse)
  • bestimmte Gemüsesorten wie Sauerkraut, Aubergine, Tomaten, Spinat, Avocado
  • bestimmte Obstsorten wie Erdbeeren, Kiwis sowie Zitrusfrüchte aller Art
  • Produkte aus Germteig
  • Dosenfisch
  • Schokolade

Chronische Übersäuerung

Viele Menschen leiden aufgrund eines zu starken Zucker-, Mehl- und tierischen Eiweißkonsums an einer chronischen Übersäuerung des Körpers. Diese Übersäuerung fördert die Entzündungsanfälligkeit und damit auch die Symptome der Neurodermitis. Eine einfache Möglichkeit der Beseitigung einer Übersäuerung ist das Zuführen von basischen Nahrungsmitteln, damit diese die Säuren neutralisieren können.

Sei vorsichtig bei Kuren und Diäten!

Es gibt keine spezielle Neurodermitis-Diät, welche bei jedem Neurodermitiker helfen könnte. Es gibt keine prinzipiell „guten“ und „bösen“ Lebensmittel, die alle oder kein Neurodermitiker verträgt. Eine Nahrungsmittelallergie ist ein sehr individuelles Phänomen. Nur weil bei einer Person die Hinzunahme oder Vermeidung von bestimmten Nahrungsmitteln einen Erfolg gebracht hat, kann bei dir genau diese Ernährungsänderung zu einer Verschlimmerung der Situation oder zu nicht notwendigen Mangelerscheinungen führen. Jemand, der anderes behauptet, hat den Wirkmechanismus der Krankheit nicht verstanden und ist schon aus diesem Grund kein guter Ratgeber.

Das sagt die hautinfo.at Expertin

Dr. Nadine Mothes-Luksch Hautärztin Dermatologin Wien Neurodermitis Kinder

Die Rolle der Nahrungsmittelallergien bei Neurodermitis wird allgemein überschätzt. Ich erlebe immer wieder, dass Patienten unsinnige Diäten machen, insbesondere bei Kindern, obwohl ihre Neurodermitis nach näherem Nachfragen oder dem Führen von Beschwerdetagebüchern nichts mit der Ernährung zu tun hat. Deshalb ist es wichtig, jeweils mit einem/er Spezialisten/in zu sprechen und abzuklären ob hier echte Nahrungsmittelallergien vorliegen und ob das eine oder andere Nahrungsmittel wirklich im zeitlichen Zusammenhang einen Ekzemschub auslöst. Gerade Kindern sollten wichtige Nährstoffe nicht vorenthalten werden.
Dr. Nadine Mothes-Luksch, Dermatologin in Wien, www.hautimzentrum.at

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