Soziale Netzwerke
FacebookGoogle+YouTube
Suche Hautlexikon Newsletter

Nichts mehr verpassen!
Der hautinfo.at-Newsletter

* Pflichtfelder

Forum

Neurodermitis Diagnose

Gemeinsam mit einem Arzt kannst du sehr schnell feststellen, ob es sich tatsächlich um eine Neurodermitis handelt oder einen harmlosen Hautausschlag. Um wirklich sichergehen zu können, empfehlen wir dir einen Termin bei einem Hautarzt.

Ein erfahrener Dermatologe kann aufgrund des Verlaufs deiner Krankengeschichte sowie der Symptome auf deiner Haut meist eine genaue Diagnose stellen und eine entsprechende Behandlung einleiten.

Juckreiz, schuppige Haut und Flecken

Das Immunsystem eines Neurodermitikers ist permanent in Alarmbereitschaft und reagiert auf viele (für gesunde Menschen harmlose Reize) mit verschiedensten Symptomen wie gerötete Hautstellen bis hin zu blasser, sehr trockenen, schuppenden Haut, die mit starkem Juckreiz einhergehen können. Damit ist der Teufelskreis perfekt: durch das Jucken wird gekratzt und dies führt zu Hautentzündungen, welche wiederum Juckreiz auslösen.

Eine symptomatische Behandlung (Juckreiz und Hautentzündung werden mit jeweils passenden Medikamenten behandelt) der Neurodermitis ist unausweichlich um eine bakterielle bzw. virale Infektion der Haut zu verhindern. Die Neurodermitis tritt üblicherweise in Schüben auf. Zwischen den Schüben gibt es wiederum Zeiten, in denen man komplett beschwerdefrei leben kann. Die Länge und Ausprägung eines Schubes fällt bei jedem Betroffenen unterschiedlich aus. Wichtig: Auch in einem schubfreien Intervall ist die Haut des Neurodermitikers trocken und übersensibel und eine tägliche Basishautpflege ist unabdinglich.

Vermeide die Triggerfaktoren!

Neben der Erstdiagnose gibt es verschiedene ergänzende Tests wie z.B. ein Blut- oder Allergietest. Diese werden durchgeführt, um deine Neurodermitis-Auslöser und sogenannte Triggerfaktoren zu identifizieren.

Triggerfaktoren sind jene Faktoren, die die Neurodermitis zwar nicht im eigentlichen Sinne verursachen, aber einen neuen Schub auslösen können. Jeder hat seine "eigene" Neurodermitis und damit seine individuelle Kombination an Triggerfaktoren. Als Neurodermitiker ist es wichtig, deine wichtigsten Triggerfaktoren zu kennen und diese soweit wie möglich zu vermeiden um die Symptome so gering wie möglich ausfallen zu lassen.

Interessant ist, dass sich bei einigen Neurodermitikern die Triggerfaktoren im Laufe des Lebens ändern, z.B. kann eine Hausstaubmilbenallergie plötzlich verschwinden und/oder eine Pollenallgergie kommt dazu. Auch dies gilt es mit dem behandelnden Arzt zu besprechen. Wir stellen dir nachfolgend häufig auftretende Triggerfaktoren vor.

Hausstaubmilben

Viele Neurodermitiker reagieren auf Hausstaubmilben, diese niesten sich zuhause an verschiedenen Plätzen wie Matratze, Bett, Teppichen und Sofas ein. Dieser Triggerfaktor kann über Haut- und Bluttests erfasst werden. Stellt sich heraus, dass du Milbenallergiker bist, empfehlen wir zumindest die Anschaffung von milbendichten Bettbezügen. Weitere Infos und Tipps bei Hausstaubmilbenallergie >

Tierhaare

Neurodermitische Haut reagiert oft allergisch auf Tierhaare, besonders die bei uns beliebten Haustiere wie Katzen oder Hunde können oft der Auslöser von Juckreiz und Ausschlag sein. Wenn du merkst, du bist allergisch gegen das Tier, können wir nur dazu raten, es wegzugeben. Weitere Infos zur Tierallergie >

Pollen

In den letzten Jahren hat sich zunehmend gezeigt, dass Neurodermitis und Pollenallergie einhergehen. Obwohl sich der Hautzustand sich in der warmen Jahreszeit bei den meisten Betroffenen generell bessert, werden die Pollen zunehmend eine große Belastung. Du denkst, du leidest auch unter einer Pollenallerige? Du solltest über deine "Pollen" genau Bescheid wissen (Blütezeit etc.) , nur so kannst du diesen gezielt aus dem Weg gehen und deine Beschwerden in Grenzen halten. Weitere Infos und viele Tipps zur Pollenallergie >

Nahrungsmittel

Neurodermitis und eine Sensibilität auf Nahrungsmittel sind oft miteinander verbunden. In den westlichen Industriestaaten hat sich im Laufe der letzten 20 Jahre eine viel zu zucker- und fetthaltige Ernährung etabliert. Gerade Zucker und gesättigte Fette sind schädlich für sehr viele Neurodermitiker und beeinflussen den Hautzustand negativ. Zu den typischen Nahrungsmittelallergien bei Neurodermitis zählen auch Kuhmilch, Hühnerei, Nüsse, Weizenmehlprodukte sowie diverse Farbstoffe, Konservierungsmittel und künstliche Aromen. Welches Nahrungsmittel dann tatsächlich eine Allergie auslöst hängt von jedem Einzelnen ab und lässt sich nicht generalisieren. Es ist für Neurodermitis-Betroffene wichtig, sich ausgewogen, allergen- und histaminarm zu ernähren. Achtung: Besonders während der Pollenhochsaison können sich Allergien bei bestimmten Nahrungsmitteln verstärken! Diagnose: Bei Kindern sind Nahrungsmittelallergien als Auslöser nicht selten, deshalb ist es bei kleinen Kindern sinnvoll, Blut- und Allergietests durchzuführen. Bei erwachsenen Neurodermitkern bringen diese Tests meist keine verwertbaren Ergebnissse. Weitere Infos zur Nahrungsmittelallergie >

Das sagt die Expertin

Dr. Nadine Mothes-Luksch Hautärztin Dermatologin Wien Neurodermitis Kinder

Die Rolle der Nahrungsmittelallergien bei Neurodermitis wird allgemein überschätzt. Ich erlebe immer wieder, dass Patienten unsinnige Diäten machen, insbesondere bei Kindern, obwohl ihre Neurodermitis nach näherem Nachfragen oder dem Führen von Beschwerdetagebüchern nichts mit der Ernährung zu tun hat. Deshalb ist es wichtig, jeweils mit einem/er Spezialisten/in zu sprechen und abzuklären ob hier echte Nahrungsmittelallergien vorliegen und ob das eine oder andere Nahrungsmittel wirklich im zeitlichen Zusammenhang einen Ekzemschub auslöst. Gerade Kindern sollten wichtige Nährstoffe nicht vorenthalten werden.
Dr. Nadine Mothes-Luksch, Dermatologin in Wien, www.hautimzentrum.at

Stress und psychische Belastung

Emotionale Faktoren wie negativer Stress und andere seelische Belastungen wie zum Beispiel Prüfungssituationen, Ehekrisen, Scheidung, Tod eines geliebten Menschen oder Konfliktsituationen am Arbeitsplatz spielen für jedermann eine große Rolle im Leben. Bei einem Neurodermitiker werden aber dadurch zusätzlich neue Entzündungsschübe im Körper begünstigt. Dazu kommt die psychische Belastung durch die Neurodermitis selbst. Eine reine Haut gilt als Zeichen von Attraktivität, Erotik und Anziehung. Die Werbebranche verspricht quasi jedem bei Anwendung der beworbenen Pflegecremes eine “glatte Haut wie ein Babypopo”. Ein guter Psychotherapeut oder ein spezialisierter Lebensberater kann helfen, sich in der eigenen Haut wieder wohler zu fühlen. Weitere Infos dazu >

0 Bewertung
Hautforum - Du bist nicht alleine!
Anzeige - Physiogel Superbanner
Anzeige

Hautforum - Du bist nicht alleine!

Wenn du ein neues Thema erstellen möchtest, musst du dich registrieren. Eine Registrierung kostet nichts und ist in wenigen Minuten erledigt, du kannst dann sofort deine Frage ans Forum stellen oder deine Tipps abgeben. Wenn du bereits registriert bist, dann melde dich hier an.

Jetzt registrieren

Die hautinfo.at-Experten

hautinfo.at Experten