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Neurodermitis gelindert in Israel

Marianne erzählt von ihren Kuraufenthalten am Toten Meer in Israel! Fazit: Sehr lesenswert!

Mein 1. Kuraufenthalt war 2010. Da haben meine Tochter und ich nach langem uns entschlossen, doch mal ans Tote Meer zu einem Kuraufenthalt hinzufahren. Man hat ja immer wieder gehört, dass ein Kuraufenthalt am Toten Meer für Neurodermitiker gut sein sollte. Wir waren schon mal 1992 in Bad Goisern auf Kur, war auch nicht schlecht, waren damals spezialisiert für Hautprobleme, gibt es aber leider nicht mehr. Ich war ja auch etwas skeptisch, ob es dort schon eine Hilfe wäre, und immer wieder diese Unruhen im Land.

Wir haben beide Neurodermits und meiner Tochter ist es zu diesem Zeitpunkt sehr schlecht gegangen. Mein Hautzustand, na ja mittelmäßig, habe halt schon sehr viel ausprobiert in all den Jahren, habe meine Neurodermitis seit meinem 6. Lebensmonat. Unseren Aufenthalt am Toten Meer haben wir im Herbst gewählt, gebucht bei Häckel Reisen, ab Mitte September 4 Wochen (wie wir dann später auch von der Ärztin erklärt/bestätigt bekommen haben, dass Neurodermitiker im Frühjahr oder im Herbst nach Israel kommen sollten, da es dann nicht mehr ganz so heiß ist).

Die Fahrt vom Flughafen nach Ein Bokek war schon sehr interessant, es war alles braun in braun, halt Wüste, schon sehr ungewohnt für mich, aber mit der Zeit kann man sich an diesen Anblick gewöhnen, so dass es mir auf einmal gefallen hat. Der Taxifahrer machte einen kurzen Zwischenstopp in Ein Gedi, wo er Urlauber aussteigen ließ. Hier hat man schon einen ersten Eindruck von einer Siedlung, die bewirtschaftet wird und es auch viele blühende Pflanzen gibt. Weiterfahrt nach Ein Bokek, ich war sehr erstaunt, dass es dort so viele Hotels gibt. Alles sehr schön angelegt. Im Hotel Lot angekommen, sind wir in der Lobby von einer deutschsprachigen Dame sehr gut empfangen worden, die uns über alles vorerst nötige Informiert hat. (Sie war dann auch jeden Tag abends in der Lobby, man konnte ihr Wünsche oder Beschwerden mitteilen, die sie dann wenn möglich in die Wege geleitet hat). Am nächsten Tag hatten wir im hotelansässigen Reisebüro der von Häckel einen Termin, dort wurde uns auch sehr viel erzählt und dann das ganze Hotel, die Klink und den Spa-Bereich gezeigt.

An diesem Tag hatten wir auch gleich einen Termin in der Klink des Deutschen medizinischen Zentrums (DMZ), Anmeldung, Aufnahmeformulare ausfüllen, Arztgespräch mit Empfehlungen/Vorgaben des Behandlungsablaufes, Pflegemittel, etc.. Die Ärzte und das Pflegepersonal sprechen alle deutsch.

Für uns Neurodermitiker ist es ja eine Klimatherapie, da kann man sich über viele Sonnenbäder freuen, sofern man sie verträgt. Ich bin ja eine Sonnenanbeterin und ich habe es sehr genießen können und die empfohlenen Sonnenzeiten meistens eingehalten. In der ersten Woche hat sich mein Hautbild nicht besonders gebessert, aber ab der zweiten Woche ist es bergauf gegangen, ab der dritten Woche war ich schon beschwerdefrei, das war schon ein tolles Gefühl, nicht mehr kratzen zu müssen und durchschlafen zu können.

Vom 1. Kuraufenthalt bin ich Beschwerdefrei nach Hause gekommen, so ab der ca. der 4 Woche haben halt die ersten Symptome wieder langsam begonnen. Ein Gespräch mit dem Arzt, Dr. Harari: Er hat die Erfahrung gemacht, um so früher/jünger man mit den Therapien anfängt, um so eher kann sich das Krankheitsbild bessern, die Beschwerdefreien Phasen können länger anhalten. In meinem Fall ist es halt so, dass ich bei meinem ersten Aufenthalt schon 50 Jahre alt war, die Krankheit schon so lange habe und ich mir kein Wunder erwarten dürfe.

Meinen Aufenthalt dort habe ich sehr genossen, endlich mal nur für sich selbst Zeit zu haben, die Haut so richtig pflegen zu können, viele nette Menschen kennenlernen, die ähnliche Hautprobleme haben, über die eigenen Probleme mit der Haut reden können, wo das Gegenüber einen versteht, weil es ihr/ihm ähnlich geht, viele gute Gespräche führen, Austausch über bereits getätigte Therapien, etc., habe auch mit zwei Damen heute noch guten Kontakt.

Das Essen im Hotel ist auch sehr gut und reichhaltig, es wird zwar Koscha gekocht, aber nach der Fülle der Auswahl am Buffet, glaube ich, dass man immer etwas findet, was einem schmeckt. Wenn man will, kann man auch Ausflüge nach Jerusalem etc. machen, die bei Häckel gebucht werden können.

Meiner Tochter hat der Aufenthalt auch sehr gut getan, konnte zwar nicht in die Sonne, hat sich nur im Schatten aufgehalten, ist zwar nicht ganz beschwerdefrei nach Hause gefahren, aber es halt so ca. zwei Jahre angehalten, dass sie zumindest keine Cortisonsalbe mehr benötigte.

Meinen 2. Kuraufenthalt habe ich dann im Herbst 2012 gemacht, da hat mich mein Mann begleitet. Dieser 4-wöchige Aufenthalt ist auch sehr gut verlaufen, bin wieder ab der 2. Woche beschwerdefrei und auch so nach Hause gefahren. Es hat sogar 8 Monate lang angehalten!!!

Bei diesem Aufenthalt haben wir auch wieder sehr viele liebe Menschen kennengelernt, und auch ein Ehepaar in unserem Alter, mit denen haben wir auch noch immer Kontakt. Wenn man möchte, findet man immer jemanden zum plaudern oder man kann sich auch zurückziehen, was einem halt besser liegt.

Meinen 3. Kuraufenthalt habe ich dann wieder mit meiner Tochter gemacht, aber diesmal im Frühjahr 2014. Im Frühjahr hat es den Vorteil, dass es anfänglich nicht so heiß ist und sich die Temperaturen nur langsam steigern. Und auch diesmal haben wir wieder sehr viele nette Leute und auch jüngere im Alter meiner Tochter kennengelernt. Mein Aufenthalt war diesmal nicht so geglückt, da ich in der dritten Woche krank geworden bin, deshalb Medikamente brauchte und nicht so viel in die Sonne gehen konnte. Ich bin zwar nicht beschwerdefrei nach Hause gefahren, aber wenn ich keine Cortisonsalbe brauche und ich mir mit Pflegecremen gut abhelfen kann, bin ich auch schon sehr glücklich darüber.

Meiner Tochter ist es ähnlich gegangen, hat sogar schon öfters in die Sonne dürfen/können und kann sich auch mit Pflegecrems weiterhelfen. Es gibt halt immer wieder jemanden, die vorher niemanden gekannt haben, die auch solche Probleme mit der Haut gehabt hätten, und glaubten, sie seien alleine mit diesem Problem auf der Welt. Und diese Personen fallen dann aus allen Wolken, weil sie so viele ähnliche Fälle kennenlernen und sich dort mit ihnen austauschen können.

Was auch noch sehr schön ist, dass man es miterleben kann, wie es auch anderen immer besser mit der Haut geht, und dann auch Beschwerdefrei nach Hause fahren können. So jetzt höre ich auf, habe schon viel erzählt, zuviel darf man ja auch nicht verraten, sonst würde es ja langweilig werden, kann ich aber nur weiterempfehlen.

Ein Tipp: Die Kontaktaufnahme mit zuhause kann man sehr gut über Skype lösen und es befinden sich auch frei zugängliche PCs im Hotel, um per mail in Verbindung zu bleiben (sind die billigeren Lösungen) man kann natürlich auch Telefonieren. Wünsche Allen, die es auch ausprobieren möchten eine schöne, angenehme und erfolgreiche Zeit am Toten Meer. Liebe Grüße Marianne

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