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Neurodermitis durch Psychotherapie verbessert!

Alexander B. aus der Steiermark (40) leidet seit mehr als 20 Jahren an Neurodermitis. Was ihm nicht half und wo er letztendlich Hilfe und Linderung gefunden hat, schreibt er in seiner Hautgeschichte. Sehr lesenswert!

Vor mehr als 20 Jahren hatte ich erste Anzeichen von Neurodermitis. Anfangs war die große Frage was diese Hautirritationen überhaupt sind, aufgetreten sind sie anfangs als ständig juckende und rote Augenlieder und jucken in den Ellenbeugen, ganz langsam, über Jahre sich verschlechternd und auch auftretend in den Kniekehlen und der Innenseite der Oberschenkel. Betroffene werden wissen, wie sich das anfühlt und wovon ich schreibe.

In dieser Zeit war ich in einer Beziehung mit meiner damaligen ersten Partnerin, nach etwa 3 bis 4 Jahren in der Beziehung traten die ersten Anzeichen auf. Damals machten wir noch Scherze über die Hautirritation, es seien allergische Reaktion auf meine Partnerin, da ich auch an vielen Allergien litt. Doch auch intensive Bemühungen von meinem Hautarzt und jede Art von verfügbaren Hautcremen brachten keinen wesentlichen und schon gar nicht langfristigen Erfolg. Ausgenommen die bekannten Kortison Produkte halfen bei regelmässiger Anwendung die Beschwerden zu lindern. Auch selbst recherchierte Behandlungen halfen auch nichts, Vermeiden von Zitrusfrüchten, weißem Mehl, usw.. ich versuchte mich auch an jeden kleinen Strohhalm zu klammern, da ich mir schon dachte das mir die klassische Medizin keine zufriedenstellende Therapie liefern wird. Mittlerweile backe ich selbst perfektes Roggenbrot, aber geholfen hat es nicht!

So wurde mein Leben immer mehr bestimmt von diesem Thema, da es sich wie erwähnt über die Jahre immer mehr entwickelte. Meine Gedanken dazu brauch Ich euch wahrscheinlich nicht beschreiben. Es war auf jeden Fall sehr demotivierend - um es bescheiden auszudrücken. Bei jeder körperlichen Anstrengung, wo man leicht ins schwitzen kommt, endete mit massiven Jucken und oftmals mit Kratzattacken an den betroffenen Hautstellen. Eine berufliche Tätigkeit, wo man öfters ins schwitzen kam, war somit wirklich eine Qual! Nun sind es oft kleine oder größere Einschnitte im Leben die das Leben erst zum Leben machen. Bei mir war ein solcher Einschnitt als sich meine Partnerin nach 16 Jahren Beziehung von mir trennte. Ich darf im Nachhinein sagen, das diese Entscheidung meiner Partnerin mein Leben vollkommen änderte, und zwar ins Positive, auch wenn die Trennung natürlich auch für mich eine traurige und ernüchternde Erfahrung war. Nach der Trennung lebte meine Partnerin noch einige Wochen bei mir.

Um jetzt die Brücke zu meiner Neurodermitis wieder zu schlagen - zu meinem Geburtstag - keine 4 Wochen nach der Trennung - saß ich abends nach dem duschen auf meinem Bett und wollte zur Creme greifen, da bemerkte ich das es mich nicht mehr juckte und die Haut an den betroffenen Stellen deutlich besser war! Puuh, das war eine Überraschung! Im Nachhinein stellte ich fest, das Ich nach der Trauer um das Beziehungsende viel gelöster war.

Dies ist nun 8 Jahre her. Ich hatte nun eine grobe Idee das die Neurodermitis mit meiner damaligen Partnerin in irgendeiner Form zu tun hatte, dies war ein Riesenschritt in die richtige Richtung, aber bei weitem noch nicht die Lösung. Nach der Trennung war ich etwa zwei Jahre Single, ich wechselte den Job und hatte hautmässig ein Leben, wie wenn ich nie Probleme damit gehabt hätte! Natürlich beschäftigte mich dieser Abschnitt meines Lebens, welcher ja doch mehr als 10 Jahre dauerte, weiter. Im Laufe der Zeit lernte ich wieder Frauen kennen und hatte einige kürzere Beziehungen. Und jedes Mal kam die Neurodermitis früher oder später, mehr und weniger stark, zurück, diesmal aber innerhalb von Monaten oder sogar Wochen! Mich warf diese Erkenntnis natürlich stark zurück! Bei einer Partnerschaft trat die Neurodermitis innerhalb won wenigen Wochen so stark auf, dass ich am ganzen Körper die roten Pusteln, den Juckreiz und entsprechende Kratzattacken bekam. Morgens hatte ich ein paar male völlig verklebte und zugeschwollene Augen und musste mit Wasser die Verklebung erst aufweichen bevor ich die Augen vernünftig öffnen konnte. Somit war nun selbst für mich eindeutig klar, dass mir mein Körper, besser gesagt meine Seele, mir etwas sagen wollte, was ich mir so noch lange nicht bewusst sein sollte! Hier begann ich zum Psychiater zu gehen, aber die Sitzungen brachte wenig bis keinen Erfolg, so gab ich diese Behandlung nach dem Ende dieser „extremen“ Beziehung auf, da die Beschwerden wieder innerhalb von Tagen !! verschwunden waren!

Nach einigen Monaten lernte Ich dann eine Frau kennen, wo ich erstens hoffte, dass es diesmal anders sein würde, weil mir sehr viel an dieser Frau lag und noch immer liegt. Aber auch diesmal begann die Neurodermitis, wenn auch vergleichsweise langsam, zudem bemerkte ich, dass wenn alles eitle Wonne ist, mir es auch gut ging. Als jedoch langsam ab und zu Beziehungsstress aufkam, merkte ich, wie es mich juckte. Wenn wir uns wieder ausgesprochen haben bzw. der Ärger verflogen ist ging es mir wieder besser. Natürlich wurde es auch diesmal zu einem Problem. Wenn einem warm ist und man schwitzt, juckt es, und dies ist natürlich beim kuscheln öfters der Fall, so entsteht auch hier zusätzlich Distanz welche die Seele sich durch den Körper holt. Ein Glück für mich das meiner Lebensgefährtin dies auch ein sehr großes Anliegen war und mir diesbezüglich beiseite Stand und steht.

Sie fand für mich eine Ärztin (Psychologin) in Salzburg, welche auf diese Probleme spezialisiert ist. Voll Hoffnung traten wir gemeinsam die Fahrt nach Salzburg zu Frau Dr. Adleff zu einem Erstgespräch an. Nun - es dauerte schon einige Sitzungen bis wir den Weg beschritten um zu den Auslösern nur annähernd heranzukommen. Das das Problem nicht bei meinen Partnerinnen lag, sondern an meiner Einstellung zu der Beziehung, war mir mittlerweile klar. Frau Dr. Adleff brachte bald einmal die „GFK" - Gewaltfreie Kommunikation ins Spiel. Anfangs war ich skeptisch und konnte mir unter diesem Titel nicht viel vorstellen. In den Sitzungen sprachen wir aber immer wieder einmal darüber, bzw. brachte Frau Dr. Adleff eine Art der GFK als mögliche Lösung für das besprochene ins Gespräch. Ich kaufte mir das Buch von Dr. Rosenberg und begann es zu lesen. Es ist unglaublich wie dieser Mensch es versteht zu kommunizieren und dies zu erklären, in einer Art welche für uns in der heutigen Zeit nicht oft angetroffen wird. Der Begriff des Urteilens, bzw. wie andere mit Ihren teils unüberlegten Aussagen über einen urteilen, bzw. wie man Ausführungen über einen selbst als Urteil versteht, gräbt sich ins Unterbewusstsein und löst viele viele Missverständnisse auf, zumindest bei mir war es so. Ich konnte mit allen Kapiteln in diesem Buch für mich selbst viel anfangen, ein Kapitel verschaffte mir kalte Schauer über den Rücken, - da wo es darum geht - Schuld an den Gefühlen der Partnerin zu sein. Dr. Rosenberg nutze dazu immer kurze Beispiele um es leichter verständlich zu machen, und eben eines dieser Beispiele war für mich die Lösung, bzw. die Wurzel meines Problems. Ich darf mir nicht die Schuld geben, wenn es meiner Lebensgefährtin schlecht geht, ich bin nicht verantwortlich für ihre Gefühle! Klar ist sie womöglich sauer, wenn man den Jahrestag vergisst oder sich beim Disskutieren benimmt wie ein Raudi, sie darf auch auf einen „böse“ sein, und man soll auch Schuldgefühle haben, aber für sich selbst, für das „Getane“ aber nicht für die Gefühle die das getane beim Partner auslösen. Jedenfalls war dies für mich der Schlüsselmoment wo eine dauerhafte Besserung eintrat.

Dies ist nun einige Monate und Ich merke nun wenn es mich wieder in der Ellenbeuge juckt und ich kratze, das Ich wieder mehr der GFK folgen muss, bzw. den Weg der GFK weiterschreiten soll. Das Umprogrammieren des eigenen Denken ist der eigentliche Schlüssel, die Lösung nur zu wissen ist zu wenig, es zu leben, zu denken und schlussendlich zu fühlen ist - so glaube ich - die Lösung! In diesem Sinne - liebe geplagte Leser - höre „gewaltfrei", denke „gewaltfrei", und versuche dich „gewaltfrei" auszudrücken, deine Seele und somit dein Körper dankt es dir sicherlich und als angenehmer Nebeneffekt wird es dir dein Gegenüber auch danken!

Vielen Dank Alexander für das Niederschreiben deiner Geschichte und diese hilfreichen Informationen!

Die Salzburger Psychologin Dr. Elisabeth Adleff

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"Das Leben ist wie eine Busfahrt: Warten, einsteigen, manchmal keinen Fahrschein besitzen und es trotzdem riskieren. Ungeschoren davon kommen oder dafür die Rechnung bezahlen. Aussteigen, die Linie wechseln, neue Eindrücke sammeln. Und irgendwann dort sein, wo man möglicherweise noch nie gewesen ist … Wer das Glück sucht, kommt viel herum! Auch hinein in das eigene Ich. Ich lenke für Sie nicht den Bus, helfe Ihnen aber aus manch verfahrener Situation. Wenn Sie sich die Welt nicht mehr erklären können. Wenn irgendetwas im Hirn oder dem Bauch sagt: “Schluss jetzt!”. Wenn dem “Ich könnte eigentlich und müsste” nichts mehr folgt, dann sollten wir uns kennenlernen. Ich bin Elisabeth Adleff – Psychologin, Psychotherapeutin und Coach." 

Kontakt Dr. Elisabeth Adleff: Höglwörtweg 82, 5020 Salzburg

Tel: 0043-662-833135

e-mail: office(at)neuro-psychotherapie.at

web: neuro-psychotherapie.at

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