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Richtiges Eincremen

Richtig cremen mit der richtigen Creme! Die verwendeten Pflegeprodukte sollten dem jeweiligen Hautzustand angepasst sein. Die Haut von Neurodermitis-Betroffenen ist sehr trocken und fettarm, daher sollten die gewählten Produkte diesen Mangel an Fett und Feuchtigkeit ausgleichen können. Dazu eignen sich zB Inhaltsstoffe wie Urea, Panthenol, Glycerin, Hyaluronsäure oder Allantoin. Die Haut kann durch die tägliche Pflege geschmeidig gehalten werden, der Juckreiz wird eingedämmt und ein neuerlicher Schub kann zumindest verringert werden.

Die tägliche Hautpflege ist Pflicht! Kontinuierliche Hautpflege gehört zum Tagesablauf wie das tägliche Zähneputzen. In einer schubfreien Zeit kann eine gute Hautpflege einen neuen Neurodermitis-Schub vorbeugen beziehungsweise einen solchen abmildern. Durch die Hautpflege bessert sich das allgemeine Hautbild, die schubfreien Intervalle dauern länger an und der Einsatz von schweren Medikamenten lässt sich auf Akutfälle reduzieren.

Es gibt kein Generalprodukt bei Neurodermitis, denn Jede Haut ist individuell! Eine Spezialsalbe, welche einem Betroffenen gut hilft, kann bei einem anderen gar nicht helfen, beziehungsweise sogar einen neuen Schub verursachen. Das Angebot an Basiscremes für Neurodermitis ist mittlerweile sehr groß, probiere verschiedene Cremes aus: du wirst die Creme, welche du gut verträgst und dir guttut, für dich finden! Unser Tipp: Es muss nicht immer das teuerste Produkt sein, welches deiner Haut den meisten Nutzen bringt! Nur weil ein Produkt sehr teuer ist und eine schöne edle Verpackung aufweist, heisst es leider noch nicht, dass es automatisch für die sehr empfindliche Neurodermitis Haut geeignet ist. Unumstritten ist, dass Menschen mit Neurodermitis auf gut verträgliche Hautprodukte angewiesen sind und nicht jedes x-beliebige Pflegeprodukt verwenden können. Viele Produktanbieter bieten kostenlose Proben zum Testen an, frage daher vor dem Kauf nach einer gratis Probe!

 

Was gilt es zu beachten?

Hautpflege Basispflege cortisonfrei Neurodermitis Psoriasis Akne
  • Grundsätzlich solltest du zweimal täglich eincremen, um die fehlende Talgproduktion auszugleichen. Bei Bedarf kann auch öfter gecremt werden. Aber Vorsicht, wenn über längere Zeit zu viel gecremt wird, kann die Haut auch „übergepflegt“ werden und reagiert ihrerseits wieder mit neuen Ausschlägen. Mittlerweile ist bewiesen, dass ein „Zuviel“ an Cremes die Haut zu noch weniger Fettproduktion anregt.
  • Passe den Fettgehalt der Salbe der jeweiligen Jahreszeit an. Im Winter sind Salben fettreicher und im Sommer werden fettärmere Lotionen verwendet. Der Fettgehalt der Salbe muss aber auch dem jeweilig vorherrschenden Entzündungszustand der Haut angepasst werden. "feucht auf feucht und fett auf trocken":
  • Je entzündeter die Haut, desto wasserhaltiger muss das verwendete Pflegeprodukt sein. Zu Beginn sollten nässende Stellen überhaupt nur mit feuchten Umschlägen (z.B. in Schwarztee getränkt) sowie mit leichten Lotionen versorgt werden und erst nach Abklingen der Entzündung kann der Fettgehalt der Salbe wieder gesteigert werden.
  • In akuten, aber nicht nässenden Stadien kann eine wasserhaltige Creme eingesetzt werden.
  • Zur Langzeitbehandlung von trockener und sehr trockener Haut empfehlen sich Cremes und Salben mit einem hohen Lipid-Anteil (z.B. weist die PHYSIOGEL® Calming Relief A.I. Creme einen hohen Lipidgehalt von 31% auf).
  • Du solltest keine reinen Fettsalben am ganzen Körper verwenden. da diese die Poren komplett verstopfen können und du einen innerlichen Hitzestau bekommst.
  • Salben mit dem Inhaltsstoff Urea (Harnstoff) können Feuchtigkeit auf der Haut binden und dadurch die Haut geschmeidiger wird (Harnstoff kann der Hautarzt auf Rezept aufschreiben).
  • Auch Glycerin, Milchsäure, Cermamide oder Fettsäuren (zB Nachtkerzenöl) können zusätzlich Feuchtigkeit in der Haut binden.
  • Pflegeprodukte sollten einen ph-Wert von 5,5 aufweisen.
  • Speziell in der heißen Jahreszeit können manche Hautpflegeprodukte im Kühlschrank aufbewahrt werden, sodass sich der kühlende Effekt beim Auftragen auf die Haut verstärkt.
  • Eine Creme mit einem sehr hohen Wasseranteil verdunstet nach dem Auftragen rasch auf der Hautoberfläche und dabei entsteht der sogenannte „Dochteffekt“. Das bedeutet, dass der Haut langfristig noch mehr Feuchtigkeit aus den unteren Hautschichten entzogen wird und dadurch sich die obere Hautschicht noch trockener anfühlt.
  • Vor dem Eincremen immer die Hände waschen. Um keinen Dreck oder Bakterien in die Creme zu bringen, verwende anstelle der Finger einen Plastikspaten oder -löffel, um die Creme aus dem Cremetiegel zu holen.
  • Wenn du dich in einer akuten Schubphase befindest und neben der Basispflege auch medizinische Salben (z.B. Cortison) verwendest, solltest du immer vorher die medizinische Salbe cremen und erst im Anschluss die Pflegecreme (falls nötig).

Achtung: Wenn unter Verwendung eines Pflegeprodukts wiederholt eine Verschlechterung der Haut erkennbar ist, sofort absetzen! Sprich mit deinem Arzt oder Apotheker und probiere eine andere Creme.

Richtiges Baden

Wasser ist in der Basistherapie als Pflegeprodukt zu betrachten, dessen Anwendungshäufigkeit sich am aktuellen Krankheitsstadium orientiert. Im akuten Schub kann einmal täglich baden mit einem guten Badezusatz (z.B. Ölbad, Chlorbad, Salzbad) sinnvoll sein, um damit Salben- und Hautreste sowie Bakterien abzuspülen. Zusätzlich empfinden die meisten Patienten ein Bad als angenehm kühlend und meist juckreizstillend. In der beschwerdefreien Zeit sind Bäder 2 bis 3 mal pro Woche zu empfehlen. Immer im Anschluss die Haut nur trocken tupfen und gut eincremen, um ein Austrocknen zu vermeiden. Weitere Infos zum Baden >

Achte auf die Inhaltsstoffe!

Eine Faustregel bei Basiscremes für Neurodermitiker: sowenig Inhaltsstoffe wie möglich! Die verwendeten Lotionen, Cremes und Salben sollten keine unnötigen Zusatzstoffe wie z.B. Duftstoffe enthalten. Zugegeben, Duftstoffe riechen gut, bieten aber keinerlei therapeutischen Nutzen und sind oftmals Auslöser für Ekzeme verschiedener Art. Die 26 am häufigsten zu Allergien führenden Duftstoffe sind in den Mitgliedsstaaten der EU deklarationspflichtig. Das heißt, dass sie auf der Verpackung des jeweiligen Produkts ab einer bestimmten Konzentration neben der Sammelbezeichnung "Parfüm" eindeutig gekennzeichnet werden müssen (z.B. Zimtaldehyd, Hydroxycitronellal, Eugenol und Isoeugenol).

Vermeide Mineralöle und Paraffine: Diese sind quasi Abfallprodukte bei der Erdölgewinnung. Sie werden aber in der Kosmetik häufig verwendet, weil sie eine gute Haltbarkeit besitzen, sehr kostengünstig und einfach zu verarbeiten sind. Ihr Nachteil gegenüber wertvollen pflanzlichen Ölen besteht darin, dass sie einen Film über die Haut legen, die Haut kann nicht mehr atmen, ihre Regenerationsfähigkeit nimmt ab. Da sie nicht in tiefere Hautschichten eindringen, bewirken sie auch keine langfristig positiven Effekte.

Auf Konservierungsstoffe können die meisten Hersteller nicht verzichten, da diese insbesondere bei stark wasserhaltigen Produkten die Haltbarkeit verlängern und die Keimbesiedlung verhindern. Die meisten Neurodermitiker vertragen aber glücklicherweise Konservierungsstoffe.

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