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Juckreizlinderung und Reduzierung Cortison-Einsatz bei Neurodermitis

Eine Studie aus dem Jahr 2008 durchgeführt von der Klinik für Dermatologie und Allergologie in München untersuchte die Auswirkung einer N-Palmitoylethanolamin-haltigen Creme bei tausenden Neurodermitikern weltweit. Es wurde bestätigt, dass durch tägliche zweimalige Verwendung dieser Creme der Juckreiz deutlich abnahm, der Cortisonverbrauch reduziert und letztendlich die Lebensqualität der teilnehmenden Betroffenen gesteigert werden konnte.

Neurodermitis gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen, zwischen 2 und 5 Prozent der Erwachsenen und bis zu 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen sind davon betroffen. Aufgrund einer gestörten Hautbarriere und die daraus resultierende verminderte Talgproduktion kann die Haut nur wenig Eigenfett speichern und fühlt sich ständig „trocken“ an. Die geschwächte Haut-Lipid-Barriere ist besonders durchlässig für Allergene wie Duftstoffe oder Konservierungsmittel. Dies fördert vermehrt die Ausbildung von Allergien und äußert sich mit Symptomen wie starker Juckreiz sowie roten Flecken.

Ein wichtiger Faktor des Langzeitmanagements dieser Hauterkrankung ist die Wiederherstellung und Gesunderhaltung der Hautbarriere. Zur Basistherapie gehört daher die kontinuierliche tägliche Hautpflege. In einer schubfreien Zeit kann eine gute Hautpflege einen neuen Neurodermitis-Schub vorbeugen beziehungsweise einen solchen abmildern. Durch die Hautpflege bessert sich das allgemeine Hautbild, die schubfreien Intervalle dauern länger an und der Einsatz von Medikamenten lässt sich auf Akutfälle reduzieren.

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Die tägliche kontinuierliche Hautpflege ist die Basistherapie bei Neurodermitis.

Der Einsatz von Cortison während eines akuten Schubes

Cortison ist ein Überbegriff für eine Gruppe von Wirkstoffen, den sogenannten Kortikoiden. Cortison ist eigentlich ein körpereigenes Hormon, welches von der Nebennierenrinde hergestellt und für die Hormonsteuerung im Körper zuständig ist. Seit einigen Jahrzehnten wird Cortison auch synthetisch hergestellt und sehr effektiv bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis eingesetzt. Je nach Entzündungsgrad der Haut kommen unterschiedliche Arten und Konzentrationen eines Cortisons zum Einsatz, wobei Cortison in Form von verschiedenen Cremen, Tabletten oder intravenös verabreicht wird. Welche Form letztendlich verwendet wird, entscheidet der Dermatologe im Bedarfsfall. Wichtig ist, dass gleich zu Beginn, sobald das Anrollen eines Schubes bemerkt wird, der Facharzt aufgesucht wird. Wenn man rechtzeitig dran ist, reich meist eine kurzfristige äußerliche Behandlung mit Cortisonsalben aus, um die Entzündungsherde rasch zu bekämpfen. Es ist besser, im Akutfall ein Cortison-Präparat zu verwenden, als in der Verzweiflung alle möglichen Produkte zu cremen und die Haut dadurch mehr zu schädigen.

Weitere Infos zum Einsatz von Cortison

Die Studie


Das Ziel dieser Studie war, Informationen zu hautpflegenden Eigenschaften sowie zu Parametern der Lebensqualität bei Neurodermitikern zu erhalten während der Anwendung einer N-Palmitoylethanolamin-haltigen Creme. In dieser Studie wurde bewiesen, dass N-Palmitoylethanolamin (PEA) eine antientzündliche, juckreizlindernde sowie eine antioxidative Wirkung erzielen kann. Diese wissenschaftlich basierte Studie konnte nachweisen, dass die regelmässige zweimal tägliche Anwendung einer N-Palmitoylethanolamin-haltigen Creme bei Neurodermitispatienten schon nach sechs Tagen den Juckreiz reduzieren und den Bedarf an Cortison verringern konnte. Dank der Reduktion des Juckreizes profitierten die Patienten von einer besseren Schlafqualität und konnten so auch ihre Lebensqualität verbessern.

Die Hautpflegeserie Physiogel® A.I.

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Die Hautpflegeserie Physiogel® A.I. ist nicht nach dem herkömmlichen Öl-in-Wasser- oder Wasser-in-Öl-Prinzip aufgebaut, sondern weist eine innovative lamellare Struktur auf, die mit derjenigen der physiologischen Haut-Lipid-Barriere identisch ist. Sie enthält ausschließlich hautverwandte Lipide pflanzlichen Ursprungs, die leicht in die Epidermis transportiert werden und den Fett- beziehungsweise Feuchtigkeitsverlust der Haut ausgleichen. Die schützende Hautbarriere wird so gezielt und langanhaltend regeneriert, was für die Therapie der Neurodermitis sehr wichtig ist. In Physiogel® A.I.Produkten ist der Inhaltsstoff Palmitoylethanolamin (PEA) enthalten. Dank des speziellen Herstellungsverfahrens sind keine potenziell irritierenden Emulgatoren notwendig. Ebenso wird auf Konservierungsmittel sowie Duft- oder Farbstoffe verzichtet. Die Studie belegt: Bei regelmäßiger zweimal täglicher Anwendung der Physiogel® A.I. können Neurodermitiker ihren Juckreiz deutlich lindern und ihren Cortison-Bedarf reduzieren.

Weitere Infos auf physiogel.at

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Die Linderung des Juckreizes geschieht dadurch, dass Cannabinoid-Agonisten einerseits Mastzellen stabilisieren, bei deren Degranulation sonst Histamin freigesetzt wird. Auf der anderen Seite wird durch die Aktivierung der CB2-Rezeptoren auf den Nervenzellen die Weiterleitung des Juckreizimpulses zum zentralen Nervensystem gehemmt. Man geht davon aus, dass PEA neben der direkten Wirkung auf die CB2-Rezeptoren auch eine indirekte Wirkung hat, indem die Substanz die Rezeptoraffinität des Cannabinoid-Agonisten Anandamid erhöht.

Weiters wurde bestätigt, dass die Hauttrockenheit sowie das typische Neurodermitis-Symptom der Lichenifikation verbessert werden konnte. Im Verlauf einer Neurodermitis-Erkrankung kann es zu der sogenannten Lichenifikation kommen. Darunter versteht man eine Verdickung der Haut, welche mit einer vergröberten Hautstruktur einhergeht. Eine Lichenifikation entsteht an Hautstellen, welche durch exzessives Kratzen immer wieder beschädigt werden. Häufig zu beobachten ist dies an den wenig pigmentierten Hautregionen, wie zum Beispiel im Gesicht. Es bilden sich weiße Stellen, die oft auch spröde, trocken und schuppend sind sowie starken Juckreiz auslösen können.

Wie wurde getestet?

Im Zeitraum von November 2004 bis April 2005 wurden an insgesamt 525 Zentren in Brasilien, Deutschland, auf den Philippinen und in Spanien der Krankheitsverlauf und Hautzustand durch Ärzte und Patienten mittels Patientenfragebögen während 38 Tagen dokumentiert. An der Studie haben 2456 Patienten im Alter von 2 bis 70 Jahren teilgenommen, davon waren 923 Kinder. Es wurden nur Kinder und Erwachsene zugelassen, die seit mindestens 12 Monaten typische Symptome der Neurodermitis wie juckende und trockene Haut aufwiesen und in die Kategorie „leichte bis mittelschwere Neurodermitis“ fielen. Die Patienten wurden angewiesen, über einen Zeitraum von 38 Tagen die Creme zweimal täglich sparsam auf die betroffenen Hautstellen aufzutragen.

Weitere Infos auf phyisogel.at

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