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Hautstory Alexandra aus Wien

Alexandra Beck, 68 Jahre aus Niederösterreich schreibt uns, wie sie ihre Neurodermitis in den Griff bekommen hat und schon seit Jahren beschwerefrei lebt!

Immer wieder bekomme ich Komplimente für meine schöne Haut - und das jetzt in meinem Alter. Ich bin 68 Jahre. Meine Kindheit und Jugend war geprägt von Juckreiz, mahnenden Blicken meiner Eltern, – “kratz nicht” – Verbänden in der Nacht um das Kratzen zu unterbinden. Viele Kleidungsstücke bereiteten mir Unbehagen. “Warum hast du so rauhe Hände?” fragte mich ein Kind. Bäder, unruhige Nächte, dies darfst du nicht essen, das darfst du nicht tun.... Alles drehte sich um das Thema NEURODERMITIS, um meinen jeweiligen Zustand.

In der Pubertät fühlte ich mich total hässlich und trug auch im Sommer nur langärmelige Kleidung. KRANKENHAUS Als ich 20 Jahre alt war kam es zu einem 4wöchigen Krankenhausaufenthalt in der Hautklinik in Klagenfurt. Infusionen, Magensonde, Behandlungen mit Teer- und Zinksalben. Duschen und Baden war untersagt und das Alles bei Sommerhitze. Ja, dazwischen gab es immer wieder Zeiten, die leichter waren. In denen der Eindruck entstand dass es überstanden ist. Doch diese Sicherheit war trügerisch. Aus heiterem Himmel kam es immer wieder zu Rückfällen. CORTISON Als ich ca 22 Jahre alt war tat sich ein neuer Weg (zur Verdrängung!) auf. Eine hochwirksame Cortisonsalbe “half” endlich. Diese Verdrängung gelang für viele Jahre. Zugegeben, die Salbe alleine tat es nicht mehr auf Dauer. Ab und zu brauchte ich zusätzlich Cortison in Tablettenform. Ja, und dann ein- oder zweimal im Jahr eine Injektion. Ich wiegte mich in trügerischer Sicherheit. Letztendlich hielt eine Injektion nur noch einen Tag an.

Mit 35 Jahren war ich mit meinem vierten Kind schwanger. Natürlich war in dieser Zeit Cortison für mich tabu. Es kam zu einem Schub, den ich in dieser massiven Form noch nie erlebt habe. Mein Rücken war offen und wund. Ich konnte kaum schlafen und saß nachts mit nacktem Oberkörper vor der Heizung und lenkte mich mit Lesen ab. Kleidung war für mich belastend und auch das Liegen im Bett mit Decke. Im AKH Wien wurde ich von einer ärztlichen Kapazität zur anderen gereicht. Ein Gynäkologe “genehmigte” eine Hormoninjektion. Mein Zustand verbesseerte sich. Mein Gesicht war aufgedunsen und ich sorgte mich um mein ungeborenes Kind. Schließlich behalf ich mich eigenständig mit einer lindernden ZINKSALBE und BÄDERN (BALNEUM HERMAL). Auf diese Weise konnte ich die Zeit bis zur Entbindung halbwegs überbrücken. Auch nachdem das Baby da war ging es mir einige Zeit zufriedenstellend gut.

Aus Interesse kontaktierte ich die damalige Selbsthilfegruppe für Neurodermitis in Wien und arbeitete dort auch aktiv mit.

Ich lernte die basischen Pflegeprodukte der deutschen Fa. Sirius kennen (Siriderma). Mit diesen Produkten erfuhr ich zum ersten Mal wirkliche Linderung und Hilfe – auch ohne Cortison. Ich hatte wieder Hoffnung geschöpft, fühlte mich wohl. Nach meiner Scheidung kam es zu weiteren massiven Schüben. Ein praktischer Arzt aus meinem Freundeskreis sah mich und bot mir seine Hilfe an mit Homöopathie. “Versuchen wir es!” Nach langen ausführlichen Gesprächen und der Auswertung eines umfangreichen Fragebogens, bekam ich zuerst einmal ein “Kugerl”. Dieses löste einen massiven Schub aus. Ein Hinweis für den Arzt, dass ich auf die Behandlung angesprochen hatte. Dass er das richtige Kugerl herausgefunden hatte. Auf seine Empfehlung hin beschrieb ich in einem Tagebuch den Verlauf meines Zustandes. Jederzeit konnte ich meinen behandelnden Arzt anrufen. Wenn ich ganz mutlos war tat ich das auch. Er ließ mich in meinem Tagebuch zurück blicken um schwarz auf weiss zu sehen, dass der Verlauf langsam in Richtung Besserung ging.

Zusätzlich holte ich mir Hilfe bei Frau Mag. Millwisch aus dem Bereich Radiästhesie. Sie testete für mich Lebensmittel, meinen Wohnraum, Kleidung und den Bettplatz aus. Ich änderte entsprechend mein Umfeld. Der Test ergab eine spezifisch für mich abgestimmte vegetarische Ernährung.  Das brachte mich erneut einen großen Schritt voran. Ich ernährte mich sehr bewußt und es war ein Genuss für mich hochwertige Produkte zu essen und ist es auch heute noch. Ich koche mit Begeisterung.

Zwei Jahre lang ging ich regelmässig zu einer Psychotherapeutin meines Vertrauens um viele Belastungen aus meiner Vergangenheit (u.a. meine Scheidung) aufzuarbeiten. Ich machte zusätzlich einige Ausbildungen in diese Richtung. Ich schritt in meiner persönlichen Entwicklung zügig voran.

Yoga zu erlernen war für mich eine weitere Möglichkeit um in mein Gleichgewicht zu kommen. In all diesen Formen war Konsequenz gefragt. Ich war konsequent, weil ich wußte, dass ich keine andere Möglichkeit hatte. Es wurde besser, leichter. Ich hatte HOFFNUNG und diese HOFFNUNG erfüllte sich auch!

Heute, nach über 25 Jahren, habe ich die schwere Zeit fast vergessen. Es haben sich für mich in jeder Hinsicht viele neue Wege aufgetan. Andere Menschen sind in mein Leben getreten. Mein Zugang zu vielen Dingen des Lebens hat sich verändert. Neurodermitis ist für mich persönlich kein Thema mehr. Meinen Weg habe ich gefunden und sehe für mich die Verpflichtung auch anderen Menschen zu helfen damit diese ihren Weg finden können. Auch weiterhin achte ich auf mich, betreibe konsequent Sport (Wandern, Yoga, Bewegung nach Liebscher-Bracht, Muskelaufbau durch Powerplate Training). Ernähre mich sehr bewußt und nach wie vor vegetarisch. Pflege und genieße Kontakte zu gleichgesinnten Menschen.

Vielen Dank Alexandra für das Niederschreiben deiner Geschichte und diese hilfreichen Informationen!

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