Soziale Netzwerke
FacebookGoogle+YouTube
Suche Hautlexikon Newsletter

Nichts mehr verpassen!
Der hautinfo.at-Newsletter

* Pflichtfelder

Forum

Basispflege bei Neurodermitis

Aufgrund einer gestörten Hautbarriere und die daraus resultierende verminderte Talgproduktion kann die Haut kein Eigenfett speichern und fühlt sich ständig „trocken“ an. Durch das laufende „Nachschmieren“ wird die Haut aber oftmals noch trockener, da sie es quasi komplett verlernt, selbst Talg zu produzieren. Bei einer durch Trockenhaut geprägten Haut kommt dann ein quälender Juckreiz hinzu und der „Trockene Haut juckt–Kratzen –Kreislauf“ beginnt.

Gegen die trockene Haut verschreibt der Hautarzt Basissalben zur täglichen Hautpflege. Diese bestehen aus einem Gemisch aus Wasser und Öl sowie verschiedenen Hilfsstoffen wie Emulgatoren (binden Wasser und Öl) und Konservierungsstoffen, welche die Salbe haltbar machen.

Es gibt verschiedene Basissalben, die dabei als Salbengrundlage für viele medizinisch gemixte Salben dienen. Diese werden an die individuellen Hautbedürfnisse durch das richtige Mischverhältnis von Wasser und Öl individuell angepasst.

Je nach Beschaffenheit der Haut und jeweiliger Jahreszeit werden unterschiedliche Basis-Pflegeprodukte angeboten. Ist die Haut trocken, benötigt sie eine "fette" Pflege. Wenn die Haut aber nässt, ist "fett" schlecht und du führst ihr besser viel Feuchtigkeit zu. 

Ein Neurodermitiker, der von Natur aus neben der trockenen Haut auch zu Ekzemen neigt, sollte nie eine reine Fettsalbe (ohne Wasseranteil) verwenden. Diese verstopft die Poren, lässt keinen Wärmeaustausch mehr zu und verursacht auf der Haut einen Wärmestau, was sich wiederum entzündungsfördernd auswirkt und das Ekzem anheizt.

In der warmen Jahreszeit, wenn die Haut meist weniger trocken ist, setzt man auf eine hohe O/W-Grundlage, im Winter sollte die Creme einen höheren Fettgehalt aufweisen.

Es kann auch passieren, dass dir eine Creme über Wochen gut tut und du plötzlich das Gefühl bekommst, dass du exakt diese dann nicht mehr so gut findest. Dann ist es an der Zeit, auf eine andere Pflegecreme umzusteigen. Im Laufe der Zeit wirst du herausfinden, welche Cremes/Salben/Lotionen für dich angenehm sind und du kannst diese auch abwechselnd verwenden.

Was bedeutet O/W - W/O?

O/W: Öl in Wasser (=wenig Öl in viel Wasser) viel Feuchtigkeit für die Haut Lotionen

W/O: Wasser in Öl (=viel Öl in wenig Wasser) Fett für die trockene Haut fetthaltige Cremes und Salben

Tipp! Du willst testen, in welche Gruppe deine Creme fällt? Nimm ein Glas Leitungswasser und versuche, ein wenig von deiner Creme mit dem Wasser zu verrühren. Je leichter es sich mit dem Wasser verrühren lässt, desto höher ist der Wasseranteil Deiner Creme. Noch einfacher funktioniert dieser Test, indem du das zu testende Präparat zwischen zwei Finger verteilst und unter klarem fließenden Wasser wieder abwäscht. Eine OW-Emulsion lässt sich leicht abwaschen, während bei der sehr fetten OW ein Fettfilm auf der Haut verbleibt.

Die tägliche Hautpflege ist Pflicht!

Kontinuierliche Hautpflege gehört zum Tagesablauf wie das tägliche Zähneputzen. In einer schubfreien Zeit kann eine gute Hautpflege einen neuen Neurodermitis-Schub vorbeugen beziehungsweise einen solchen abmildern. Durch die Hautpflege bessert sich das allgemeine Hautbild, die schubfreien Intervalle dauern länger an und der Einsatz von schweren Medikamenten lässt sich auf Akutfälle reduzieren. Die verwendeten Pflegeprodukte müssen dem jeweiligen Hautzustand angepasst sein. Die Haut vieler Neurodermitis-Betroffener fettarm ist, sollte das Pflegeprodukt diesen Mangel an Fett und Feuchtigkeit ausgleichen können.

Es gibt kein Generalprodukt bei Neurodermitis!

Eine Spezialsalbe, welche einem Betroffenen gut hilft, kann bei einem anderen gar nicht helfen, beziehungsweise sogar einen neuen Schub verursachen. Du kannst nur verschiedene Produkte testen und selbst entscheiden, ob du es gut verträgst oder eben nicht.

Gute Zusatzstoffe für Cremen

Basis-Pflegeprodukte können mit Zusatzstoffen chemischer und natürlicher Substanzen angereichert werden um die Pflegewirksamkeit zu maximieren. Als Zusatzstoffe dienen der trockenen Haut zB Urea, Panthenol, Glycerin, Hyaluronsäure oder Allantoin. Diese Inhaltsstoffe dienen dazu, dass Haut die Feuchtigkeit besser speichern kann und sich damit weniger trocken anfühlt.

Gute Zusatzstoffe für deine Creme >

60 Bewertung

4,68
Durchschnitt von 60 Bewertungen

  • 6 Sterne
    25
  • 5 Sterne
    13
  • 4 Sterne
    8
  • 3 Sterne
    8
  • 2 Sterne
    4
  • 1 Stern
    2
schreib uns deine Geschichte
Anzeige - Physiogel Superbanner
Anzeige

Hautforum - Du bist nicht alleine

Wenn du ein neues Thema erstellen möchtest, musst du dich registrieren. Eine Registrierung kostet nichts und ist in wenigen Minuten erledigt, du kannst dann sofort deine Frage ans Forum stellen oder deine Tipps abgeben. Wenn du bereits registriert bist, dann melde dich hier an.

Jetzt registrieren

Die hautinfo.at-Experten

hautinfo.at Experten