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Wie pflanzliche Öle die Hautpflege bereichern

Fettstoffe sind neben Wasser die wichtigsten Bestandteile pflegender Kosmetik. Während einst in erster Linie pflanzliche Öle zur Hautpflege eingesetzt wurden, werden diese heute oft durch synthetische Substanzen ersetzt. Zum Nachteil für den Anwender – denn die wie so oft hat die Natur eine wahre Schatzkiste wertvoller Inhaltsstoffe zu bieten.

Blickt man im Laufe der Geschichte zurück zu den Anfängen der Hautpflege, so stößt man unweigerlich auf pflanzliche Öle. Mit Ihnen hat das begonnen, was wir heute unter pflegender Kosmetik verstehen: Schon in der Antike setzte man etwa Olivenöl ein, um der Haut ein schönes und gleichmäßiges Erscheinungsbild zu verleihen. In unserer modernen Gesellschaft gerieten die wertvollen Pflanzenöle in Vergessenheit, spätestens mit dem Aufkommen der Petrochemie wurden die natürlichen Fettstoffe durch günstigere, raffinierte Mineralöle zurückgedrängt – mit drastischen Auswirkungen auf die Qualität und Pflegewirkung der Produkte. Denn Mineralöle sind hautfremd und gliedern sich nicht in die natürlichen Strukturen ein. Sie bilden auf der Haut zwar einen vermeintlich pflegenden Film, dieser erzeugt allerdings nur kurzfristig ein angenehmes Gefühl.

Pflanzliche Pflegewunder

Nimmt man pflanzliche Öle genauer unter die Lupe, wird schnell klar, dass Sie eine echte Bereicherung darstellen –nicht nur für die Hautpflege, sondern für die Gesundheit generell. So weisen die pflanzlichen Pflegewunder einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren auf. Diese sogenannten Omega-3-, Omega-6- und Omega-9-Fettsäuren sind vor allem für ihre positiven Auswirkungen auf Herz, Gehirn und Blutfettwerte bekannt und sollten daher in der gesunden Ernährung auf keinen Fall fehlen. Gleichzeitig sind die gesunden Fettsäuren auch besonders wertvoll für die Hautpflege. Denn die in den Pflanzenölen enthaltenen Fettsäuren sind auch natürliche Bestandteile der Zellmembranen der Haut bzw. der Zellzwischenräume. Durch die Pflege mit Pflanzenölen wird die Haut somit nicht nur oberflächlich geglättet, sondern auch die Hautbarriere wieder nachhaltig gestärkt und einem übermäßigen Feuchtigkeitsverlust entgegengewirkt.

Fettsäurenzusammensetzung bestimmt die Pflegewirkung

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Basierend auf ihrem Anteil an ungesättigten Fettsäuren werden die pflanzlichen Öle in trocknende, halbtrocknende und nicht trocknende Öle eingeteilt. Denn je nach Art und Gehalt der jeweiligen Fettsäure weist ein Öl eine ganz spezifische Pflegewirkung auf. Jedes Öl muss somit individuell dosiert und gezielt eingesetzt werden. Ebenfalls zu beachten ist die Haltbarkeit der pflanzlichen Öle. Hier gilt: Je höher der Anteil an ungesättigten Fettsäuren, desto kürzer ist ein Öl haltbar. Für bessere Haltbarkeit der pflanzlichen Öle sorgen natürliche Stoffe wie Vitamin E. Sie stabilisieren das Öl und sorgen dafür, dass es weniger schnell ranzig wird.

Wertvolle Pflanzenöle im Überblick

Weizenkeimöl

Das Weizenkeimöl wird, wie der Name schon andeutet, aus den Keimlingen des Weizens gewonnen, der für die Entstehung einer neuen Pflanze nötig ist und somit eine reiche Quelle wertvoller Pflanzenwirkstoffe darstellt. Wegen seinem hohen Gehalt an Vitamin E und der mehrfach ungesättigten Fettsäure alpha-Linolensäure gehört es zu den wertvollsten Ölen in der Kosmetik. Als Basisöl eignet sich das Weizenkeimöl gut zur Stabilisierung von weniger stabilen Ölen wie z.B. Wildrosenöl. Verwendung: Weizenkeimöl stärkt das Bindegewebe, beugt Schwangerschaftsstreifen vor und macht die Haut elastisch. Es eignet sich daher hervorragend zur Haut- und Dammpflege, etwa in der Schwangerschaft oder nach einer Geburt.

Sojaöl

Durch den hohen Anteil an essentiellen ungesättigten Fettsäuren und dem hohen Lecithingehalt bietet Sojaöl hervorragende pflegende Eigenschaften. Sein dezenter Geruch macht es zu einer interessanten Alternative zu Avocadoöl. Sojaöl ist in der Kosmetik vielseitig verwendbar. Es zieht relativ gut ein, schützt die Haut vor Feuchtigkeitsverlust, wirkt rückfettend ohne einen fettenden Rückstand auf der Haut zu hinterlassen. Verwendung: Als Zusatz in Fußpflegeölen wirkt Sojaöl gegen Verhornungen, da das enthaltene Lecithin Wasser emulgiert und in der Hornschicht bindet. Sehr gerne wird es auch als Zutat für Badeöle verwendet.

Wildrosenöl

Wildrosenöl wird durch Kaltpressung aus den Samen von Wildrosen gewonnen. Es ist durch seinen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, speziell die Omega-3 Fettsäure alpha-Linolensäure sehr reichhaltig und hervorragend für die Pflege von trockener Haut geeignet. Da es sich um ein sehr oxidationsempfindliches Öl handelt, muss es mit anderen stabilen Basisölen wie z.B. Weizenkeimöl gemischt werden. Verwendung: Das hautfreundliche Wildrosenöl unterstützt wie kein anderes Öl die Hautregeneration, und eignet sich besonders für die Entfernung loser Hautschuppen (Milchschorf), glättet die Haut und eignet sich außerdem zur Narbenpflege. 

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Sonnenblumenkernöl

Sonnenblumenöl wird aus den Kernen der Sonnenblume durch Kaltpressung gewonnen. Es weist einen hohen Linolsäureanteil auf und ist zusätzlich reich an Vitamin E, Lecithin und Phytosterolen. Sonnenblumenöl ist ein leichtes, gut verträgliches und relativ oxidationsstabiles Basisöl. Verwendung: Sonnenblumenöl ein mild pflegendes und leichtes Öl, das schnell einzieht und keinen fettigen Rückstand auf der Haut hinterlässt. Der kosmetisch wirksame Vitamin E-Gehalt wirkt zudem hautberuhigend.

Pflaumenkernöl

In den extrem harten Pflaumenkernen, die mechanisch aufgeknackt werden müssen, befindet sich ein kleiner Kern, aus dem dann im Kaltpressverfahren bei niedriger Temperatur ein feines Öl gepresst werden kann. Das Öl hat eine angenehme Duftnote nach Marzipan und ist ein hervorragendes Hautfunktionsöl mit hohen Anteilen an ungesättigten Fettsäuren, Vitamin E, beta-Carotin und beta-Sitosterolen. Diese natürlichen Zusatzstoffe machen das Öl relativ stabil gegen Oxidation. Verwendung: Pflaumenkernöl hat eine ähnliche Zusammensetzung und somit vergleichbare Eigenschaften wie Mandel-, Aprikosen- und Pfirsichkernöl. Es wirkt feuchtigkeitsspeichernd und zieht schnell ein ohne eine Fettfilm zu hinterlassen. Durch seine Vitamine, die die Hautbarriere schützen, nähren und aufbauen sowie zellregenerierend wirken, sorgt es für ein glattes, seidiges Hautgefühl.

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Dieses Öl ist eine einzigartige Kombination aus 7 verschiedenen hochwertigen und naturreinen Ölen (unter anderem Wildrosenkernöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl, Weizenkeimnöl, Sojaöl, Pflaumenkernöl und Ringelblumenöl). Es eignet sich hervorragend für Baby-Massagen, Ölbäder, als unterstützende Pflege bei Milchschorf sowie zur sanften Reinigung im Windelbereich. LaseptonMED® BABY CARE 7-Öl Naturrein ist frei von Farbstoffen, Parabenen, PEG-Derivaten sowie Paraffin- und Silikonöl. 
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Olivenöl

Das Öl aus den Früchten des Olivenbaumes ist nicht nur als Teil der mediterranen Ernährung sehr gesund. Auch für die Kosmetik wird das native Öl durch Kaltpressung des Olivenfruchtfleisches gewonnen und danach durch Filterung von ungewünschten Schwebstoffen befreit. Verwendung: In der Kosmetik hat Olivenöl eine lange Tradition als Basisöl. Durch seinen hohen Anteil (bis zu 80%) an Omega-9-Fettäsuren ist Olivenöl eine Wohltat für trockene Haut. Zudem ist es reich an Oliven-Polyphenolen, die stark zellschützend gegen Freie Radikale wirken. Olivenöl zieht gut aber langsam ein, ist rückfettend, glättend und unterstützt die Regeneration der Haut. Es umhüllt sie mit einem zarten Schutzmantel und wirkt daher intensiv pflegend.

Ringelblumenöl

Um Ringelblumenöl herzustellen, werden die Blüten der Ringelblume in Sojaöl oder Olivenöl eingelegt. Das Ringelblumenöl ist also eigentlich ein Extrakt. Es ist sehr konzentriert – 15-20 kg Blüten ergeben 1 kg dickflüssiges Öl. Aufgrund des hohen beta-Carotin-Gehalts hat es eine dunkelrotbraune Farbe, es duftet leicht und angenehm. Verwendung: Ringelblumenöl hat hervorragende pflegende Eigenschaft für raue, rissige, schrundige und problematische Haut und ist somit ein intensives Hautfunktionsöl.

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