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Hilft Vitamin D bei Hauterkrankungen?

Vitamin D ist ein grundlegendes Element für die Hautgesundheit. Für den Vitamin-D-Haushalt spielt das Sonnenlicht eine wesentliche Rolle. Auf natürliche Weise wird Vitamin D bei ausreichend Sonnenlicht im Körper selber hergestellt. Es wirkt vor allem positiv bei der Zellneubildung der Haut und deren Abwehrfunktion. Besonders bei Akne, Psoriasis und Neurodermitis konnten diese positiven Wirkungen in mehreren Studien wissenschaftlich nachgewiesen werden.

Hilft Vitamin D bei Hauterkrankungen?

Vitamin D (genauer: Vitamin D3) unterscheidet sich von anderen Vitaminen dadurch, dass es im Körper gebildet werden kann. Dabei spielt das Sonnenlicht eine wesentliche Rolle, weshalb es manchmal umgangssprachlich auch Sonnenvitamin genannt wird. Bei Sonnenschein gelangt die wichtige UV-B-Strahlung in die oberste Hautschicht des menschlichen Körpers. Diese UV-B-Strahlung wandelt eine Form von Cholesterol in Vitamin D um. Wie viel Vitamin D dabei aufgenommen werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab: 

  • Hauttyp (je heller die Haut, desto mehr Vitamin D kann produziert werden)
  • Alter (je älter ein Mensch ist, desto weniger Vitamin D kann er produzieren)
  • Kleidung und Sonnenschutzcremes
  • Intensität der Sonne (UV-Index)
  • Bewölkung
  • Einfallwinkel der Sonne (in Österreich nur ausreichende Vitamin-D-Produktion im Sommer zwischen 10-16h)

Das wichtige Vitamin D kommt in Nahrungsmitteln vor allem bei Fettfischen (Hering, Lachs, Forelle, Aal, Tunfisch), Eigelb, Champignons, Steinpilzen und in geringerer Konzentration bei Vitamin-D-angereicherter Margarine, Milchprodukten und Fleisch vor. Über die Nahrung kann allerdings nur genug Vitamin D aufgenommen werden um den Bedarf langfristig zu decken, wenn Nahrungsmittel eingenommen werden. Ansonsten ist die Bildung im Körper selbst unverzichtbar.

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Vitamin D spielt eine wesentliche Rolle bei der Gesundhaltung und Regeneration der Haut. Es unterstützt die Wundheilung, die Erneuerung von Hautzellen, die Immunfunktion der Haut und beugt Entzündungen vor. Die Haut ist das größte Organ des Menschen und ihre Schutzfunktion gegenüber Bakterien und Viren besonders wichtig. Bei einem zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel, den oft Menschen mit Hautproblemen aufweisen, verliert die Haut diese Abwehrfunktion und sie wird dünner und trockener. Der Vitamin-D-Mangel bei Hauterkrankungen wie Akne, Psoriasis und Neurodermitis wurde intensiv erforscht. Bei Hautärtzen werden UV-Strahlentherapien für die Behandlung eingesetzt, welche häufig sehr positive Erfolge erzielen konnten. Oft verbesserte sich das Hautbild und es konnte eine erhöhte Aufnahmefähigkeit von Calcium im Darm nachgewiesen werden.

Vitamin-D hilft bei Akne

Akne unreine Haut heilen

Bei Akne liegt eine Störung der Talgdrüsen vor, die dafür sorgt, dass die Haut feucht gehalten wird. Wenn diese Drüsen verstopfen, führt ein Befall mit Bakterien zu den bekannten Symptomen der Akne. Der Großteil der österreichischen Bevölkerung leidet an einem Vitamin-D-Mangel. Überdurchschnittlich hoch ist dieser Mangel bei Kindern und Jugendlichen, was darauf hinweisen könnte, dass es einen Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel und den vielfältigen Hautproblemen dieser Altersgruppe geben kann. Schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es erste Studien zur Wirksamkeit von Vitamin D bei Akne. Insgesamt gibt es aber bis heute nur wenige umfangreiche Studien zu diesem Thema. Aus der Praxis gibt es aber zahlreiche Erfolgsgeschichten. Vitamin D hilft nachweislich bei Akne: Erstens tritt Akne häufig bei Hormonschwüngen auf und das Vitamin wirkt als Steroidhormon und reguliert viele andere Hormone. Zweitens handelt es sich bei Akne um Hautentzündungen, die durch das Vitamin gelindert werden können. Drittens entsteht Akne durch Bakterien und diese werden durch das Vitamin verstärkt abgewehrt. Viertens reguliert es die Talgdrüsen.

Gezielte Hilfe bei Schuppenflechte (Psoriasis)

Psoriasis an den Ellbeugen richtig behandeln

Am allerbesten erforscht ist der Zusammenhang zwischen Vitamin D und der Schuppenflechte. Die entzündliche und chronische Hauterkrankung wird durch eine Autoimmunreaktion ausgelöst. Dabei greift der Körper die eigenen Hautzellen an, was zu einer übermäßigen Hautbildung und Verhornung der Haut führt. Dadurch entstehen die entzündlichen Plaques und silbernen Hautschuppen. Vitamin D wirkt stark entzündungshemmend und kann genau dieser Abwehrreaktion des Körpers entgegenwirken. Dabei kann es äußerlich und innerlich eingesetzt werden. Dies geschieht entweder in Form von Cremen, oder auch künstlich in Form von Lichttherapien und natürlich durch Sonnenlicht. Bei beiden Anwendungen wird die Produktion des Vitamins angeregt und trägt so zu einer Linderung der Symptome bei. Nebenwirkungen sind kaum bekannt. Bei der inneren Anwendung konnten Studien die positiven Erfolge nachweisen. Dafür muss man das Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen.

Linderung der Neurodermitis

Neurodermitis Symptome

Bei Neurodermitis konnten ähnliche Ergebnisse wie bei Psoriasis nachgewiesen werden. Auch hier konnten mehrere Studien die Verbesserung des Krankheitsverlaufs nachweisen. Es handelt sich bei dieser Hauterkrankung um einen Defekt der Hautbarriere und einer Abwehrreaktion, bei der entzündungsfördernde Botenstoffe (Zytokine) ausgeschüttet werden. Vitamin D unterstützt die Steuerung dieser Zytokine, indem es die Entzündungsreaktion eindämmt und so die Symptome lindert. Es konnte erwiesen werden, dass die Symptome der Krankheit schlimmer ausfallen, wenn ein höherer Vitamin-D-Mangel bei den Betroffenen nachgewiesen wurde. Die Schübe reduzieren sich bei Einsatz des Vitamins. Der Einsatz erfolgt hier häufig äußerlich in Form einer UV-Lichttherapie, also künstlichem Sonnenlicht. Dadurch kann der Vitamin-D-Spiegel erhöht werden, was allerdings nicht übertrieben werden sollte, da ansonsten die Gefahr des Hautkrebses ansteigt.

Vitamin-D Vorteile und Nachteile

Positiv bleibt auf jeden Fall anzumerken, dass Vitamin D als wichtiger Faktor bei Hauterkrankungen nicht unterschätzt werden sollte. Es besitzt ein enormes Potenzial und lindert die genannten Hauterkrankungen. Ein bewusster Aufenthalt in der Sonne und ein gesunder Vitamin-D-Spiegel sind der Schlüssel. Wird die Therapie mit Vitamin D gut vertragen, so kann im besten Fall der Einsatz von Cortison verringert werden. Es gibt aber auch Schattenseiten, denn man sollte sich trotz aller positiven Eigenschaften der negativen Auswirkungen der UV-Strahlung bewusst sein. Diese können bei übermäßigem Sonnenbaden die Zellen und das Erbgut schädigen und so das Hautkrebsrisiko erhöhen. Sonnenschutzmittel sind wichtig für die Haut, ebenso wie das Meiden der starken Mittagssonne. Zweifellos spielt Vitamin D eine wichtige Rolle für die Hautgesundheit. Für einen gesunden Vitamin-D-Haushalt ist Sonnenlicht notwendig, dabei sollte man aber auf Maß und Ziel achten. Auch Nahrungsergänzungsmittel können dabei sinnvoll eingesetzt werden.

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