Kontakt- und Nickelallergie

Bei einer Kontaktallergie wird die allergische Reaktion durch die direkte Berührung des Allergens mit der Haut oder Schleimhaut ausgelöst. Wie bei allen Allergien passiert beim Erstkontakt mit dem Allergen noch nichts. Erst beim erneuten Kontakt startet die Entzündungsreaktion und das Immunsystem versucht das Allergen abzuwehren.

Anzeige

Ein typisches Anzeichen für eine Kontaktallergie ist, dass wirklich nur die Hautstellen, welche direkt mit dem Allergen in Kontakt kamen, die allergische Reaktion aufweisen. Die Symptome reichen von Hautrötungen, Schwellungen, über Bläschen bis hin zu Hautverkrustungen und verstärkter Schuppenbildung. Dazu berichten die Betroffenen oft von starkem Juckreiz, wobei durch das Kratzen an der Haut zusätzliche Schäden angerichtet werden können. Die Symptome werden oft erst ein bis drei Tage nach dem Kontakt mit dem Allergen sichtbar. Sobald der Kontakt unterbrochen wird, gehen auch die Symptome in ein paar Tagen von alleine weg.
Achtung! Frauen sind häufiger von dieser Allergie betroffen als Männer. Das liegt unter anderem daran, dass kleine Mädchen bereits in sehr jungen Jahren Schmuck tragen, besonders gerne werden die Ohren gepierct. Die Kinderhaut ist sehr empfindlich und das frühe Tragen von Ohrringen kann eine Nickelallergie begünstigen. Es reichen oft schon geringe Nickelfreisetzungen, um die Nickelallergie zu fördern. Wie bei den meisten Kontaktallergien wird auch die Nickelallergie erst nach ein bis drei Tagen sichtbar und kann auch andere Hautstellen als die direkte Kontaktstelle betreffen.

Nickelallergie

Die bekannteste Kontaktallergie ist die Nickelallergie und tritt in Verbindung mit Nickel, Gold und Stahl auf. Wenn du Gewissheit haben möchtest, mache dir einen Termin beim Hautarzt und lasse einen Epikutan-Test durchführen. Du bekommst ein Pflaster mit Nickelsulfat auf die Haut geklebt. Wenn die Hautstelle innerhalb zwei bis drei Tagen mit den typischen Symptomen reagiert, liegt eine Nickelallerige vor und du solltest den Kontakt mit nickelhältigen Gegenständen meiden.
So vorsichtig bei folgenden Gegenständen:

  • diverse Schmuckstücke sowie Haarnadeln und Piercings
    Sei vorsichtig bei jeglichem Modeschmuck! Auch der Hinweis "Oberfläche nickelfrei" bedeutet nur, dass das Produkt mit einer nickelfreien Schicht überzogen ist, darunter kann sehrwohl nickelhältiges Material verwendet worden sein. Wird die Oberfläche rissig (kann bei billigem Modeschmuck immer passieren), bist du wieder direkt dem Nickel ausgesetzt.
  • Reissverschlüsse, Knöpfe und Ösen bei der Kleidung
  • Besteck, Küchengeräte, Töpfe und Pfannen
  • Münzen aller Art, auch beim Münzgeld in der Geldbörse aufpassen
  • Feuerzeuge, Uhren, Rasierapparate, Schlüssel, Türgriffe, Regenschirme, Brillengestelle
  • Kugelschreiber, Büroklammern und Scheren

Achtung! Informiere deinen Zahnarzt und vor einer Operation den behandelnden Arzt über die Nickelallergie, damit bei notwendigen Implantaten ein für dich geeignetes Material verwendet wird.

Weitere bekannte Kontaktallergene

  • Kobalt
  • diverse Kosmetika
  • Haarfärbemittel
  • Reinigungsmittel
  • Pflanzen
  • Diverse Duftstoffe
  • Parfum
  • Arzneimittel

Autor: Karin Hafner
Quelle: Deutsche Haut- und Allergiehilfe (DHA) e. V.
Stand der Information: September 2016
Diesen Beitrag teilen:
Anzeige
IM MITTELPUNKT STEHT DER MENSCH, NICHT DIE KRANKHEIT.

Auf Österreichs größtem Hautportal findest du kostenlos viel Wissenswertes zu Neurodermitis, Schuppenflechte, Akne und vielen anderen Hautthemen. Wir wollen dir helfen, die körperlichen und psychischen Symptome gezielter zu analysieren und damit dein Leben nachhaltig zu verbessern. Zusammen mit Experten aus Medizin, Psychologie und vielen anderen Fachbereichen stellt Karin Hafner, selbst von Neurodermitis betroffen, fundierte Informationen zu dem Thema zusammen, welches dich am meisten belastet: deine Haut. Wir wollen dich unterstützen und dir hilfreiche Tipps für deinen Alltag mitgeben. Du sollst dich auf dieser Seite gut aufgehoben und akzeptiert fühlen.