Spannung und Stress daheim!

Akne

Auch für die Familienangehörigen ist die Welt nicht in Ordnung, die Familie leidet mit. Das Problem ist, dass sich der Betroffene meist komplett zurückzieht und niemanden an sich heranlässt. Wenn man täglich das Leid eines geliebten Menschen sieht, fühlt man sich der Situation oft völlig hilflos und ratlos ausgeliefert.

Oft ist es hilfreich, Erfahrungen mit alltäglichen Konflikten, Therapieversuchen oder schwierigen Situationen mit Gleichgesinnten auszutauschen. Gerade in Phasen der Verzweiflung tut es gut, zu wissen, dass man nicht alleine mit dem Problem dasteht. Wie man „richtig“ damit umgeht, ist sicher individuell unterschiedlich und kann nicht verallgemeinert werden. Wir wollen das Umfeld dabei unterstützen, den Betroffenen besser zu verstehen und damit die Situation für alle Beteiligten erleichtern.


Verständnis zeigen!

Verständnig zeigen ist selbstverständlich, aber keine Sonderrollen einräumen. Ein Zuviel an Entgegenkommen kann destruktiv sein, denn bestimmte „Sonderrollen“ werden vom Führen eines normalen Lebens abhalten. Eine auch noch so schlimme Akne darf keine Entschuldigung auf Dauer für Fehlverhalten, Faulheit, Gemeinheiten und Egoismus sein. Grundsätzlich sollte man versuchen, den Betroffenen zum Reden zu bringen. Wenn man gemeinsam über die Probleme durch die Krankheit spricht, werden diese an sich dadurch zwar nicht gelöst, aber die gesamte Familiensituation kann sich zum Positiven entwickeln. Zeige Mitgefühl, lass ihn aber zeitgleich wissen, dass dies für dich auch Kraft kostet. Ihr müsst versuchen, zum Wohle der gesamten Familie das Beste aus der Situation zu machen.

Es bringt wenig, wenn man dem Betroffenen sagt, dass es gar nicht so schlimm sei und er solle sich doch zusammen reißen. Solche Aussagen können einen Betroffenen besonders schmerzen. Für jemanden, der nicht mit dem Hautproblem leben muss, ist dies schwer nachzuvollziehen.

Aber grundsätzlich bist du auf dem richtigen Weg, der Betroffene sollte erkennen, dass keiner so genau hinschaut wie er selbst. Man ist zu sich selbst immer am kritischsten. Du hilfst am meisten, wenn du die Persönlichkeitsentwicklung unterstützt und Selbstvertrauen aufbaust. Wer nach außen eine positive Ausstrahlung haben möchte, muss sich selbst erst nach innen hin so annehmen wie er ist, mit einer schönen, aber auch mit einer nicht so schönen Haut.

Redet offen über die Akne!

Es ist nun einmal eine Tatsache, dass die Haut eines Akne-Betroffenen nicht ganz normal funktioniert, aber bei Einhaltung bestimmter Regeln kann man auch über eine längere Zeit damit ganz gut leben. Der wirklich entscheidende Punkt im Umgang mit der Akne ist, dass die Krankheit nicht zum Mittelpunkt des Familienlebens wird. Jemand mit Akne muss lernen, dass die Akne nicht den großen Teil seiner Persönlichkeit ausmacht. Jeder Mensch hat verschiedenste Talente und diesen sollte man besondere Aufmerksamkeit entgegenbringen. Es ist wichtig, dass die Familie sehr offen mit dem Thema umgeht und man darüber auch spricht, aber eben nicht immer. Damit kann auch ein gesundes Selbstwertgefühl entwickelt werden.

Autor: Karin Hafner
Stand der Information: April 2014
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IM MITTELPUNKT STEHT DER MENSCH, NICHT DIE KRANKHEIT.

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